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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
02.11.2020
Lesedauer
3 Minuten
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Columbia: Ergebnisrückgang um 47 Prozent und Änderungen in der Führungsspitze

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
02.11.2020

Das Unternehmen mit Sitz in Portland, Oregon verbuchte im dritten Quartal einen Ergebnisrückgang um 47 Prozent und verkündet mehrere Änderungen in der Geschäftsführung an. Mit diesen Änderungen soll dem erstarkten digitalen Fokus besser Rechnung getragen werden.


Columbia will digitale Kapazitäten erweitern - Instagram: @columbia1938

 
Im dritten Quartal (Stichtag: 30. September 2020) erwirtschaftete Columbia ein Ergebnis von USD 62,8 Millionen bzw. USD 0,94 pro Aktie, im Vergleich zu USD 119,3 Millionen bzw. USD 1,75 pro Aktie im Vorjahr.

Der Nettoumsatz des Konzerns, zu dem neben Columbia auch die Marken Mountain Hardwear, Sorel und prAna zählen, sank um 23 Prozent auf USD 701,1 Millionen. In der Vergleichsperiode im Vorjahr ergab sich ein Umsatz von USD 906,8 Millionen.


Erfreulich entwickelte sich der Onlinehandel, mit einem Umsatzwachstum um 55 Prozent im Jahresvergleich. Um die Entwicklung des digitalen Geschäfts zu stützen, schloss das Unternehmen im Berichtsquartal den Launch der neuen Onlinehandelsplattform in Nordamerika ab.

"Es freut mich, zu berichten, dass die Ergebnisse des dritten Quartals über unseren internen Prognosen liegen", so Tim Boyle, CEO, Chairman und Präsident des Konzerns. "Während unsere Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr deutlich sanken, verbesserte sich die Umsatz- und Rentabilitätsentwicklung gemessen am zweiten Quartal. Wir rechnen damit, dass dieser Trend im vierten Quartal und 2021 weiter anhält".

Von Jahresbeginn bis heute erzielte Columbia mit einem Nettobetrag von USD 1,59 Milliarden 24 Prozent weniger Umsatz als in den ersten neuen Monaten des Vorjahrs (USD 2,09 Milliarden). Das Konzern-Ergebnis für den Zeitraum schrumpfte um 94 Prozent auf USD 12,3 Millionen, bzw. USD 0,18 pro verwässerte Aktie. Im Vorjahr erwirtschaftete das Unternehmen ein Ergebnis von USD 216,5 Millionen bzw. USD 3,15 pro verwässerte Aktie.

Für das vierte Quartal rechnet Columbia mit einem Umsatz von USD 850 bis 880 Millionen, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang um 8 bis 11 Prozent entspricht. Der verwässerte Gewinn pro Aktie wird auf USD 1,07 bis 1,32 geschätzt. Tim Boyle erklärte, es sei zwar noch früh in der Herbstsaison 2020, doch seien die guten Abverkaufsraten und Reorder-Trends im amerikanischen Großhandel erfreulich.
 
Weiter habe das Unternehmen während der Pandemie eine starke Nachfrage für Outdoor-Tätigkeiten verzeichnet. Die Bestellungen für die Frühjahrskollektionen seien gut und Columbia hoffe, im Direct-to-Consumer-Geschäft auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Im ersten Halbjahr 2021 dürfte der Konzern somit einen Anstieg der Umsatzzahlen um 15 bis 20 Prozent verbuchen.

Ein wichtiger Fokus für die weitere Entwicklung ist das Omni-Channel-Geschäft von Columbia, in erster Linie durch die Erweiterung der digitalen Kapazitäten des Konzerns.

In diesem Sinne wechselt der EVP und Geschäftsleiter für Amerika, Franco Fogliato, zur Funktion des EVP für das globale Omni-Channel-Geschäft. In dieser neu geschaffenen Führungsposition überblickt Fogliato den Vertrieb der Columbia-Marken in allen direkt bedienten Märkten.

Patricia Higgins, Vizepräsidentin Onlinehandel, wird zur Senior Vice President für Onlinehandel befördert. In dieser Funktion berichtet sie an Franco Fogliato, wie auch Matthieu Schegg, Vizepräsident und Geschäftsleiter EMEA, und Peter Rauch, Senior Vice President für Asien.

Darüber hinaus richtete Columbia die neue Funktion des Chief Digital Information Officer ein, die ab Michael Hirts Rücktritt im April 2021 die Funktion des Chief Information Officer ersetzt. Auch Hirts Nachfolger berichtet direkt an Fogliato.

Das Unternehmen suche weiterhin nach einem Chief Marketing Officer, da Marketing- und Social Media-Engagements im digitalen Marketplace von hoher Bedeutung seien.

Doch damit der Änderungen noch nicht genug: EVP und COO Thomas B. Cusick stellt ab Februar 2021 auf eine Teilzeit-Stelle mit IT- und Supply Chain-Fokus um, bevor er sich in der zweiten Jahreshälfte gänzlich aus dem Geschäft zurückzieht.

Nach Cusicks Rücktritt tritt Lisa A. Kulok, Senior Vice President Global Supply Chain Operations, seine Nachfolge an. Jim A. Swanson, Senior Vice President und CFO wird zum EVP und CFO befördert. Sowohl Kulok als auch Swanson sind direkt dem Konzern-CEO unterstellt.

Schließlich wird Brent Beeson, der gegenwärtig als Vice President für die Bekleidungsproduktion zuständig ist, Senior Vice President Produktion. Er berichtet an Lisa A. Kulok.

"Mit diesem Führungswechsel wollen wir das nachhaltige Wachstum der Organisation beschleunigen", erklärte Tim Boyle. Er betonte den anhaltenden Fokus des Unternehmens auf die Förderung der globalen Markenbekanntheit und die Verbesserung der digitalen Dienstleistungen. "Wir sind überzeugt, dass diese Änderungen Columbia für die Zukunft stärken werden", erklärte er abschließend.

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