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Veröffentlicht am
05.11.2012
Lesedauer
3 Minuten
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Das Tessin, ein strategischer Knotenpunkt für italienische Marken

Veröffentlicht am
05.11.2012

„Früher wollten die Italiener lediglich ein Postfach im Tessin. Nun wollen sie alle umziehen! Seit sechs, sieben Jahren hat sich der Trend verstärkt. Die Anzahl italienischer, aber auch amerikanischer und deutscher Modeunternehmen, die sich im Kanton niedergelassen haben, steigt rasend schnell“, erklärt ein Schweizer Berater, der in der Modebranche tätig ist.

Abercrombie & Fitch, Armani, Guess, Gucci, Hugo Boss, La Martina, Marni, Michael Kors, Prada, Tom Ford, VF Corporation, Zegna … Die Liste ist lang. Für den Präsidenten der italienischen Modekammer, Mario Boselli, handelt es sich lediglich „um ein natürliches Phänomen, das die Wahl einzelner Unternehmen betrifft.“ Wenn man jedoch genauer hinschaut, gleicht der Trend einem wahren Exodus in die Schweiz.

„Seit einiger Zeit folgen auch KMU den großen Namen und multinationalen Konzernen“, bemerkt der Vertriebsleiter einer Firma, die sich auf den Bau und die Vermietung von industriellen Nutzflächen spezialisiert hat. Die Gemeinde Mendrisio im grenznahen Süden des Kantons ist bereits ausgelastet, ausländische Unternehmen drängen somit weiter nach Norden vor. So beispielsweise auch die Gucci Group, die seit 1996 in der Schweiz präsent ist. 2003 eröffnete die Marke eine Niederlassung in Bioggio, in der Nähe von Lugano. Im vergangenen Juni kündigte das Unternehmen nun Investitionen in Höhe von CHF 40 Millionen an, um auf 320'000 m² in Sant’Antonino nahe Bellinzona ein neues Logistikzentrum zu errichten, das für den weltweiten Versand aller Marken der Gruppe (Gucci, Bottega Veneta, Yves Saint Laurent, usw.) verantwortlich sein wird.

Zegna eröffnete als erste Marke eine Niederlassung im Tessin. Bild: Sakis Lalas


Heute beschäftigt das „Fashion Valley“, wie diese Schweizer Modegemeinde genannt wird, fast 4500 Personen aus 28 Ländern und erwirtschaftet laut Schätzungen des Vereins der rund 50 Tessiner Modeunternehmen, Ticino Moda, einen Gesamtumsatz von 10 Milliarden Euro. „Das Phänomen begann vor 30 Jahren. Die italienischen Marken haben sich im Tessin niedergelassen, da es zu jener Zeit in der Textilindustrie stark vertreten war“, erklärt der Präsident von Ticino Moda, Franco Cavadini. Vorreiter war Ermenegildo Zegna, der bereits 1976 in die Schweiz kam, um die Lieferschwierigkeiten im Zusammenhang mit wiederholten Streiks und der politischen Instabilität Italiens zu umgehen. Die Luxus-Männermarke verfügt heute in der Umgebung von Mendrisio über ein Büro für die Supply Chain und drei Produktionseinheiten, in denen maßgeschneiderte Anzüge sowie die Konfektionen für Gucci, Yves Saint Laurent und Tom Ford hergestellt werden.


Produktionsstandort von Zegna in Mendrisio. Bild: Sakis Lalas



Doch abgesehen von Zegna, das hauptsächlich mit hochspezialisierten italienischen Fachkräften arbeitet, haben nur wenige Modemarken heute noch aktive Produktionseinheiten im Tessin. „Sie verlagern in erster Linie die Bereiche Logistik, Finanzmanagement, Sales, Verwaltung, Qualitätskontrolle usw. hierher“, so Franco Cavadini. Er träumt davon, zwischen der Lombardei und dem Tessin ein richtiges Modezentrum herzustellen.

In der Schweiz profitieren ausländische Unternehmen von zahlreichen Vorzügen und an erster Stelle natürlich von einer weit vorteilhafteren Steuerbelastung als in Italien. „Sie liegt ungefähr bei 25 %, die MwSt. bei 8 %“, führt Cavadini fort. „Ein besonderes Zolllagerverfahren ermöglicht es außerdem, Produkte aus aller Welt ohne Steuerbelastung zu befördern, und die Zollformalitäten werden auf das Minimum reduziert. Ganz allgemein verlieren die Unternehmen bei uns nicht viel Zeit mit der Bürokratie. Alles ist vereinfacht und das sehr flexible Arbeitsrecht ist besonders vorteilhaft für Unternehmer.“


Die Tessiner Hugo Boss-Niederlassung. Bild: Sakis Lalas



Schließlich wird auch der sprachliche Aspekt in den Vordergrund gerückt. Für die Italiener ist die italienischsprachige Region interessant und auch die Möglichkeit, problemlos viersprachige Mitarbeiter zu finden, wird sehr geschätzt. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Schweiz somit für die Marken in einen schlagkräftigen Dienstleistungsanbieter verwandelt. Entwicklung, Versand, Marketing, Rechnungen, Kataloge, „Customer Services“… hier wird nicht nur die Produktion, sondern die ganze Wertschöpfungskette gefördert“, bringt es Stefano Rizzi, Vorsteher des Tessiner Wirtschaftsdepartements, auf den Punkt.

„In der Schweiz herrscht eindeutig auf allen Ebenen mehr Effizienz. Auf der Achse zwischen Mailand und Deutschland gelegen, bietet das Tessin eine optimale strategische Ausrichtung für den Versand von Produkten nach Italien und Europa. Das Land stützt sich zudem auch auf seine politische Stabilität, die für ausländische Unternehmen für die Auslagerung in die Region eine wichtige Garantie darstellt“, analysiert ein junger Manager, der vor Ort für eine große italienische Marke arbeitet.

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