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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
07.07.2020
Lesedauer
4 Minuten
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Dior präsentiert neues Théâtre de la Mode in einem surrealen Kurzfilm

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
07.07.2020

Maria Grazia Chiuri enthüllte am Montagnachmittag ihre neueste Haute-Couture-Kollektion für Christian Dior in einem bemerkenswert schönen Film, der sich problemlos in die großen Klassiker des surrealistischen Kinos einreihen ließe.


Diors Herbst/Winter 2020-2021 Haute Couture Show - Dior


Der Film, der inmitten antiker Ruinen rund um Rom unter der Regie von Matteo Garrone gedreht wurde, zeigt eine Reihe von Nymphen, Meerjungfrauen, Faunen und mythologischen Kreaturen in einem elegischen Garten und bezieht sich auf das "Théâtre de la Mode". Am Ende des Zweiten Weltkriegs schufen französische Couturiers Miniaturkreationen an kleinen Modellen und schickten sie dann durch Europa und die Vereinigten Staaten, um die Modeindustrie wiederzubeleben.
 
Im Film von Matteo Garrone wird die Träumerei dieser schönen Waldgeschöpfe durch zwei Hotelportiers gestört, die eine riesige Truhe tragen, deren Design an den Flagship-Store des Modehauses in der Avenue Montaigne angelehnt ist. Sofort fasziniert unterbrechen die Nymphen, die halbnackt unter einer antiken römischen Brücke schwimmen, ihr Spiel, um in dem Koffer eine Reihe von Miniatur-Couture-Kleidern zu entdecken.
 
Diese Kollektion ist eine von 33, die im offiziellen Kalender der Haute-Couture-Woche aufgeführt sind. Obwohl dies der erste Tag einer einzigartigen Haute Couture Fashion Week – die vollständig digital stattfindet – ist, könnte sich Diors Werk als Höhepunkt der gesamten Veranstaltung erweisen.
 
Die erste Aufnahme zeigt die Näherinnen – traditionell "petit mains" genannt – die in Diors berühmtem Atelier in Paris an der Kollektion feilen. Sie bearbeiten den Saum eines Satinkleides mit einer winzigen Nadel oder drapieren ein Plissee-Kleid an einer der kleinen Puppen.


Einer der Looks aus Diors Herbst/Winter 2020-2021 Haute Couture Collection - Dior - Dior


Der zehnminütige Film mit dem Titel "Le Mythe Dior" beschreibt die Verliebtheit dieser charmanten Feen in diese außergewöhnlichen Kleider. So wagt sich beispielsweise eine Gottheit aus ihrer gigantischen Muschel heraus, um ein antik inspiriertes Plisseekleid zu bestellen. In der nächsten Aufnahme nimmt einer der Portiers die Maße der Nymphe; all dies zu einem traumhaften Soundtrack von Paolo Buonvino.

"Während des Zweiten Weltkriegs schlossen sich französische Künstler und Couturiers zusammen, um dieses kleine Theater der Mode zu schaffen – Mini-Puppen und ihre Kostüme, die in die ganze Welt verschickt werden sollten. Ich wollte dieses Konzept, diese Form der Eitelkeit, umwandeln und auf unsere Zeit übertragen", erklärt Maria Grazia Chiuri.

Die Designerin wurde auch von den "großartig inspirierenden Figuren" der surrealistischen Bewegung beeinflusst: Frauen wie Lee Miller, Dora Maar, Dorothea Tanning, Leonora Carrington und Jacqueline Lamba. Wahre Musen auf ihren Gebieten.

"Die Idee war nicht, den Eindruck einer klassischen Show zu erwecken, sondern vielmehr eine Geschichte zu erzählen. Für mich geht es darum, das Wesen Roms einzufangen. Und ich liebe das handwerkliche Können, mit dem Matteo Garrone seine Filme realisiert – dieselbe Herangehensweise, die ich auch bei der Mode anwende", fügte sie hinzu.

Die Kollektion von Miniaturkleidern ist so verlockend, dass sogar ein paar Waldgeister, die sich leidenschaftlich in einem Baum küssen, ihre Umarmung aufgeben, damit die Dame ein schwarzes Kleid aus Spitzennetz wählen kann. Die Kleider sind so elegant, dass sie sogar eine Steinstatue erwecken, die sehnsüchtig ein Etuikleid berührt. Sowohl die Muschelfrau als auch die antike Gottheit erinnern beide mit ihrem silbernen Haar an Maria Grazia Chiuri.

Man muss sich nicht für Mode interessieren, um sich in diesen Film zu verlieben. Nach den dunklen Tagen des Lockdowns fühlte er sich wie ein großzügiges Geschenk von Dior an die Welt an. Als wolle er uns daran erinnern, wie wichtig es ist, ein wenig Phantasie in unser Leben zu bringen.

Die in Rom geborene Maria Grazia Chiuri verbrachte den Lockdown in ihrer Heimatstadt: Dort entwarf sie die Kollektion und drehte diesen Film mit Matteo Garrone. Letzterer ist vor allem für seinen Film "Dogman" bekannt, eine düstere Geschichte über eine zwielichtige Unterwelt des Drogenhandels, die 2018 in Cannes die Goldene Palme gewann... Lichtjahre von "Le Mythe Dior" entfernt.
 
Wo Dogman die tieferen Abgründe des postindustriellen Italiens porträtierte, fängt Garrones Arbeit für Dior jene einzigartige Qualität italienischer Filmemacher ein, die halluzinatorische Fantasien hervorruft – ein Sommernachtstraum im Albanergebirge. Es schien passend, dass Dior diesen außergewöhnlichen Film ausgerechnet an dem Tag enthüllte, an dem Italien einen weiteren großen Römer – Ennio Morricone, den wichtigsten Komponisten des italienischen Kinos – verlor.

Nur Narziss, der den Blick nicht von seinem eigenen Spiegelbild im Fluss abwenden kann, interessiert sich nicht für die Kleidung, die an ihm vorbeigetragen wird. Ein geschickter feministischer Kommentar zur männlichen Eitelkeit.

Bei einem Spaziergang durch einen Bambuswald bewundert eine rothaarige Muse ein ausgestelltes, schwarzes, plissiertes Seidenkleid. Sie dreht sich um, um bei ihrem Pan um Zustimmung zu bitten, das Stück bestellen zu dürfen. Ein Kauf, den sie dann feiert, indem sie in einem Bach tanzt, erleuchtet von einem Strahl, der die Bäume durchdringt – ein Bild von seltener Finesse und ein Beispiel für die brillante Kameraführung von Nicolaj Bruel.

"Wir wollten eine Kollektion schaffen, die das Couture-Savoir-faire und das Erbe von Dior respektiert. Edle Linien und spezielle Seidenplissees, die das Volumen erhalten. Für die Miniaturmodelle wollten wir komplette Outfits von Kopf bis Fuß entwerfen", betont Maria Grazia Chiuri.

Am Ende des Films hatte sogar die Meerjungfrau ein steinfarbenes Kleid ausgewählt, in dem sie in den Albaner Bergen durch einen moosbewachsenen Fluss schwimmt, während an der Oberfläche die Nymphen das lange blonde venezianische Haar ihrer Anführerin flechten, die nun ein goldenes Satinkleid trägt.

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