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Von
Fabeau
Veröffentlicht am
08.02.2012
Lesedauer
4 Minuten
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Düsseldorf zieht (Schluss)bilanz

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
08.02.2012

Fest steht, mit immerhin mehr als 900 Showrooms und diversen Orderplattformen wird Düsseldorf weiter der führende deutsche Modestandort, zumindest was das Business angeht. Auch wenn mit der CPD eine Ära des deutschen Modebusiness endet, laufen die Ordergeschäfte am Rhein prächtig. Viele Showrooms hatten bereits seit Ende Januar ihre Türen geöffnet. Der Orderhöhepunkt war zeitgleich zu den Messen vom 4. bis 7. Februar.



Letzte Klappe für die CPD

Zur finalen Ausgabe der CPD Signatures kamen immerhin 12.300 Fachbesucher, um bei 408 Ausstellern ihre Ordergeschäfte zu tätigen. „Bei der letzten CPD Signatures haben wir auf dem Messegelände noch einmal eine ordentliche und professionelle Veranstaltung abgeliefert. Aber auf längere Sicht konnte dies nicht mehr so weiter gehen. Deshalb haben wir uns auch im Hinblick auf den Modestandort Düsseldorf entschlossen, ein neues Format mit einer neuen Location auf den Weg zu bringen“, erklärt Philipp Kronen, Managing Partner der Igedo Company, der mit seinem Team mit einem lachendem und einem weinenden Auge 30 Jahren CPD-Geschichte Adieu sagt. Das neue Format, The Gallery Düsseldorf, die erstmals vom 21. bis 23. Juli 2012 in den Industriehallen des Areal Böhler stattfinden wird, präsentiert auf 12.500 Quadratmetern hochwertige Designer- und Avantgardekollektionen sowie Womenswear und Accessoires. The Gallery soll eine temporäre Plattform sein, die sich „komplementär zu den Showrooms“ aufstellt und den Standort Düsseldorf als „feste Anlaufstelle“ für den Fachhandel festigt.

Gut besuchte Premium Order

Die Premium Order Düsseldorf knüpfte mit stabilen Besucherzahlen an den gelungenen Saisonauftakt in Berlin an. „Auf den regionalen Orderplattformen in Düsseldorf und München arbeiten die deutschen Vertreter der Brands die vorab in Berlin vereinbarten Termine ab, die Orderevents liegt der Fokus auf Business. Die Einkäufer loben vor allem die Effizienz und die damit verbundene Zeitersparnis, die ihnen ermöglicht, viele Brands zu sehen und ihre vielen Termine effizient abzuarbeiten“, beschreibt Anita Tillmann von der Premium das Konzept. Auch die Aussteller sind mit der 15. Ausgabe des Premium Order Düsseldorf zufrieden: „Im allgemeinen sind die Kunden vorsichtig, aber auch optimistisch. Die Zahl der Besucher ist besser als früher im Colorium Haus. Wir hatten im Vorfeld viele Termine vereinbart, die wir hier abarbeiten. Die Premium ist ein gute Alternative zu einem festen Showroom. Die Laufkundschaft hatten wir schon in Berlin vor zwei Wochen auf dem Stand“, resümiert Tina Povelsen, Blu-ei Fashion (Avoca, Jago, MP, ChillNorway und Lollipops).



Gut frequentierte Supreme

Die Supreme zählte mehr als 7.000 Besucher, also rund 10% mehr als vor einem Jahr. Auch das Portfolio war deutlich gewachsen: Rund 400 Kollektionen wurden auf vier Etagen präsentiert. „Die kühlen Temperaturen haben sich positiv auf das Ordergeschäft ausgewirkt. Es wurde konzentrierter geordert. Es gab zwar weniger Laufkundschaft, dafür aber perfekte Zielkundschaft. Trotz unseres permanenten Showrooms auf der Kaiserswerther Straße ist die Supreme eine unverzichtbare Orderplattform. Die Showroomkultur braucht die Supreme, die sich hier mittlerweile nach der vierten Orderrunde in Düsseldorf fest etabliert hat“, findet Marc E. Rückle, Geschäftsführer von Alberotanza Cashmere.

