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Emmanuel Macrons Mode-Dinner zu Ehren französischer und ausländischer Designer

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
25.02.2020
Lesedauer
5 Minuten
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Am Montagabend zelebrierte der französische Präsident Emmanuel Macron die Kreativität der Modebranche mit einem edlen Dinner im Elysee-Palast. An der Abendveranstaltung wurde neben dem französischen Designer Jean-Paul Gaultier auch der wichtige Beitrag ausländischer Kreativer gewürdigt.


Jean-Paul Gaultier, Pierpaolo Piccioli und Naomi Campbell am Dîner de la Mode - Photo: FashionNetwork.com / Godfrey Deeny

 
Mehrere Dutzend Designer nahmen an der Abendveranstaltung teil, die seit der Übernahme des Präsidentenamts durch Emmanuel Macron im Mai 2017 bereits zum zweiten Mal stattfand. Rund 200 Gäste genossen das exklusive Menü im Elysee-Palast – Spargel, Jakobsmuscheln und Schokoladenkuchen, zu dem ein Mercurey Blanc 1er Cru 2018 der Domaine Michel Juillot, ein Château Gazin 2009 Pomerol und der Champagner Jacquart Cuvée Alpha 2010 gereicht wurden.
 
"Brigitte und ich freuen uns sehr, Sie zu diesem besonderen Zeitpunkt zu begrüßen, an dem Paris zur wahren Hauptstadt der Mode wird", erklärte der Präsident, und bedankte sich bei der französischen Fédération de la Haute Couture et de la Mode und ihrem Executive President Pascal Morand "für die Arbeit, die Sie in Zusammenarbeit mit der Familie aller Marken und Designer unter unseren Gästen geleistet haben".

"Selbst wenn Sie sich im Schlussspurt befinden und sehr wahrscheinlich unter Stress stehen (vor den Schauen), können Sie sich heute Abend eine Auszeit gönnen, sich entspannen und dem Trubel entfliehen", erklärte Emmanuel Macron am Eröffnungsabend der neuntägigen französischen Laufsteg-Saison.

Der Ehrentisch bot Platz für 16 Gäste, zur Linken des Präsidenten saß seine Gattin Brigitte, zu seiner Rechten Jean-Paul Gaultier und Elie Saab. Ebenfalls zu den illustren Gästen zählten Olivier Rousteing, Pierpaolo Piccioli, Maria Grazia Chiuri, Clare Waight Keller, Anna Wintour, Delphine Arnault, Bruno Pavlovsky, Simon Porte Jacquemus und Marie-Claire Daveu.

"Die Mode verfügt über eine unglaubliche internationale Dimension. Die Hälfte der Designer im Saal stammt nicht aus Frankreich. Das macht unsere Modewoche zu einer wahrhaft internationalen Veranstaltung, auch in dieser durch das Coronavirus beunruhigenden Zeit", deklarierte der 42-Jährige auf Französisch.

An den 20 Tischen, die unter der goldenen Decke und den riesigen Kronleuchtern des Speisesaals angerichtet wurden, versammelte sich die Crème de la Crème der Designer: Alber Elbaz, Julie de Libran, Lutz Huelle, Alexandre Mattiussi, Haider Ackermann, Craig Green, Christelle Kocher, Stéphane Rolland, Agnès Troublé von Agnès B., Glenn Martens, Arnaud Vaillant und Sébastien Meyer, Nicolas Lecourt Mansion, Ludovic de Saint Sernin, Rok Hwang, Daniel Roseberry und Thebe Magugu. Dazu ein paar Dutzend CEOs wie Séverine Merle von Celine und Nicolas Santi-Weil von Ami sowie ein knappes Dutzend Redakteure.

Auch drei Kabinettminister nahmen an der Veranstaltung teil und zeugten von der Unterstützung, die die Mode von Seiten der Regierung genießt. Die Staatssekretärin beim Minister für Wirtschaft und Finanzen, Agnes Pannier-Runacher, nahm am Tisch von LVMH-Chef Sidney Toledano und Naomi Campbell Platz. Unweit davon saß Guillaume de Seynes von Hermès an der Seite des Kulturministers Franck Riester und Kris Van Assche von Berluti. Die Staatssekretärin des Umweltministeriums, Brune Poirson, gesellte sich zu Rick Owens und Pascal Morand.

