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Die Galeries Lafayette-Gruppe übernimmt Mehrheitsbeteiligung des Juweliers Mauboussin

Von
AFP
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 12.07.2019
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Wie der Galeries Lafayette-Konzern am Donnerstag berichtete, unterzeichnete das Unternehmen ein Übereinkommen zur Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung des Juweliers Mauboussin. Ein weiterer Anteil liegt in der Hand des gegenwärtigen CEOs, gestützt vom Fonds Mirabaud Asset Management.


Alain Nemarq, CEO von Mauboussin wird bald Mitaktionär des Juweliers mit der Galeries Lafayette-Gruppe und Mirabaud Asset Management . - AFP


"Mit diesem Schritt stärkt die Galeries Lafayette-Gruppe ihre traditionelle Expertise in der Juwelier-Branche und begleitet eine neue Etappe in der Entwicklung von Mauboussin, in enger Zusammenarbeit mit Alain Némarq, der das Unternehmen weiterhin führen wird", erklärten die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung.

Das 1827 gegründete Familienunternehmen Mauboussin wurde 2002 vom Schweizer Unternehmer Dominique Frémont übernommen. Im selben Jahr wurde Alain Némarq CEO des Juweliers. Der 66-Jährige war bisher mit 15,7 Prozent am Kapital des Unternehmens beteiligt, Dominique Frémont besaß über seine Holding DPF die verbleibenden 84,3 Prozent.

Die Finalisierung der Transaktion unterliegt noch der Bewilligung durch die Wettbewerbsbehörde, wie die beiden Konzerne in ihrer Mitteilung betonen.

Im März hatte Alain Némarq bereits angekündigt, dass er mit der Holding, die das Luxushaus kontrollierte, exklusive Verhandlungen aufgenommen hatte, um die Gesamtheit der Anteile zu übernehmen. So habe er laut der Zeitung Le Figaro, die die Transaktion am Freitag aufdeckte, "schnell einen Partner gefunden".

Die Galeries Lafayette-Gruppe erzielte im Jahr 2018 einen Umsatz von EUR 4,5 Milliarden. Die Schmucksparte des Konzerns umfasst bereits Galeries Lafayette-Royal Quartz Paris, Louis Pion und Guérin Joaillerie (zusätzlich zu BHV, La Redoute, usw.). Der Fonds Mirabaud übernahm seinerseits vor Kurzem Anteile des Schuh-Filialisten Carel und der Marke Le Coq Sportif über eine neue Unternehmenseinheit für traditionelle Handwerksunternehmen.

Seit 2002 arbeitete Alain Némarq erfolgreich an der Umstrukturierung und am Relaunch von Mauboussin. Das Unternehmen erzielte 2018 EUR 75 Millionen Umsatz und verfügt über 75 Verkaufsstellen in Frankreich und in verschiedenen internationalen Metropolen.

Jährlich verkauft das Unternehmen 60.000 Schmuckstücke und etwas weniger als 25.000 Uhren. 2017 wurde darüber hinaus eine Kollektion für Haute Joaillerie eingeführt.

Vor vier Jahren stieß das Unternehmen einen Relokalisierungsprozess nach Frankreich und Europa an. Zu jenem Zeitpunkt wurden rund 30 Prozent der Produktion in China hergestellt, 25 Prozent in Indien und 20 Prozent in Thailand.

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