Edward Crutchley: LFWM startet mit Gender Bending

Gender-Bending im Court Room zum Start der London Fashion Week Men’s. Schneidige Höflinge zeigen Designermode von Edward Crutchley in einer brillanten Show – besser: in einer absoluten Must-See-Show. Präsentiert in der Ironmonger’s Hall ­– einem wunderschönen, alten Steingebäude mit Vertäfelung und Ölgemälden der Royal Family an den Wänden.



Edward Crutchley - Photo: Instagram - Image Models

Der perfekte Ort für eine Show, die auf historische Mode zurückgreift, um die Gegenwart neu zu erfinden. Passend auch die Musik – eine Punkrock Band, die auf mittelalterlichen Instrumenten spielt. Alles zusammen ergibt eine laute Feier des alternativen Großbritanniens. Da die Show etwas abseits in Barbican gezeigt wurde, kamen nur kleine Grüppchen an Einkäufern und Journalisten. Ein Jammer – sie verpassten einen skurrilen Fashion Moment.
 
Junge Herren in Reifröcken und Kimonos, Dandys in floralen Nachthemden, selbstbewusste Ladies in sehr männlichen Karohosen und Nylon Fliegerjacken mit breiten Schultern. Voluminös und etwas absurd – umso besser. Alle gekleidet in umwerfenden Jacquards, auffälligen Seidendrucken, in knalligen Farben, gemischt mit Camouflage. Nicht wirklich etwas, das man zur Arbeit trägt. Doch Crutchley zeigt sein großes Statement und löst die modischen Grenzen, Dresscodes und moralischen Standpunkte, die sich in Jahrhunderten geformt haben, auf und konstruiert sie neu. Gender Bending eben.
 
Der Schotte hat die letzten 10 Jahre in Paris bei Louis Vuitton für Kim Jones gearbeitet. Crutchleys Ästhetik ist Lichtjahre entfernt von Jones sportlicher Schneiderkunst, aber seine Neudenken von Moderegeln wird Einfluss haben – so gut ist er.
 

 
 
 
 

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