Die dänische Messe CIFF bestätigt ihre Ambitionen in Paris

Die CIFF wird im Januar in Paris präsent sein. Das bestätigte Kristian Andersen, Chef der dänischen Show, die einen wichtigen Akteur in der skandinavischen und europäischen Modeszene darstellt. Der Wunsch des CIFF-Teams, nach Paris zu kommen, war im vergangenen Winter bekannt gegeben worden und die Organisatoren planten eine erste Veranstaltung für diesen Juni.

Kristian W. Andersen - northmodern

Anlässlich der aktuellen Herrenmodenwoche organisierte die CIFF ein Dinner und einen Pariser Abend mit Marken, Einkäufern und Partnern. Es war auch eine Gelegenheit, die Umrisse des Pariser Projekts zu klären. "Wir werden keine riesige Messe auf die Beine stellen. Wir werden auf der Erfahrung des Northwind-Konzepts aufbauen, das vor einigen Jahren entwickelt wurde, um reisen zu können", erklärte Kristian Andersen. "Wir hatten es realisiert, um 90 Marken aus verschiedenen Segmenten bei Harvey Nichols zu präsentieren. Ich komme regelmäßig nach Paris und bin bei jeder Fashion Week dabei. Und ich denke, es ist Zeit, sich hier zu zeigen".

Das Ziel des CIFF-Teams sei es daher nicht, eine skandinavische Messe in Paris zu schaffen. Der Veranstalter beabsichtige, seine Community zu versammeln und zu beleben.

"Es gibt viele Showrooms und Orte, aber ich nehme mir die Zeit, einen geeigneten Platz zu finden, um zwischen 25 und 50 Designer auszustellen. Es wird sicherlich in Zusammenarbeit mit Showrooms geschehen, mit denen wir bereits kooperieren. Es ist ein Anfang. Es ist nicht geplant, eine Messe oder einen Showroom einzurichten. Es wird besondere Kreationen speziell für diesen Ort geben. Ich möchte nichts Starres und Festgefahrenes. Es gibt nur wenige Menschen, die gerne vier Tage am selben Ort bleiben", sagte der Leiter. "Wir kümmern uns auch um Hotels und Restaurants in Dänemark. Idealerweise möchten wir daher einen kreativen Ausstellungsraum mit einem Restaurant einrichten. Essen ist sehr wichtig in Frankreich, aber auch in Dänemark. Die Küche ist zudem sehr gesund und ich denke, das entspricht dem, was derzeit in der Mode rund um das Thema Nachhaltigkeit passiert".

Bei den Angeboten gehe es also nicht darum, die 2.000 in Kopenhagen vertretenen Marken zu etablieren. Die Auswahl basiert auf einem zielgerichteten Thema mit Profilen, die die Veranstaltung unterstreichen. "Es können Japaner, Dänen, Franzosen oder was auch immer sein. Zwischen Dänemark und Japan gibt es eine gute Stimmigkeit was Minimalismus anbelangt. Und für Paris wird es sicherlich eine Mischung aus Japan, Skandinavien und Italien sein. Wir möchten gerne ein paar französische und amerikanische Freunde einladen".

Andersen präzisierte, dass rund hundert Marken Interesse an dem Projekt gezeigt hätten, darunter etwa dreißig französische. Ziel sei es, zwei Treffen pro Jahr zu organisieren. Anschließend sei ein Projekt für Januar/Februar 2020 in London sowie eine Veranstaltung in den USA geplant.

Aber bevor es im Januar soweit ist, wird die CIFF ihre Sommerausgabe im August abhalten. Bei dieser wird Kopenhagen sich zu den Klängen afrikanischer Musik bewegen. Kristian Andersen, der mit Stavros Karelis aus London an diesem Projekt arbeitet, hatte eine Partnerschaft mit der nigerianischen Kunst-, Mode- und Musikplattform Homecoming Project bekannt gegeben – eine andere Art des Reisens.

Übersetzt von Felicia Enderes

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