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Werbung

Ende einer Ära bei Douglas

Von
DPA
Veröffentlicht am
today 23.01.2013
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Düsseldorf (dpa) - Der Handelsriese Douglas versucht, bei den Käufern von Parfüm und Schmuck Emotionen zu wecken. So weist die Tochter Christ im Internet mit romantischen Farbtönen auf den Valentinstag am 14. Februar hin und verknüpft ihr 150-jähriges Firmenjubiläum in diesem Jahr mit einem «Herzklopfen». Als Vorstandschef Henning Kreke am Dienstag in Düsseldorf die Bilanz der Handelsgruppe vorstellte, wurde der sonst zackig auftretende Chefmanager ebenfalls emotional. Seinen Vater, Aufsichtsratschef Jörn Kreke, und sich selbst beschrieb er als Unternehmer aus Leidenschaft, die mit dem Herzen bei der Sache sind. Mit dem Finanzinvestor Advent als neuen Mehrheitsaktionär hätten sie den idealen Partner gefunden.

Kreke erinnerte an die relativ bescheidenen Anfänge des Konzerns vor 50 Jahren mit Süßwarenläden. Nach der Übernahme des Familien geprägten Konzerns durch den US-Finanzinvestor Advent beginnt nun ein neues Kapitel. Abschiedsstimmung liegt in der Luft, die verbliebenen Kleinaktionäre werden herausgedrängt.

«Der Jahreswechsel 2012/2013 markiert für die Douglas-Gruppe und auch für meine Familie einen wegweisenden Meilenstein», begann der Vorstandschef. Das mit dem Übernahmeangebot von Advent über 96 Prozent der Aktien eingesammelt wurden, sei mehr «als wir uns auch heimlich erhofft haben». Kreke spricht von «wir», denn die Gründerfamilie beteiligt sich an der Douglas-Käufergesellschaft nach früheren Angaben mit 20 Prozent.

Gemeinsam wollen die Partner die erfolgreichen «Perlen» des Konzerns, die Douglas-Parfümerien und die Christ-Schmuckläden, im Ausland voranbringen und das Geschäft stärker mit dem Internet verzahnen.

In welchen Ländern große Chancen gesehen werden - bei dieser Frage zeigte sich der Vorstandschef zugeknöpft. Noch sei nichts spruchreif, sagte er. Advent hat allerdings schon verraten, dass Asien für die Parfümerien eine «spannende» Region sei. Auch in der Türkei kann sich der Investor nach eigenen Angaben eine größere Zahl an Filialen als bislang vorstellen. Bei Bedarf will Advent Kapital bereitstellen.

Douglas steht vor großen Herausforderungen. Die Zeiten, in denen Kunden schon viele Wochen vor dem Weihnachtsfest durch die Läden schlenderten und ohne langes Überlegen zugriffen, sind vorbei. Der schnelle Klick im Internet und Preissuchmaschinen machen es den Läden schwerer. Das bekommt vor allem die Buchhandelstochter Thalia zu spüren. Sie muss aufwendig saniert werden. Der Douglas-Konzern schrieb durch die Sanierung von Thalia in seinem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 fast 110 Millionen Euro Verlust.

Die Online-Umsätze des Konzerns stiegen im alten Geschäftsjahr zwar um 13 Prozent, machen aber in der Summe erst sieben Prozent am Konzernumsatz von 3,44 Milliarden Euro aus. «Wir müssen wendig und flexibel sein, noch mehr als bisher», verdeutlichte der Konzernchef.

«Handel ist bekanntlich Wandel, das trifft auch auf unsere Unternehmensgruppe zu», blickte Henning Kreke zurück. Vor 50 Jahren übernahm sein Großvater Herbert Eklöh den Süßwarenhändler Hussel. Damit begann auch sein Vater, er bewies in den Folgejahren einen «guten Riecher» mit dem Kauf von Parfümerien.

Zeitweise war die Holding auch an Drogerien und Lebensmittelläden beteiligt und im Versandhandel aktiv. «Aktives Portfolio-Management war schon immer Teil unserer Strategie gewesen.» Allerdings sieht Henning Kreke derzeit keine Notwendigkeit, eine oder mehrere Töchter zu verkaufen.

Beobachter vermuten hingegen, dass nicht alles beim Alten bleiben wird. Unter dem Dach der Advent-Bietergesellschaft Beauty Holding Three werde es auf lange Sicht keinen Platz mehr für die Buchkette Thalia geben, schätzt die Vize-Hauptgeschäftsführerin der DSW, Jella Benner-Heinacher. «Auch der Verbleib der Hussel-Süßwarengeschäfte und AppelrahtCüpper-Modeläden unter dem Holding-Dach auf Dauer ist fraglich. Zwischen diesen Fachmarktketten gibt es keine Synergien.»

Die Krekes bleiben bei Douglas auch nach der Übenahme durch Advent an Bord. Henning Kreke führt weiterhin die Holding, sein Vater Jörn den Aufsichtsrat. Der Senior muss im Mai zum großen Abschied läuten. Denn dann steht in der Hauptversammlung der Antrag von Advent zur Abstimmung, die noch verbliebenen Aktionäre herauszudrängen. Junior Kreke bedankte sich schon mal bei der mächtigen Lebensmitteldynastie Oetker, die bei dem Eigentümerwechsel mitspielt. Mit Oetker sei man durch dick und dünn gegangen. Kreke vergaß nicht, an die Kleinaktionäre ein Dankeswort zurichten, die zum Teil über Jahrzehnte Douglas die Treue hielten.

Von Simone Hett, dpa-AFX und Volker Danisch, dpa

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