In hervorragendem Englisch erklärte Emmanuel Macron: "Sie heute hier zu haben ist der beste Beweis, dass Paris noch immer einer der wichtigsten Standorte für junges und umweltbewusstes Design ist. Die Fähigkeit, einen ständigen Dialog zwischen unterschiedlichen Profilen und Kulturen zu führen ist – davon bin ich überzeugt – genau was die Welt heute braucht […]. Und deshalb ist es auch so wichtig, diese Modewoche in Paris zu haben. Sie verkörpern die Fähigkeit des kreativen Schaffens. Die Fähigkeit, einander zu respektieren. Diese Toleranz, diese Kreativität macht uns so stolz auf unsere Modewoche und darauf, Sie heute Abend hier zu versammeln", betonte er.
 
Der Abend symbolisierte die unübertroffen starke Unterstützung der französischen Regierung für die Mode. In London werden zwar Cocktailempfänge an der Downing Street und im Buckingham Palace organisiert, doch nehmen sie nicht das Ausmaß dieses Dinners an. Der ehemalige Premierminister Italiens, Matteo Renzi, lud seinerseits während der italienischen Modewoche zu zwei bedeutenden Mittagsempfängen nach Mailand ein, doch wurde die Modewelt noch nie von einem italienischen Präsidenten in den Quirinalspalast in Rom geladen.

"Junge Designer können die neue Generation inspirieren. Das ist ein sehr positives Zeichen. Darüber hinaus haben wir im Alltag den Fashion Pact, den wir mit vielen unter Ihnen eingeführt haben, um die Emissionen zu senken. Denn Ihre Branche ist diesbezüglich ein bedeutender Produzent", merkte er an und ergänzte, dass die Mode eine Verantwortung trage, ihre Modewochen anders zu organisieren als noch vor zehn oder zwanzig Jahren, um die Treibhausgasmissionen zu reduzieren.

Emmanuel Macron hat maßgeblich dazu beigetragen, den Kering-Chef François-Henri Pinault davon zu überzeugen, eine Koalition mit über 30 Marken zu schaffen. Diese arbeiten zusammen, um die globale Erderwärmung einzudämmen, die Biodiversität zu fördern und die Weltmeere zu schützen.

Abschließend lobte Emmanuel Macron Jean-Paul Gaultier für seine brillante Karriere und seine Abschluss-Schau an der Haute Couture-Woche im Januar. "Eine Mischung aus Freude und Melancholie. Doch hoffe ich, dass Sie wie Charles Aznavour in den kommenden 15 Jahren noch viele Abschluss-Schauen zeigen werden", witzelte der Präsident unter großem Applaus.

"Alle der größten Schauspielerinnen und Sänger wurden von Ihnen eingekleidet. 50 Jahre lang haben Sie auch die Kinowelt eingekleidet. Lassen Sie uns also hoffen, dass dies nur der Beginn von vielen Abschluss-Schauen von Jean-Paul Gaultier ist. Sie haben mit Ihrem Sinn für Freiheit so viele der heute anwesenden Designer inspiriert. Ein französisches Phänomen mit der Fähigkeit, disruptiv zu sein, zu schaffen, und sich neu zu erfinden", so der Präsident, der einen klassischen dunkelblauen Anzug mit Krawatte trug.
 

Godfrey Deeny, Global Editor-in-Chief von FashionNetwork.com, mit Emmanuel Macron am Dîner de la Mode - Photo: FashionNetwork.com / Godfrey Deeny


Am Ende seiner 17-minütigen Rede, in der er abwechslungsweise Französisch und Englisch sprach, erklärte er mit emotionaler Stimme: "Ich will daran glauben, dass dies den französischen Stil in unserer Welt verkörpert und der Grund ist, weshalb wir so glücklich sind, in Paris zu sein. Nicht nur für die Modewoche, sondern immer, wenn Sie einen freien Schaffensraum brauchen. Und, lassen Sie mich eines sagen, wenn ich an etwas glaube für unser Land, dann an die Tatsache, dass es ein Ort ist, an dem die Menschen ein besonderes Flair für Freiheit, Kreativität und Innovation genießen können. Und wenn Sie sich eines Tages in Ihrer Fähigkeit, zu schaffen eingeschränkt fühlen sollten, können Sie sich sicher sein, dass Frankreich noch immer dieser Ort ist".

"Wir sind ein fabelhaft freies Land und da wir alle diese Talente hier in Frankreich haben, können wir diese Stärke Frankreichs weiterführen", ergänzte der Präsident. "Ich richte mich damit an alle unsere Freunde, ungeachtet ihrer Nationalität, seien sie aus den USA, aus China oder aus Irland. Ihre Präsenz und Ihr Schaffen hier machen Sie zu ganz besonderen Menschen und auch zu französischen Bürgern", schloss er unter großem Applaus.

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