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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
22.06.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Ein Öko-Relaunch in sieben Schritten für die Mode?

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
22.06.2020

Die drei Organe des Policy Hub (Sustainable Apparel Cohalition, Federation of the Euopean Sporting Goods Industry und Global Fashion Agenda) enthüllen einen Siebenpunkteplan für einen ökologisch ausgerichteten Relaunch der Modebranche. Das Dokument entstand in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group nach der Befragung von über 300 Marken, Einzelhändlern und Herstellern.


Shutterstock


Der erste Punkt sieht vor, dass europäische und nationale Programme zur Konjunkturbelebung an ökologische Engagements seitens der Unternehmen gekoppelt sind. Policy Hub schlägt beispielsweise vor, dass Nothilfen mit Auflagen zur Verringerung umweltschädlicher Emissionen und der Unterzeichnung der "UN Guiding Principles on Business and Human Rights" verbunden werden. Darlehen sollen auch dazu dienen, die Entwicklung nachhaltiger Anlagen und den Übergang zu grüner Energie (Solarenergie, Windkraft usw.) oder zu nachhaltigen Lösungen zu fördern.

Weiter wünscht Policy Hub eine spezifische Unterstützung für Unternehmen, die sich in Richtung Kreislaufwirtschaft entwickeln. Besonders Marken, die im Bereich Reparaturen, Miete oder Verkauf von Second-Hand-Artikeln tätig sind oder Materialien sortieren, um sie wiederzuverwenden, sind davon betroffen. Diesbezüglich wird insbesondere eine Erhöhung der Fonds für selbstständige Schöpfer und Unternehmer gefordert.

Mit Blick auf die Förderung einer nachhaltigeren Mode schlägt das Kollektiv eine Senkung der MwSt. für in der Kreislaufwirtschaft tätige Unternehmen und nachhaltige Modeprodukte vor. Eine bessere Information der europäischen Kunden und Anreize, nachhaltiger zu konsumieren, in Form von Vouchers, werden ebenfalls zitiert.

Darauf folgen vier längerfristige Maßnahmen, die über den Bekleidungs-/Textilmarkt hinausgehen. Dazu zählt die Verlagerung auf kohlenstoffarme Wirtschaftsformen in der EU, besonders durch die Verwendung nachhaltiger Energien. Ebenfalls erwähnt wird die Möglichkeit, neue Technologien einzuführen, die optimal auf die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft abgestimmt sind. Zudem soll die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR) gestärkt werden.

Die langfristige Förderung des Kreislauf-Ansatzes im Design findet unter den gewünschten Maßnahmen ebenfalls Platz. So könnte ein europäischer Rahmen mit Nachhaltigkeits- und Kreislauf-Kriterien erstellt werden, der aber "flexibel genug bleibt, um sich zukünftigen Innovationen anzupassen". Ein spezifischer EU-Fonds soll die F&E-Tätigkeit zur Entwicklung neuartiger Stoffe begünstigen.

Unter Punkt sieben regt Policy Hub zu neuen Transparenz-Regeln an, um den nachhaltigen Wandel der Branche zu beschleunigen. Gefordert werden beispielsweise Mindestangaben zur Produkttransparenz und den verwendeten Materialien, sowie die Nutzung digitaler Tools zur Kundeninformation. Die Erstellung einer Karte mit den Versorgungsketten wird ebenfalls gewünscht. Ein wichtiger Aspekt zu einer Zeit, in der die europäische Textil- und Bekleidungsbranche von der Krise profitieren will, um ihre Produktion zu verlagern.

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