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Die Pariser Fashion Week erweitert ihren Horizont

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
23.02.2020
Lesedauer
5 Minuten
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Nach New York, London und Mailand schließt Paris den Marathon der Womenswear-Kollektionen für Herbst/Winter 2020/21 in einem insbesondere durch die Coronavirus-Epidemie erschütterten Umfeld ab. Diese sorgte auch am vergangenen Wochenende in Mailand für Panik und veranlasste Giorgio Armani und Laura Biagiotti dazu, eine Modenschau ohne Publikum zu veranstalten. Die Modewoche, die diesen Montag beginnt, verspricht mit 70 Shows – verglichen mit 75 in der letzten Saison – und 26 Präsentationen spannend zu werden.


Die "Dries Van Noten x Christian Lacroix"-Show im vergangenen September - © PixelFormula


Alle großen Namen des französischen Luxus – von Chanel, Dior und  Saint Laurent, bis hin zu Lanvin, Margiela, Balenciaga, Hermès, Givenchy und Louis Vuitton – werden vom 24. Februar bis zum 3. März anwesend sein. Zu diesem Anlass werden über 5.000 Besucher erwartet, die sich über die Trends und Neuheiten für den nächsten Winter informieren wollen.
 
Neben den großen Modehäusern sollten auch die jüngeren, inzwischen etablierten Marken, die Paris neuen Schwung verliehen haben, glänzen – man denke an Off-White, Koché, Marine Serre, Lemaire usw. Hinzu kommen wie in jeder Saison eine Vielzahl japanischer Marke, die ihre Kollektionen in Paris präsentieren werden (Mame Kurogouchi, Anrealage, Issey Miyake, Yohji Yamamoto, Junya Watanabe, Comme des Garçons, Sacai, Beautiful People, Junko Shimada).

Dieser japanischen Community tritt in dieser Saison ein neuer prestigeträchtiger Name bei – Noir von Kei Ninomiya, eine weitere Marke aus der "Comme des Garçons"-Schule. Der japanische Designer, der einen Abschluss in französischer Literatur besitzt, besuchte die Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen, bevor er alles aufgab, um 2008 zu Rei Kawakubo zu wechseln, für den er als Modellmacher arbeitete, bevor er 2012 unter seiner Ägide die Kollektion Noir auf den Markt brachte. Der für seine skulpturalen und handwerklichen Konstruktionen, seine Materialarbeiten und den Einsatz von Wiederholungseffekten bekannte Designer wird am Samstag, dem 29. Februar, zum ersten Mal im offiziellen Pariser Programm auf dem Laufsteg stehen.
 
Im Bestreben, ihren Horizont zu erweitern, räumt die Fashion Week auch der afrikanischen Mode einen Ehrenplatz ein, indem sie den nigerianischen Modedesigner Kenneth Izedonmwen am Eröffnungstag willkommen heißt, der diesen Montag sein Label Kenneth Ize präsentieren wird. Er war einer der acht Finalisten für den LVMH-Preis 2019, seine Kollektion wird ebenfalls im Sphere-Showroom präsentiert. Der ursprünglich aus Lagos stammende Designer wuchs in Wien auf und schloss dort sein Studium an der Universität für angewandte Kunst ab, bevor er nach Nigeria zurückkehrte, wo er 2016 seine Marke gründete. Seine farbenfrohe und unstrukturierte Mode verbindet lokale Handwerkskunst mit einer zeitgenössischen Vision.

Afrika wird diese Woche auch durch die Präsentation der Kollektion des Südafrikaners Thebe Magugu, Gewinner des LVMH-Preises 2019,  vertreten sein, der ebenfalls im Sphere-Showroom ausstellt. Darüber hinaus zeigt der Nigerianer Idris Balogun die erste "Off"-Modenschau seiner Marke Winnie am 25. Februar. Der in New York geborene Designer wuchs in London auf und arbeitete für Burberry und Tom Ford, bevor er sich 2018 selbstständig machte.


Noir von Kei Ninomiya tritt dem Pariser Kalender bei - PixelFormula


Was die französischen Labels betrifft, so wird das Hauptaugenmerk auf der Show von Coperni liegen, der Marke, die Sébastien Meyer und Arnaud Vaillant im vergangenen Jahr erfolgreich relauncht haben. Nach zwei Saisons mit Präsentation werden sie am Dienstag, dem 25. Februar, auf dem Laufsteg stehen. Eine Premiere für das Duo, das mit seinem Label noch nie eine Runway Show insziniert hat, nicht einmal während seiner aktiven Anfangsphase zwischen 2013 und 2015.

