Dolce & Gabbana lehnt Kaufangebote ab

Das italienische Modehaus Dolce & Gabbana lehnt alle Kaufangebote ab, zudem haben dessen Gründer einen Trust geschaffen, um die Zukunft der Marke abzusichern – so die beiden Designer am Donnerstag in einem Interview.

Reuters

"Wir haben alle Kaufangebote abgelehnt; wir könnten viel Geld haben, aber was nützt es, wenn wir nicht frei sind?" sagte Domenico Dolce in einem Interview, das am Donnerstag von der Tageszeitung Corriere della Sera veröffentlicht wurde. Er machte keine weiteren Angaben zu den Angeboten, die das Unternehmen erhalten hat.

Die nicht börsennotierte Gruppe gehört nach Umsatz zu den zehn größten Modekonzernen Italiens und erzielte in dem im März 2017 endenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro. Die Marke ist bei Prominenten aufgrund ihrer kühnen und opulenten Designs beliebt.

Auf die Frage, wer das "Vermögen" der Gruppe erben würde, antwortete Stefano Gabbana: "Wenn wir tot sind, sind wir tot."

"Ich möchte nicht, dass ein japanischer Designer für Dolce & Gabbana entwirft", fügte er hinzu. Die beiden Designer, die nach dem Ende ihrer romantischen Beziehung Geschäftspartner blieben, sagten, sie hätten alles aufgeteilt und einen Trust für das Unternehmen gegründet.

Der Zweck des Trusts besteht darin, die Interessen eines Partners abzusichern, für den Fall, dass dem anderen etwas zustoßen sollte.

Ein anderer großer Name der italienischen Couture, Giorgio Armani, hatte einen ähnlichen Weg gewählt und sagte im Oktober, dass er einen Teil der Aktien der Holdinggesellschaft, die sein Luxusimperium kontrolliert, auf seine Stiftung übertragen wolle, um jegliches Risiko einer Übernahme oder Zerschlagung zu vermeiden.


 

Übersetzt von Felicia Enderes

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