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Coronavirus: Quellen berichten über sinkende Auftragslage für Italiens Luxuslieferanten

Von
Reuters API
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
10.03.2020
Lesedauer
4 Minuten
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Globale Luxusmarken wie Gucci und Louis Vuitton fahren ihre Bestellungen bei italienischen Lieferanten zurück, da die Ausbreitung des Coronavirus vom Schlüsselmarkt China bis hin zum wichtigen Produktionszentrum Italien das Geschäft in der gesamten Branche beeinträchtigt, so Branchenquellen.

Reuters


Italien – wo zahlreiche spezialisierte Hersteller von Luxusgütern wie Schuhen, Lederwaren oder Herrenbekleidung ansässig sind – hat die größte Epidemie des Virus außerhalb Chinas erlebt, was Rom dazu veranlasste, zunächst die nördlichen Regionen und am Montag schließlich das ganze Land abzuschotten.

Reuters sprach mit einem Dutzend Textil- und Lederwarenlieferanten in der von der Quarantäne betroffenen Region Venetien und der nahe gelegenen Toskana. Viele sagten, dass schon vor den beispiellosen Maßnahmen der Regierung die Marken die Bestellungen ab Ende Januar gekürzt hätten, da die Nachfrage in China einbrach.

"Wir produzierten 800-1.000 Handtaschen pro Monat für Gucci. Im Februar stellten wir 450 her, und für März haben wir keine Bestellungen", sagte der Besitzer eines kleinen Lieferanten für die Topmarke von Kering, der acht Mitarbeiter in Scandicci beschäftigt, einem Bezirk außerhalb von Florenz – dem Zentrum der italienischen Lederwarenproduktion.

"Wir haben auch für April und Mai keine Bestellungen. Das Unternehmen ist zum Stillstand gekommen und wir müssen unsere Mitarbeiter teilweise freistellen", sagte er.

Wie die meisten Zulieferer, die mit Reuters sprachen, lehnte er es ab, genannt zu werden, aus Angst vor dem Verlust künftiger Aufträge.

Der 280 Milliarden Euro pro Jahr umfassende globale Luxusgütersektor, der bereits von monatelangen Protesten in Hongkong erschüttert wurde, erlitt Anfang des Jahres einen erneuten Rückschlag durch den Ausbruch des Coronavirus auf dem chinesischen Festland.

Während die Behörden darum kämpften, den Notstand in dem Land einzudämmen, in dem mehr als ein Drittel der weltweiten Luxuseinkäufer leben, waren die Marken gezwungen, Geschäfte zu schließen, Neueröffnungen zu verschieben und Werbeausgaben zu reduzieren.

Die Ausbreitung des Virus in der ganzen Welt und insbesondere in Italien hat nun noch weitreichendere Folgen; Länder wie Großbritannien und die Vereinigten Staaten warnen vor nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Italien, was den Tourismus zusätzlich bremst.

Es sind deutliche Auswirkungen auf den Umsatz der 90 Milliarden Euro schweren Mode- und Textilindustrie des Landes zu erwarten.

Lieferketten



Es sei mit Folgen für die weltweite Luxusindustrie zu rechnen, da Italien ein wichtiger Lieferant ist, sagte Flavio Cereda, Industrieanalyst bei Jefferies, das am Montag die Umsatzprognose 2020 für den Sektor zum zweiten Mal in diesem Jahr senkte.

Es wird nun mit einem Umsatzrückgang von 3% zu aktuellen Wechselkursen gerechnet, verglichen mit früheren Prognose von einem Wachstum von 1%.

"Eine anhaltende Unterbrechung der Wirtschaftstätigkeit könnte für die meisten Marken durchaus zu Problemen in der Lieferkette führen", sagte er, fügte jedoch hinzu, dass er dafür noch keine Beweise habe.

Innerhalb der Toskana bekommt insbesondere das Produktionszentrum in Scandicci – das in den letzten Jahren boomte, als Luxusgiganten von LVMH bis Kering und Prada hier ihre Produktionsstätten ausweiteten und Werkstätten errichteten – die Auswirkungen zu spüren.

Massimiliano Guerrini, dessen Familie Almax besitzt – einen in Scandicci ansässigen Hersteller, der Taschen für 10 Marken wie Saint Laurent, Gucci und Balenciaga von Kering sowie LVMH-Etiketten herstellt – sagte, er habe aufgrund des Coronavirus-Notstands in China einen Auftragsrückgang "um einige Prozentpunkte" erlebt.

"Ich ging davon aus, dass die Dinge unter den gegebenen Umständen nicht allzu schlimm sein werden, aber jetzt könnte dieser neue Ausbruch in Italien tatsächlich mehr Opfer unter den Unternehmen als unter den Menschen verursachen und die Lieferkette für die noch anstehenden Aufträge gefährden", sagte er.

"Wir beschäftigen 270 Mitarbeiter und haben unsere Kunden diversifiziert, so dass es uns gelungen ist, die Auswirkungen bisher abzumildern. Aber einige der kleineren Zulieferer werden es nicht schaffen."

Ein Lederwaren- und Handtaschenlieferant in Venetien sprach von einem 30-prozentigen Auftragseinbruch bei Louis Vuitton, während andere berichteten, dass auch Prada und Ferragamo ihre Bestellungen zurückschrauben.

Ferragamo wollte keinen Kommentar abgeben, da die Ergebnisse für 2019 am Dienstag veröffentlicht werden sollen. Prada sagte, dass es ebenfalls keinen Kommentar abgeben könne, da die Ergebnisse am 18. März vorgelegt werden. Kering lehnte einen Stellungnahme ab, LVMH konnte derzeit nicht für einen Kommentar erreicht werden.

Ganzes Jahr in Gefahr



Claudio Marenzi, zuständig für den Bereich Fashion bei der Business-Lobby Confindustria, sagte, dass ausländische Käufer italienischer Textilien Ende Februar begonnen hätten, Bestellungen zu stornieren und einige Outlets eine Halbierung der Umsätze erlebt hätten.

"Seit dem Auftreten des Virus in China wussten wir, dass es im ersten Quartal zu einer Verlangsamung kommen würde. Aber jetzt ist das ganze Jahr in Gefahr", sagte er.

Eine mit der Situation vertraute Quelle berichtete, dass Ferragamo die Mitarbeiter angewiesen habe, freitags für die nächsten acht Wochen freizunehmen, sowie die Neueinstellungen und die Verlängerung befristeter Arbeitsverträge zu stoppen.

Nachdem seine Show im Rahmen der Mailänder Modewoche ohne Publikum stattfinden musste, schloss Giorgio Armani Ende Februar für eine Woche seine norditalienischen Fabriken. Eine Sprecherin sagte am Montag, sie hätten in der ersten Märzwoche wieder geöffnet, obwohl die meisten Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiteten.

Luca Bortolotto, Leiter der Abteilung für Bekleidung und Accessoires beim Handwerks- und Kleinunternehmerverband Confartigianato in Vicenza, einer der wichtigsten Städte Venetiens, sagte, er denke darüber nach, eine Kinderbetreuung anzubieten, um den Arbeitern seines Lederwarengeschäfts zu helfen, da die Schulen im ganzen Land geschlossen seien.

"Und als ob all dies nicht schon genug wäre, leben wir in der Angst, dass einer unserer Arbeiter krank werden könnte, was bedeuten würde, dass alle unter Quarantäne gestellt und das gesamte Unternehmen lahmgelegt werden müsste", sagte er.

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