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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
12.09.2018
Lesedauer
2 Minuten
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Coach lädt auf eine Reise nach Santa Fe ein

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
12.09.2018

Aus einer Reise, die Stuart Vevers im März nach Santa Fe im amerikanischen Bundesstaat New Mexiko unternahm, schuf der Kreativdesigner von Stage Coach eine brillante neue Vision amerikanischer Mode.

Coach – Frühjahr/Sommer2019 - Womenswear - New York - © PixelFormula


Eine Mischung aus Wild-West-Nostalgie, Disney-Figuren, Kunst und Kultur aus Santa Fe und allen ausgefallenen Berühmtheiten der Stadt.

"Santa Fe. Yeah! Ich habe 24 Stunden vor Ort verbracht, eine Geister-Ranch besucht und bin auf dem Turquoise Trail gewandert. Ich liebe all die Gemeinschaften, denen man unterwegs begegnet. Wo alles geplündert wurde und manche Häuser nur durch den Flügel eines Flugzeugs aufrecht gehalten werden. Am Ende fand ich einen unglaublichen Klub, eine richtige Spelunke. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war mein Leitfaden schon ausgerollt", erklärte Stuart Vevers FashionNetwork.com im Backstage-Bereich, nachdem er mit Whoopi Goldberg für Erinnerungsfotos posierte.

Am deutlichsten schlug sich diese Inspiration im bemerkenswerten Set nieder, das vom französischen Showproduzenten Stefan Beckmann entworfen wurde. In der Mitte stand ein riesiger Tyrannosaurus Rex aus rostigem Metall, verdrehten Pfosten und einer etwas ramponierten Alu-Verkleidung. Dazu gesellten sich ein ausgebrannter VW-Käfer, umgestoßene Scrambler, Ölfässer und verrostete Automotoren.

In Anlehnung an den Film "Santa Fe Trail" aus dem Jahre 1940, mit Olivia de Havilland, Errol Flynn und Ronald Reagan, waren in Vevers Kollektion viele kernige, gesetzlose Personen unterwegs. Hipster Biker in Motorradjacken mit Disneylogos, Patchwork-Trenchcoats aus Leder, kombiniert mit braven Damenblusen, Minikleider mit Palmenaufdruck und Rennjacken aus Wildleder. Zusammengehalten wurde das Ganze durch bemerkenswerte Schuhe – mit High Tops, Comanche-Fransen und Indianer-Stiefelchen.

Als Ausländer mit großer Aufnahmefähigkeit und Sensibilität wusste Vevers schon immer besser als die amerikanischen Designer, was die Jugend von heute tragen will.

Dree Hemingway, die Urenkelin des legendären Schriftstellers Ernest Hemingway, schloss das Defilee mit einer letzten langen Runde um den T-Rex. Ihrer Lockenpracht entledigt trug sie – wie eine moderne Jeanne d’Arc – ein mit Rüschen besetztes Lagenkleid, ein Bambi-Kapuzensweatshirt und gabelförmige Ohrringe.

Seit Vevers im Juni 2013 zu Coach gestoßen ist, bedient sich der Designer der amerikanischen Folklore, und nahm unter anderem eine zweiwöchige Zugreise quer durchs Land auf sich, um Ideen zu schöpfen. Seine Ausflüge haben ihm dabei geholfen, ein umfassendes künstlerisches Werk zu schaffen, darunter die hervorragende Keith Haring Radiant Boy-Kollektion, bis hin zu einer Show, die von gesetzlosen Bikern inspiriert worden war.

Vevers Ideen lohnten sich für Coach auch finanziell. Wenn auch der Umsatz 2017 um 0,08 Prozent zurückging, erreichte er doch den beeindruckenden Betrag von USD 4,488 Milliarden. Kaum ein britischer Designer kann mit diesen Zahlen mithalten.

Der 44-jährige Designer ist heute eines der erfolgreichsten Exportprodukte Englands. Gar nicht mal so schlecht für einen Jungen, der im nördlichsten, entlegensten Teil Englands aufgewachsen ist. Kein Wunder strahlte seine Mutter Barbara im Backstage-Bereich über beide Ohren vor lauter Stolz.
 

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