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Veröffentlicht am
20.11.2013
Lesedauer
3 Minuten
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Die MAPIC auch international immer erfolgreicher

Veröffentlicht am
20.11.2013

Ungeachtet der Wirtschaftslage in Europa war die jüngste Ausgabe der internationalen Messe für Einzelhandelsimmobilien, MAPIC, die vom 13.-15. November im südfranzösischen Cannes stattfand, erfolgreich. Dieser Ansicht ist nicht nur Messechefin Nathalie Depetro, sondern auch zahlreiche Teilnehmer.

Die Messe war gut besucht.


Depetro erklärt sich den Erfolg so: „Die MAPIC ist eine stark international ausgerichtete Messe mit Teilnehmern aus 70 Ländern.“ Von den 8.300 Besuchern und Ausstellern stammten an dieser Ausgabe rund 2.500 aus Frankreich, je 1.000 aus Italien und Russland.

Menschen aus den verschiedensten Regionen der Welt waren anzutreffen: Aus China (insbesondere vertreten durch den chinesischen Immobilienriesen Wanda), Indien, Brasilien und in geringerem Ausmaß als noch vor wenigen Jahren dem Nahen Osten. Für Depetro scheint sich die Finanzkrise 2008, die auf die Besucherzahlen der MAPIC drückte, abzuschwächen. Sie betont das Ziel der Messe, die Leader aus der ganzen Welt anzuziehen. „Darauf wollen wir uns konzentrieren, und nicht auf die Umsetzung einer MAPIC in Asien, beispielsweise.“ (Die Veranstalterin Reed hat in Asien eine Version der Mipim eingeführt, die Mipim Asia.)

Natürlich ist die MAPIC, ähnlich wie die anderen Messen heutzutage, keine Veranstaltung, an der sich die Unternehmen definitiv für Projekte verpflichten. „Es werden vielmehr Hände geschüttelt“, unterstreicht der Präsident von Devred 1902, Philippe Barbry, zwischen zwei Ständen. Emmanuel Goffaux, Retailchef des italienischen Labels Liu Jo ergänzt: „Wir können auch gewisse Projekte weiterbringen“.

Die Messe bietet also in erster Linie einen fruchtbaren Austausch und die Möglichkeit, Erklärungen zu gewissen Projekten zu erhalten und über neue Trends zu diskutieren. So konnte der französische Konzern Auchan beispielsweise detailliert über sein umfangreiches Freizeit-, Hotel- und Einkaufsprojekt Europa City im Norden von Paris berichten, das Manche als utopisch bezeichnen. Auch Apsys erzählte stolz von der Eröffnung des Einkaufszentrums Beaugrenelle und gab Informationen zum einzigartigen neuen Projekt Vil’Up im Pariser Viertel La Villette.

Philippe Starck während seiner Konferenz.


Bereits im Vorfeld der Messe versuchte die Veranstalterin die neuen Trends aufzugreifen, um Konferenzen und Austauschmöglichkeiten zu diesen Themen zu ermöglichen. Seit letztem Jahr geschieht dies auch auf dem Digital Summit. Die Veranstaltung findet am Vortag der Messe-Eröffnung hinter verschlossenen Türen statt (mit fünfzig Gästen!). Dieses Jahr wurde jedoch an einer öffentlichen Konferenz eine Zusammenfassung gegeben. Angesprochen wurden so die ganze Online-Wirtschaft und deren mögliche Interaktionen mit den Einkaufszentren.

Auf dem Programm standen auch Konferenzen zur Architektur von Einkaufszentren mit Starredner Philippe Starck und die Entwicklung von Pop Up-Stores, den kurzlebigen Konzepten, die sowohl Hauptstädte als auch Einkaufszentren erobern.

„Es gibt keinen Zweifel, dass die Einkaufszentren zu einem Lebensort geworden sind, sie sind nicht nur ein Ort zum Einkaufen, sondern haben eine soziale Funktion, insbesondere in den Schwellenländern. Die MAPIC kann diesen Umstand so berücksichtigen“, erklärt Depetro.

Einziger Wermutstropfen ist für einige Teilnehmer, wie beispielsweise Franck Valet der SCC Vendôme, die Tatsache, dass die Messe keine Fachteilnehmer aus der Luxusindustrie anzieht. „Sie sind bereits zahlreicher vertreten als früher“, betont ihrerseits die Messechefin und erklärt: „Die Luxus-Immobilienbranche will ihren exklusiven Aspekt bewahren. Es handelt sich um einen speziellen Markt, auch wenn Luxusmarken in den Schwellenländern in den Einkaufszentren sehr präsent sind!“.

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