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Veröffentlicht am
22.11.2017
Lesedauer
2 Minuten
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Die italienische Mode- und Textilindustrie berappelt sich

Veröffentlicht am
22.11.2017

"Nach unseren ersten Schätzungen für 2017 wächst der gesamte italienische Textil- und Bekleidungssektor in allen Märkten", erklärte Claudio Marenzi, Präsident von Pitti Immagine, anlässlich der Präsentation des Messeprogramms der Pitti Uomo, "während sich das Konsumverhalten in Italien erholt, das zum ersten Mal mit + 1,3 Prozenteinen positiven Wert seit Jahren aufweist."

Fendi im September 2017, Mailand - © PixelFormula


Ein weiterer ermutigender Faktor für die Industrie Made in Italy: die Wiederaufnahme der Personaleinstellungen in der Bekleidungs- und Textilbranche nach Jahren auf Halbmast, mit einem Anstieg von 1,1 % im ersten Quartal von 2017, + 0,9 % im zweiten und + 0,3 % im dritten, nach Schätzungen von Sistema Moda Italia (SMI), einem Arbeitgeberverband, der die Unternehmen aus dem Sektor vertritt.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz des Sektors um 2,8 % gegenüber des Vergleichszeitraumes des Vorjahres (+ 1,3 % für Textilien, + 3,6 % für Bekleidung). Das zweite Quartal fiel mit einem Plus von 3,8 % (+ 1 % bei Textilien, + 6,7 % bei Bekleidung) noch dynamischer aus. Dagegen machte sich eine Stagnation im dritten Quartal bemerkbar, die bei + 0,4 % lag (- 1 % für Textilien, + 1,2 % für Bekleidung).

Wie üblich sorgten die Exporte zwischen Januar und Juli 2017 für ein Verkaufsplus mit + 2,4 % auf 17,9 Mrd. Euro. Die Strickwarenindustrie ist wieder auf dem Vormarsch an die Spitze mit einem Anstieg der Exporte um 7,5 % (+ 4,5 % bei Heimtextilien und + 3 % bei technischen Textilien).

Die Importe stiegen im gleichen Berichtszeitraum um 1,9 % auf 12,3 Milliarden Euro. Bei Eintreffen der Ware verzeichnete die Warenbilanz der italienischen Mode einen Überschuss von fast 5,6 Milliarden Euro dank zusätzlicher 183 Millionen Euro, im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2016.

Europa ist der wichtigste Absatzmarkt für die Made in Italy-Produkte mit 9,9 Milliarden Euro (+ 1,7 %), aber Asien holt auf (mit + 11,5 % für China, + 5 % für Korea). Im Einzelhandel ist Deutschland (mit einem Marktanteil von 10,2 % der stärkste europäische Abnehmer für italienische Mode) auf dem Vormarsch mit + 1 % im genannten Zeitraum.

Darauf folgt Frankreich mit einem Marktanteil von 9,5 %. Die italienischen Exporte nach Frankreich gingen zwischen Januar und Juli um 1,3 % zurück, während sie in Spanien um 5,7 % und in Russland um 13,4 % stiegen. Der Umsatz in den USA, dem zweitgrößten Markt nach Europa, ging um 0,6 % zurück.

Die italienische Modebranche kann es sich dennoch leisten, sich optimistisch zu zeigen, da die Exporte im August erneut stiegen (+ 1 % bei Textilien und + 4,4 % bei Bekleidung), nach Angaben des Nationalen Instituts für Statistik Istat in Italien.

"Unsere Branche macht mehr als 35 % der gesamten europäischen Modeproduktion aus. Italien ist für die Mode das, was Deutschland für die Autos ist", betonte Claudio Marenzi. Wie die Deutsche Bank in einer kürzlich veröffentlichten Studie ebenfalls hervorhob, sind 26 der 100 führenden Luxusmarken der Welt italienischer Herkunft und machen 16 % des Gesamtumsatzes aus.

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