Der neue CEO von J.Crew wirft überraschend das Handtuch

J.Crew kommt nicht zur Ruhe. Nach nur 17 Monaten an der Spitze des Unternehmens, das immer noch in großen Schwierigkeiten steckt, geht General Manager Jim Brett von Bord, teilte das amerikanische Modeunternehmen am Samstag mit. Dessen Ausscheiden kommt so überraschend, dass bisher noch kein Nachfolger angekündigt wurde. Seine Aufgaben werden vorerst von vier internen Managern übernommen.

J.Crew

Jim Brett arbeitete bei West Elm, JCPenney, May Company, Anthropology und Urban Outfitters, bevor er im Juni 2017 seine Stelle bei J.Crew antrat. Seitdem leitete er den Turnaround des Unternehmens, das im letzten Quartal erstmals seit vier Jahren wieder einen Umsatzanstieg verzeichnen konnte.

Dennoch stellt seine erste Stellungnahme einen klaren Konflikt mit dem Verwaltungsrat über die Strategie dar. "Um den ikonischen Status von J.Crew wiederherzustellen, war es notwendig, die Marke neu zu erfinden, um das heutige Amerika mit einer breiteren und umfassenderen Positionierung widerzuspiegeln. Aber trotz eines kürzlich erfolgten Relaunchs der Marke, der bereits positive Ergebnisse zeigt, konnten der Vorstand und ich keine gemeinsame Basis für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens finden", sagte Jim Brett.

Bis ein Ersatz für Jim Brett gefunden wurde, wird ein Team von vier Managern – COO Michael Nicholson, Chief Experience Officer Adam Brotman, Chief Administrative Officer Lynda Markoe und Madewell President Libby Wadle – den CEO zwischenzeitlich ersetzen.

Der nächste Kandidat für die Stelle wird vor einer großen Herausforderung stehen. Jim Brett hat es geschafft, das Image der Marke nach katastrophalen Jahren unter der Leitung von CEO Mickey Drexler und Creative Director Jenna Lyons wiederherzustellen, indem er die Preise senkte, das Größenangebot erweiterte und mit dem Verkauf der preisgünstigeren Mercantile-Linie auf Amazon begann. Aber die Firma ist noch nicht über den Berg.

Während J. Crew – das Aushängeschild der Gruppe – im letzten Quartal auf vergleichbarer Basis wieder zulegen konnte, bleibt der Anstieg moderat und erfolgt nach mehreren Jahren des freien Falls. Die Marke Madewell wiederum entwickelte sich gut und ermöglichte es der Gruppe, im ersten Halbjahr 2018 wieder zu wachsen.

Übersetzt von Felicia Enderes

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