Condé Nast bringt GQ in den Nahen Osten

Condé Nast International plant, GQ im kommenden September auch im Nahen Osten einzuführen – über eine Lizenzvereinbarung mit der ITP Media Group.
 
Die Wahl des Medienpartners kommt überraschend, da Condé Nast in dieser Region bereits mit der Herausgeberin der Vogue Arabia und direkten Konkurrentin von ITP, Nervora, zusammenarbeitet.



In der Vergangenheit wählte Condé Nast für jedes Land oder für jede Region fast systematisch einen einzigen Partner, um neue Produkte einzuführen. Doch mit diesem Abkommen macht der Konzern eine Ausnahme: GQ Middle East, Condé Nast Traveller Middle East und AD Arabia werden der ITP Media Group anvertraut, Vogue Arabia wird hingegen bereits heute von Nervora herausgegeben.

Branchenkenner vermuten, dass die Entscheidung, mit ITP Media zusammenzuarbeiten, etwas mit den Geschehnissen im April 2017 zu tun haben könnten: Nach der Veröffentlichung der ersten beiden Ausgaben der Vogue Arabia fällte Nervora die höchst unübliche Entscheidung, sich von der Vogue Arabia-Chefredakteurin, Prinzessin Deena Aljuhani Abdulaziz, zu trennen. Dieser Schritt erstaunte umso mehr, als der Präsident und Vorstandsvorsitzende von Condé Nast International, Jonathan Newhouse, die Prinzessin fünf Tage zuvor an der rauschenden Launch Party im Museum für islamische Kunst in Katar noch mit Lob überhäuft hatte.

Mit der neuen Ausgabe im Nahen Osten erhöht sich die Anzahl regionaler GQ-Ableger auf 21. Zunächst wird das Männermagazin monatlich erscheinen. Ergänzt wird das Angebot durch eine zweisprachige Website, Social Media-Plattform und einen in Planung stehenden "GQ Men of the Year Award".

Das 1931 in New York unter dem Titel "Gentleman’s Quarterly" eingeführte Magazin wurde 1967 in "GQ" umgetauft, bevor es 1980 von Condé Nast übernommen wurde. Unter dem legendären Herausgeber Art Cooper avancierte die Zeitschrift zum weltweit führenden Männermagazin. Diese Position vermochte die Publikation bis heute verteidigen. Aktuell verfügt GQ auf seinen verschiedenen Plattformen über 28 Millionen monatliche Leser.

"Der arabische Männermodemarkt weist eine spannende Dynamik auf. Wir sind überzeugt, das ITP über die erforderliche Erfahrung, Vision und den entsprechenden Enthusiasmus verfügt, GQ Middle East auf allen Plattformen einheitlich herauszubringen", so Karina Dobrotvorskaya, Leiterin von Condé Nast New Markets und Editorial Director für Brand Development.

Die Nahost-Ausgabe von GQ richtet sich an ehrgeizige, modebewusste und gut ausgebildete Männer im Alter von 28 bis 45 Jahren.

"GQ ist ganz eindeutig die Männermedienmarke mit dem höchsten Erkennungswert weltweit. Unsere Nahost-Ausgabe wird sich durch hochwertige Beiträge von Autoren und Fotografen auszeichnen und exklusive Interviews, Videos, gründliche Analysen und Reportagen veröffentlichen", ergänzt Ali Akawi, CEO der ITP Media Group.

Zum Portfolio von Condé Nast zählen neben GQ unter anderem auch Vogue, Vanity Fair, Glamour, GQ, Condé Nast Traveller/Traveler, Allure, Architectural Digest, Wired und W. ITP ist einer der größten Medienkonzerne im Nahen Osten und Herausgeber von mehr als 100 Brands, darunter die regionalen Ausgaben von Time Out, Harper’s Bazaar Arabia und Hello!.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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