Der andere Name, den es zu entdecken gilt, ist Gauchere, der am Dienstag, dem 3. März, zum ersten Mal im offiziellen Kalender der Pariser Modewoche auftaucht. Diese Pariser Prêt-à-porter-Marke wurde von der in Düsseldorf aufgewachsenen Deutschen Marie-Christine Statz gegründet. Die Absolventin der Parsons School of Design in New York, die anschließend die Pariser Chambre Syndicale de la Couture Parisienne durchlief, lernte bei Narcisco Rodriguez und Diane von Furstenberg, bevor sie 2013 ihre eigene Marke lancierte, die sich durch einen minimalistischen Stil auszeichnet.

Ein weiterer lang ersehnter Moment ist die Show von Kenzo am Mittwoch, den 26. Februar, das mit seinem neuen künstlerischen Leiter, Felipe Oliveira Baptista, auf die Lauftege zurückkehrt. Bei dieser Gelegenheit wird er seine erste Kollektion für das Haus enthüllen. Erwähnenswert ist auch die Rückkehr von Valentin Yudashkin, der am 3. März auf dem Pariser Laufsteg stehen wird, nachdem er zwei Saisons lang abwesend war.

Diese vier neuen Namen und zwei Comebacks kompensieren teilweise die elf in dieser Saison verzeichneten Ausfälle, von denen vier aufgrund des Coronavirus nicht teilnehmen können. Lieferschwierigkeiten und andere Probleme, die durch die Behinderung eines Großteils der wirtschaftlichen Aktivitäten in China verursacht wurden, zwangen sechs chinesische Marken, ihre Shows abzusagen, darunter Masha Ma, Shiatzy Chen, Uma Wang und Jarel Zhan, die bereits im Runway-Programm vorgesehen waren. Einige, wie z.B. Uma Wang, werden ihre Kollektionen jedoch in Showrooms präsentieren.

Die FHCM (Fédération de la Haute Couture et de la Mode) wird in ihren sozialen und digitalen Netzwerken einen speziellen Service für Designer einrichten, die nicht an den Modeschauen oder Präsentationen teilnehmen können. Für diejenigen aus Asien, die nicht dabei sein können, hat der Verband geplant "in sozialen Netzwerken, einschließlich Weibo und Douyin, die Shows und Präsentationen der Modehäuser des offiziellen Kalenders zu übertragen", wie es auch bei der Mailänder Woche der Fall war.

Rahul Mishra seinerseits hat eine Präsentation anstelle einer Show geplant, da er nun im Rahmen der Haute Couture auftritt. Courrèges setzt aus, da seine künstlerische Leiterin Yolanda Zobel die Marke nach drei Saisons verlassen hat und es bisher keinen Nachfolger gibt.

Manish Arora hat sich für ein anderes Format entschieden. "Wir haben beschlossen, ein Video und ein Shooting mit der neuen Kollektion zu machen, das am 27. Februar per E-Mail verbreitet wird. Es ist eine andere Art, sich auszudrücken. Es ist aufregender als die Kleider in fünf Minuten zu zeigen, ohne dass das Publikum Zeit hat, sie richtig zu sehen", sagte der indische Designer gegenüber FashionNetwork.com und versprach, im kommenden September mit "einer echten Show-Performance" in den Kalender zurückzukehren.


Die Marke Kenneth Ize gibt am Montag in Paris ihr Debüt - ph Rakuten Fashion Week Tokyo


Andere Abwesende in dieser Saison sind Afterhomework, Cédric Charlier und die Londoner Underground-Marke des chinesischen Designers Yang Li. Der koreanische Moon Young Hee, der seit einigen Jahren nicht mehr auf dem Kalender steht, wird weiterhin am Rande des offiziellen Programms defilieren. Aalto, das Label des Finnen Tuomas Merikoski, das sich im vergangenen September zurückgezogen hatte, kehrt auch in dieser Saison nicht zurück.
 
Dennoch wird die Pariser Woche nicht weniger intensiv sein – mit zahlreichen Parallelveranstaltungen, einer Vielzahl von Präsentationen und fast zwanzig Shows, die am Rande des offiziellen Programms stattfinden. Weitere Höhepunkte, um nur einige zu nennen, sind u.a. der Relaunch von Hervé L. Leroux, Guy Laroches Laufsteg-Show, die eine noch nie dagewesene Performance verspricht, und die Vorführung des Dokumentarfilms "Colette Mon Amour", der die Aktivitäten des berühmten Pariser Concept-Stores in den letzten sechs Monaten nachzeichnet.

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