Gute Geschäfte im DFH

Auch in den beiden Häusern des Düsseldorf Fashion House (DFH) wurde nach der Kick-Off Party am Freitag, die unter dem Motto „Feuer und Eis plus Woll-Lust“ stand, konzentriert gearbeitet. Trotz der noch laufenden Um- und Auszüge ließen sich die Einkäufer nicht davon abhalten, ihre Vororder zu tätigen und noch bei dem ein oder anderen Pronto-Moda-Anbieter vorbei zu schauen. Das DFH bleibt für viele – trotz einiger Leerstände - eine der wichtigsten Anlaufadressen in Düsseldorf. Erfreulich war, dass immer mehr internationale Einkäufer das DFH auf dem Zettel haben, wenn sie in Düsseldorf sind. Nicht nur bei Chalou gaben sich deutsche und europäische Händler die Klinke in die Hand, auch Delmod verzeichnete ein reges interntational geprägtes Ordergeschäft: „Wir freuen uns über die Akzeptanz unserer neuen Mode-Ausrichtung; neben namhaften deutschen Einzelhändlern hatten wir eine gute Frequenz trendorientierter Kunden aus der Schweiz, Österreich und Belgien sowie starken Besuch aus Rußland, Kroatien und dem Libanon“, so Stefan Hersener, Vertriebsleitung International. Auch Sabine und Peter Lohèl vom Sem Per Lei zeigten sich zufrieden mit der Frequenz und bestätigten, dass für das Brot- und Buttergeschäft in der Mode sowohl Berlin und Düsseldorf notwendig seien – „die ‚Show‘ in Berlin“ und „in Düsseldorf die Order“.

Düsseldorfer Showroom-Landschaft wird vielfältiger

Auch in den anderen Showrooms lief das Ordergeschäft für die Saison Herbst/Winter 2012/13 gut an. Viele Hersteller und Agenturen haben ihre Räumlichkeiten gewechselt. Nach der Halle 29 hat die Gerry Weber AG auf dem Rheinmetall-Gelände mit der Halle 30 ein neues attraktives Zentrum eröffnet. Zu den Mietern gehören u.a. Marc Aurel, Marc Cain, Basler, Passport, Olsen, Frank Walder, Oui, Rosner, Via Appia und der Hosenhersteller Mac. Auch im doubleU am Schadowplatz haben Marken wie Baldessarini, Passigatti, Joop!, Stones, Signum und Joker, Barutti & Masterhand, Christa Probst und Obermeyer (blue seven) eine neue Showroom-Destination gefunden. Auch im nahen Lighthouse und in der Kaiserswerther Straße haben neue Showrooms eröffnet. Insgesamt zeigten sich Hersteller, Agenturen und Einkäufer trotz des eher flau laufenden Wintergeschäfts zufrieden mit der neuen Ordersaison: „Der letzte Winter bedeutete für den Handel schlechte Abverkäufe und hohe Abschriften. Daraus resultierend wird mit spitzem Stift geordert, man ist noch sensibler hinsichtlich Preis/Leistung sowie angemessener Eckpreislagen geworden. Trotzdem lohnt sich die Vorfreude auf den nächsten Winter. Er wird - zumindest in den Läden - deutlich farbenfroher!" kommentiert Sven Mutschler, Verkaufsleitung DOB von Milestone.
Gerade aufgrund der hohen Showroom-Dichte bleibt Düsseldorf „ein wesentlicher Standort für Order, Informationen, dem Auffinden von neuen Trends“, findet Holger Blecker, Bereichsleiter Einkauf bei Breuninger. Er nutzte die vergangenen Tage für Showroom-Hopping und intensive Gespräche mit den Marken.


Fotos: Cpd Signatures/Igedo, Supreme, doubleU, Lighthouse/Rheinmetall, Gerry Weber AG

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