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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
08.10.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Desigual: Mitarbeiter sagen Ja zur 4-Tage-Woche

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
08.10.2021

Die Abstimmung am Donnerstag, den 7. Oktober, markiert den Beginn eines neuen Arbeitsmodells im Hauptsitz von Desigual in Barcelona. Nachdem das Modeunternehmen seinen Plan zur Einführung einer Arbeitswoche von Montag bis Donnerstag bekannt gegeben hatte, haben die Beschäftigten des von Thomas Meyer gegründeten Unternehmens die Initiative in einer demokratischen Abstimmung gebilligt.

Das Innere des Desigual-Hauptsitzes in Barcelona - Desigual


Bei einer Wahlbeteiligung von 98 % der rund 500 Beschäftigten am Hauptsitz des Unternehmens wurde der Vorschlag der Unternehmensleitung mit 86 % Ja-Stimmen angenommen. Für diese Entscheidung hatte sich das Unternehmen eine Zustimmung von mehr als zwei Dritteln der Stimmberechtigten zum Ziel gesetzt.

Seit Freitag, dem 8. Oktober, haben die Mitarbeiter von Desigual (mit Ausnahme der Verkaufs- und Betriebsteams) eine Vier-Tage-Woche, wobei drei Tage vor Ort und ein Tag im Homeoffice verbracht werden können. Wie der Geschäftsführer des Unternehmens, Alberto Ojinaga, bereits bei der Vorstellung des Projekts im September erläutert hatte, wird die Umsetzung dieser Maßnahme zur Förderung der Work-Life-Balance eine Gehaltskürzung um 6,5 % und eine Verringerung der Arbeitszeit von 39,5 auf 34 Stunden pro Woche mit sich bringen.

Um die Transparenz der Abstimmung zu gewährleisten, fand sie am Hauptsitz des Unternehmens statt und die Stimmen wurden live ausgezählt. Diese Arbeit sowie die Verwaltung und Organisation des Prozesses wurden von einem Team von 10 Vertretern durchgeführt, die von den Mitarbeitern von Desigual selbst ausgewählt wurden.

"Die neue Arbeitswoche wird einen Anpassungsprozess und Anstrengungen von allen erfordern, aber wenn uns die Pandemie etwas gezeigt hat, dann, dass wir unsere Arbeit und unsere Teams anders organisieren und weiterhin effizient sein können, indem wir den wirklich wichtigen Dingen Priorität einräumen", kommentierte Alberto Ojinaga und betonte, dass die Initiative das Unternehmen attraktiver machen wird, um Fachkräfte zu halten und zu gewinnen. "Wir würden uns freuen, wenn die heutige Entscheidung der Desigual-Beschäftigten Schule machen und andere Unternehmen inspirieren würde", zeigte er sich optimistisch, was die Vorreiterrolle des Unternehmens angeht.

Die Personalchefin des Unternehmens, Coral Alcaraz, wies ihrerseits darauf hin, dass "dies ein historischer Tag für das Unternehmen war, und es war sehr erfreulich zu sehen, wie die Arbeitnehmer in den Informations- und Abstimmungsprozess einbezogen wurden und ein so bahnbrechendes und innovatives Engagement wie das von uns vorgeschlagene zugunsten der Flexibilität und der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu schätzen wussten".

Das 1984 von Thomas Meyer gegründete Unternehmen mit Sitz in Barcelona litt unter den Auswirkungen der Pandemie und schloss das Geschäftsjahr 2020 mit roten Zahlen ab. Der Umsatz sank um 38,8 % auf 360 Millionen Euro. Nach den jüngsten Prognosen wird das katalanische Modeunternehmen im Jahr 2021 wieder schwarze Zahlen schreiben. Die Marke beschäftigt derzeit 2.700 Mitarbeiter und ist in 107 Ländern mit 438 Monomarken-Geschäften und 10 Vertriebskanälen vertreten.

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