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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
09.09.2021
Lesedauer
3 Minuten
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Desigual schlägt seinen Mitarbeitern die 4-Tage-Woche vor

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
09.09.2021

Weniger Arbeitstage und bessere Ergebnisse. Das ist es, was Desigual mit seiner neuesten Initiative beabsichtigt: eine 4-Tage-Woche für die Beschäftigten am Hauptsitz in Barcelona, mit drei Tagen Präsenzarbeit und einem Tag Homeoffice – wenn sie den Vorschlag des Unternehmens am 7. Oktober annehmen. Wenn 66 % der Mitarbeiter für die Änderung stimmen, wird das von Thomas Meyer gegründete Unternehmen zu einem der Vorreiter der Branche bei der Umsetzung neuer Arbeitsmodelle zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.


Der Hauptsitz von Desigual in Barcelona - Desigual



Die Pandemie hat den Wandel des Sektors beschleunigt und neue Trends hervorgebracht, aus denen Desigual lernen und gestärkt hervorgehen will. "Covid-19 hat uns gelehrt, effizienter zu sein, Prioritäten zu setzen und hat uns gezeigt, dass die Möglichkeit des Homeoffiice viel unkomplizierter ist, als wir dachten", versichert der Geschäftsführer des Unternehmens, Alberto Ojinaga, gegenüber FashionNetwork.com. Diese günstigen Bedingungen für die Weiterentwicklung etablierter Arbeitsmethoden, die auch mit der beginnenden Debatte in der spanischen Gesellschaft über die so genannte "4-Tage-Woche" zusammenfallen, haben Desigual veranlasst, den Sprung zu wagen.

"Wir waren schon immer ein innovatives, optimistisches und disruptives Unternehmen. Deshalb ist unsere Idee, einen Schritt weiter zu gehen als eine einfache Homeoffice-Lösung. Es ist eine Entwicklung, die mit unserer Unternehmenskultur verbunden ist. Wir wollen, dass Desigual der beste Arbeitsplatz ist", sagt er mit Überzeugung und fügt hinzu, dass er sich wünscht, dass sich die Mitarbeiter "beruflich weiterentwickeln können, indem sie mehr Spaß an ihrer Arbeit haben und diese mit ihrem Privatleben besser vereinbaren können".

Zu diesem Zweck hat das katalanische Unternehmen ein bahnbrechendes Organisationsmodell für seinen Hauptsitz am Strand von Barceloneta vorgelegt, von dem insgesamt 502 Beschäftigte (mit Ausnahme der Verkaufs- und Betriebsteams) betroffen sein werden. Ein flexibler Vorschlag, der darin besteht, von Montag bis Donnerstag zu arbeiten, mit der Möglichkeit eines wöchentlichen Homeoffice-Tages und einem freien Freitag. Die Umsetzung der Initiative, die Thomas Meyer am Mittwoch, den 8. September, dem Personal vorstellte, würde eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um 5 Stunden (von 39,5 auf 34,5 Stunden) und eine damit einhergehende Gehaltskürzung (13 %) bedeuten. Das Unternehmen hat sich jedoch verpflichtet, 50 % dieses "Ausfalls" zu übernehmen, so dass die Löhne der Beschäftigten letztendlich um 6,5 % gekürzt würden. Nach einem Pilotversuch und einer Analyse in den nächsten drei Wochen wird die Initiative für gültig erklärt, wenn sie bei der Abstimmung am 7. Oktober von mehr als zwei Dritteln der Arbeitnehmer unterstützt wird.


Alberto Ojinaga, Generaldirektor von Desigual - Desigual



"Wir wissen, dass es sich um einen sehr mutigen Vorschlag handelt, der zu Unsicherheiten führen kann", analysiert Chief People Officer Coral Alcaraz Montero, die in den letzten Monaten Kontakt mit Technologieunternehmen aufgenommen hat, die bereits ähnliche Arbeitszeitmodelle eingeführt haben. "Wir wollen ein Umfeld stärken, in dem Wohlbefinden und Gesundheit es uns ermöglichen, die Motivation unserer Mitarbeiter zu steigern und für neue Generationen attraktiv zu sein", fährt sie fort.

"Wir glauben, dass dieser Schritt uns wettbewerbsfähiger machen wird, indem wir die Talente, die wir im Unternehmen haben, halten und neue anziehen", fügt Ojinaga über die Bedeutung der Anpassungsfähigkeit von Unternehmen und die Notwendigkeit, "attraktiv" zu sein, hinzu. Dieses Projekt ist Teil eines globalen Plans zur Unternehmenskultur, der sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Gesundheit und Wohlbefinden, Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung und Desiguals "Fun Spirit" einsetzt.

"Die Präsenzarbeit wird weiterhin wichtig sein, weil sie den Austausch, die Kreativität und die Unternehmenskultur fördert", so der CEO über die Koexistenz der beiden Modelle. Nachdem das Unternehmen ein schwieriges Jahr 2020 mit roten Zahlen und einem Umsatzrückgang von 38,8 % auf 360 Millionen Euro abgeschlossen hat, zeichnet sich eine "Rückkehr zur Normalität" ab, mit erneut "positiven Ergebnissen" und einem innovativen Arbeitsmodell. "Letztendlich wollen wir, dass die Mitarbeiter zufriedener sind", betont Alberto Ojinaga, der nicht umhin kann, zuzugeben, dass er "besonders stolz" auf diesen Vorschlag ist.

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