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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
23.02.2021
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Clarks: CEO und weitere Führungskräfte verlassen das Unternehmen

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
23.02.2021

Clarks' CEO Giorgio Presca hat das traditionsreiche Schuhunternehmen verlassen. Der Abgang kommt nur wenige Monate, nachdem das Unternehmen einen neuen Mehrheitseigentümer an Bord geholt hat und die Gründerfamilie zum ersten Mal seit knapp zwei Jahrhunderten die Kontrolle abgegeben hat.

Der CEO von Clarks hat das Unternehmen verlassen - Photo: Sandra Halliday


Berichten zufolge hat das Unternehmen auch andere Mitglieder des Führungsteams verloren, darunter Chief Commercial Officer Massimo Barzaghi und Chief People Officer Difna Blamey, obwohl letztere nur einen befristeten Vertrag hatte.

Seit das Trio letzte Woche das Unternehmen verlassen hat, übernimmt Victor Herrero interimsweise die Rolle des Executive Chairman und des Chief Executive. Der frühere Guess CEO war bisher ein nicht-geschäftsführender Direktor.

Die in Hongkong ansässige Private-Equity-Firma LionRock Capital ist nun Mehrheitseigentümer des Unternehmens, nachdem sie Ende 2020 eine Beteiligung erworben hatte. Bereits vor der vorübergehenden Schließung aller Läden durch die Pandemie hatte das Unternehmen zu kämpfen.

LionRock ist nun auf der Suche nach einem neuen Managementteam, wobei die neuen Führungskräfte nach einem Jahr, in dem die Pandemie den britischen (und internationalen) Einzelhandel für immer verändert hat, vor einer großen Herausforderung stehen werden.

Die größte Frage ist, was mit den Filialen geschehen soll. Clarks hat im letzten Jahr ein CVA (Company Voluntary Arrangement) eingeleitet, das von 90% der Gläubiger genehmigt wurde. Die Mitarbeiter in den Filialen wurden daraufhin zu Beratungsgesprächen eingeladen, obwohl das Unternehmen sagte, dass es weiterhin an den Filialen festhält. Wie allerdings der neue Eigentümer und der Interim-CEO darüber denken, ist unklar.

Die letzten Ergebnisse, die von der Firma veröffentlicht wurden, beziehen sich auf das am 1. Februar 2020 endende Geschäftsjahr. Der Umsatz fiel in diesem Zeitraum um 6,4 %, da sich der Handel in Großbritannien, Irland, Europa und den USA schwierig gestaltete. Obwohl die Gewinne stiegen, sagte das Unternehmen damals, dass der Filialbestand eine große Belastung für das Unternehmen darstellte.

Das letzte Geschäftsjahr des Unternehmens ist abgeschlossen, die Ergebnisse werden aber wahrscheinlich erst in einigen Monaten vorliegen. In Anbetracht der Pandemie und des CVA ist ein Umsatzeinbruch jedoch ziemlich sicher. Insgesamt hat sich die Kategorie Footwear während des Lockdowns als schwer verkäuflich erwiesen.

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