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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
19.12.2019
Lesedauer
2 Minuten
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Die Marke Sonia Rykiel geht an zwei Mitbegründer von Showroomprivé

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
19.12.2019

Es ist das jüngste Kapitel in der aufregenden Liquidations-Story von Sonia Rykiel, die seit vergangenem Frühling andauert. Das 1968 von der Designerin Sonia Rykiel gegründete Label musste im Sommer liquidiert werden, da kein Investor zur Übernahme des Unternehmens bereit war. Zum Jahresende finden nun die letzten Überbleibsel von Sonia Rykiel – die Markenrechte – einen Abnehmer: Eric und Michael Dayan.


Sonia Rykiel Frühjahr/Sommer 2019, die letzte Kollektion vor der Liquidierung im Juli 2019 - Sonia Rykiel


Die beiden Geschäftsmänner haben 2006 mit ihrem Bruder David Dayan und mit Thierry Petit das Portal Showroomprivé gegründet. Vor zwei Jahren verließen Eric und Michael Dayan die betrieblichen Aspekte des Geschäfts, blieben dem Unternehmen jedoch als Aktionäre mit nicht unbedeutenden Geschäftsanteilen treu. Sie begleiteten seither mehrere Modemarken in strategischen Fragen, insbesondere mit Blick auf ihre digitale Präsenz.

Das Gericht wählte das Übernahmeangebot der beiden Brüder aus rund 20 eingereichten Angeboten aus.

"Die Übernahme reiht sich nahtlos in ihren unternehmerischen Weg ein", so das Gericht nach der Urteilsverkündung. Eric und Michael Dayan erwerben so die Rechte an der Marke und den Archiven des Modehauses.

Ihr Ziel ist es, das Modehaus noch in diesem Jahr neu zu starten, sowohl in Frankreich wie auch im Ausland. Die genaue Form dieses Relaunches wurde bislang jedoch noch nicht bekanntgegeben.

Die neuen Markeninhaber freuen sich aber, dass "das Modehaus und das Erbe von Sonia Rykiel französisch bleiben" – oder vielmehr, wieder französisch werden. Denn der von Jean-Marc Loubier geführte ehemalige Inhaber First Heritage Brands, der Anfang 2019 das Handtuch warf, wurde mehrheitlich vom Hongkonger Konzern Li & Fung und dem singapurischen Temasek-Fonds kontrolliert.

Eric Dayan arbeitete vor der Gründung von Showroomprivé für den Restpostenhändler FranceExport. Bei Showroomprivé überblickte er die BtoB-Tätigkeit. Michael Dayan befasste sich mit den wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten. Mit Sonia Rykiel verfolgen sie nun ein neues Ziel: Ihre "finanzielle Stabilität und Erfahrung in diesem Bereich" sollen als "Garanten für die weitere Entwicklung und den erfolgreichen Relaunch" der Marke dienen.

In den vergangenen Jahren schrumpfte der Umsatz des Modehauses unaufhaltsam bis er 2018 nur noch EUR 35 Millionen betrug – und mit den angehäuften Verlusten fast gleichauflag. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Frühling vergeben nach einem Investor zur Übernahme der Marke gesucht hatte, wurden die 131 Angestellten des Modehauses und die sechs in Eigenverwaltung geführten Läden im Sommer liquidiert.

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