Der britische Online-Modehändler Farfetch beantragt Börsengang

Das britische Verkaufsportal für High-End-Mode und Luxus hat einen Antrag auf einen Börsengang an der New Yorker Börse gestellt. Anzahl und Wert der Aktien wurden noch nicht festgelegt.

José Neves, Gründer und Leiter des Portals - Farfetch

Diese Nachricht kommt alles andere als überraschend. Das von José Neves verwaltete Portal hatte im März über die Wahl der Banken JPMorgan und Goldman Sachs berichtet, um die Grundlagen für diese künftige Operation zu schaffen. Analysten rechneten mit einer möglichen Bewertung des Unternehmens von rund vier Milliarden Pfund (4,5 Milliarden Euro).

Im ersten Halbjahr 2018 konnte Farfetch einen Umsatz von 268 Millionen Dollar verzeichnen, dieser lag deutlich über dem des Vorjahreszeitraums von 173 Millionen Dollar. Dies ist jedoch nicht der einzige Anstieg, auch die halbjährlichen Verluste vor Steuern stiegen in einem Jahr von 30 Millionen Dollar auf 68 Millionen Dollar.

In den vergangenen Monaten hat das Portal seine Initiativen vervielfacht und die Entwicklung vorangetrieben – von der Lancierung einer Plattform für Uhren und Schmuck über die Akquisition des chinesischen Social-Marketing-Spezialisten CuriosityChina, bis hin zur Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der Chalhoub Gruppe für den Nahen Osten.

Zudem hat Farfetch eine Partnerschaft mit dem französischen Chanel sowie mit dem britischen Burberry initiiert. Darüber hinaus hat Harvey Nichols das Unternehmen mit der Belebung seines Online-Verkaufs betraut und auch Fendi hat sich beim Online-Verkauf seiner Sonderanfertigungen für Farfetch entschieden.

Farfetch bietet derzeit insgesamt 3.200 Marken an. Das Portal zählt mittlerweile rund 935.000 aktive Nutzer, das sind 40 % mehr als im Vorjahr. Seit einem Jahr zählt die Seite den chinesischen Online-Vertriebsriesen JD.com zu ihren Hauptaktionären.

Übersetzt von Felicia Enderes

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