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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
28.09.2021
Lesedauer
4 Minuten
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Dior: Sportlicher Fashion-Feminismus mit 60er-Jahre-Touch

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
28.09.2021

Maria Grazia Chiuri hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre feministische Mode neu zu erfinden. Für das nächste Frühjahr präsentierte sie am Dienstag, dem ersten regulären Tag der neuntägigen Pariser Modewoche, eine extrem sportliche, hypergrafische Dior-Kollektion.


Dior Frühjahr/Sommer 2022 - Photo: Courtesy of Dior


 
Die Show fand vor 1.200 Zuschauern in einem speziell angefertigten Zelt statt, das auf dem achteckigen Hauptbecken der Tuilerien errichtet wurde.
 
Wie schon bei mehreren anderen Schauen in der jüngeren Vergangenheit bezog sich Chiuri auf das Rom ihrer Jugend, wo sich Künstler und Designer im legendären Piper Club trafen, einem römischen Partytempel, der sowohl physisch als auch historisch direkt hinter dem Dolce Vita der 1950er Jahre und seiner Hauptstraße, der Via Veneto, liegt.

Chiuri erinnerte auch an den Namen Marc Bohan, den Dior-Designer, auf den sie – abgesehen vom Gründer – am häufigsten Bezug nimmt. Sie griff auf Bohans Slim Look-Kollektion von 1961 zurück, wenn auch auf eine ganz neue Art und Weise.
 
Die Redakteure, die die Show verließen, erwähnten jedoch auch die Namen Cardin, Courreges und Mary Quant – was die grundsätzlich optimistische Stimmung in dieser Dior-Kollektion widerspiegelt. Obwohl die Silhouette sehr streng wirkten, waren die Verzierungen üppig.
 
Die Hälfte der Dior-Kollektion hatte zudem einen sportlichen Touch: ein Quintett von Boxer-Outfits in leuchtendem Blau, Pink und Mintgrün, mit gerippten Bündchen mit der Aufschrift "Dior Vibe", Boxershorts aus Seide und Sport-BHs. Die Silhouetten der Kleider entsprachen den 60er Jahren, während die Farbpalette die 80er Jahre widerspiegelte.


Dior Frühjahr/Sommer 2022 - Photo: Courtesy of Dior


 
"Monsieur hatte eine sehr begrenzte Farbpalette, hauptsächlich grau, marineblau und schwarz. Bei dieser Kollektion ist das nicht der Fall", scherzte Chiuri in einem Backstage-Gespräch mit Redakteuren vor der Show.
 
Stattdessen marschierten Grazias Mädels in kniehohen Lacklederstiefeln mit Logos in Limettengrün oder leuchtendem Orange und doppelten Halbkreisen über den Laufsteg. Mit riesigen weißen Malerhosen und -jacken oder Safarijacken, die alle mit fantastischen Bildern von tropischen Pflanzen und wilden Tieren verziert waren, ging es zur Mitte hin fast schon in Richtung Hip-Hop.
 
Nur wenige Designer sind in der Lage, eine Marken-DNA so zu verschmelzen wie Chiuri, die gesteppte Nylon-Boleros im geometrischen Dior-Stil kreierte, oder eine radikale Neuerfindung des Toile de Jouy präsentierte.
 
"Ich wollte die Toile de Jouy-Tradition von Dior in eine neue Richtung lenken. Auf Toile de Jouy sind oft Tiere abgebildet, also dachte ich, wir sollten sie befreien und sie aus dem Malerischen herausholen", sagte sie.
 
So entstand eine Menagerie von Löwen, Geparden, Krokodilen und Zebras, die knurrend über primärfarbige Gitter und Quadrate springen. Zu sehen auf paillettenbesetzten Miniröcken, Party-Outfits und kurzen Cocktailkleidern.
 
Natürlich gab es auch viel Schwarz, wie z. B. präzise Serge-Anzüge mit doppelreihigen Bar Jackets und taillierten Röcken oder kleine schwarze Kleider, die bis zum Oberschenkel reichen.
 
Außerdem entwickelte die Designerin eine neue Produktkategorie, den Gummistiefel, der vorne geschnürt wird.
 
Um ihr großes Selbstbewusstsein zu unterstreichen, wählte Chiuri für diese Show die bewusst obskure kalabrische Künstlerin Anna Paparatti als Partnerin aus. Paparattis Themen der Absurdität des menschlichen Dilemmas und wie Spiele die Vorstellungskraft beflügeln, resultierten in einem riesigen kreisförmigen Puzzle in der Mitte des Laufstegs, mit 12 Fuß breiten Stufen, auf denen jedes Model auf- und abstieg, bevor es seine Tour über den Laufsteg antrat.
 
Paparattis riesige Phrasen wie "Le jeu que n'existe" bezogen auch das Publikum mit ein. Allerdings wirkte die Zeile "Il Gioco del Nonsense" (Das Spiel des Unsinns), die über Diors Mäzen und Europas reichstem Mann, dem sehr ernsten Bernard Arnault, der in der ersten Reihe saß, hing, ein wenig deplatziert.


Dior Frühjahr/Sommer 2022 - Photo: Courtesy of Dior


 
Anders als bei den großen Shows in London oder Mailand, wo Distanz und Maskenpflicht strikt eingehalten wurden, saß das Publikum bei der Show von Dior dicht an dicht.
 
"Nun, es ist eine totale Torheit, bei einer Modenschau eine Performance veranstalten zu wollen. Aber letztendlich ist jede Modenschau eine Performance, und das muss man ausnutzen. Nicht jeder Künstler, mit dem ich gearbeitet habe, ist sehr bekannt, was zählt, ist, dass sie mich inspirieren, so wie Annas Arbeit in den letzten Jahren", betonte sie in schwarzer Smokingjacke, mit zurückgestecktem blondem Haar, Smokey Eyes und mit Codagnato-Ringen geschmückten Fingern.
 
Alles in allem eine sehr grafische Kollektion, auch wenn der Schneiderei immer das Vorbild der Bar Jacket zugrunde lag. Was diese Entwürfe jedoch so eindrucksvoll macht, ist der ausgeprägte und mutige Sinn für Sport und die Art und Weise, wie Athletik Frauen inspiriert, besonders heute. Als ein Redakteur anmerkte, dass es unmöglich sei, sich vorzustellen, dass Monsieur Dior tatsächlich einem Boxkampf beiwohnen würde, antwortete Chiuri:
 
"Absolut! Aber der Sport hat eine große Rolle bei der Emanzipation der Frauen gespielt. Ich denke, wir sollten uns daran erinnern, dass Frauen kämpfen mussten, um ihren Lieblingssport ausüben zu können. Sogar um die Teilnahme an den Olympischen Spielen oder an so vielen Weltmeisterschaften. Und dieser Kampf geht auch heute noch weiter. Es gibt immer noch viele Länder, in denen Frauen noch nicht einmal Sport treiben dürfen", seufzte sie.
 
 
 

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