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Veröffentlicht am
22.08.2020
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Deutsche Mode im Minus: Anzüge und Home-Office vertragen sich nicht

Von
DPA
Veröffentlicht am
22.08.2020

Die deutschen Modehersteller haben im ersten Halbjahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie massiv zu spüren bekommen. «Besonders hart trifft es die Hersteller der klassischen Business- und anlassbezogenen Bekleidung insbesondere im Herrenbereich», berichtete am Freitag in Köln der Präsident des deutschen Modeverbandes GermanFashion, Gerd Oliver Seidensticker.

Gerd Oliver Seidensticker sieht die deutschen Modehersteller in der Corona-Krise nach wie vor stark unter Druck. - GermanFashion


«Homeoffice und Anzug passen nicht zusammen und diese Käufe werden von den Verbrauchern einfach nicht nachgeholt», beschrieb Seidensticker am Freitag das Dilemma der Branche.

Insgesamt verzeichnete die deutsche Bekleidungsindustrie im ersten Halbjahr ein Umsatzminus von knapp 20 Prozent, wie GermanFashion gestützt auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtete. Auch der Export, der bisherige Erfolgstreiber der deutschen Modeunternehmen, sei um rund 10 Prozent eingebrochen. Es sei das erste Mal seit mindestens 30 Jahren, dass hier ein Minus zu verzeichnen sei, sagte GermanFashion-Hauptgeschäftsführer Thomas Lange.

Die größten Umsatzeinbußen waren mit einem Minus von 30 Prozent bei Exporten nach Großbritannien zu verzeichnen. Hier wirkte sich neben der Pandemie auch der Brexit aus. Das zweitstärkste Minus gab es mit 24 Prozent im Geschäft mit dem von der Pandemie besonders gebeutelten Spanien.

«Die Corona-Pandemie hat die Modebranche in eine tiefe Krise gestürzt. Viele unserer Unternehmen sind auf Hilfe vom Staat angewiesen - in einigen Fällen werden Insolvenzen nicht zu verhindern sein», fasste Seidensticker die Lage zusammen.
 

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