Erfolgreiche Pariser Messesaison Frühjahr/Sommer 2014

Vom 27. bis 30. September öffneten die Pariser DOB-Messen ihre Pforten zeitgleich mit der dortigen Fashion Week. Beide waren gut besucht, wichtige Käufer waren vor Ort.
Im Zelt der Tuileries-Gärten, im Bereich Paris sur Mode (Foto: PixelFormula)

Eines der rund zehn Events besteht aus Première Classe, Paris sur Mode, Don’t Believe the Hype und The Box. Es wird von WSN Développement in den Tuileries-Gärten organisiert und konnte sich in vier Tagen über 19.712 Besucher freuen. Das ist ein Zuwachs von 2 Prozent im Vergleich zum September vergangenen Jahres. Hinter diesen 2 Prozent verbirgt sich zwar ein internationales Besucherwachstum von 19 Prozent, aber auf französischer Seite blieben 18 Prozent der Besucher fern. Die WSN-Messen empfingen fast zwei Drittel ihrer Besucher aus dem Ausland, ein Trend der sich auch durch die anderen Pariser Messen im September zog.

Die Hälfte der internationalen Besucher (6.376) stammt aus Europa, Italien nimmt dabei mit 2.142 Besuchern (+2 Prozent) den ersten Platz ein, gefolgt von Großbritannien (1.018), Deutschland (708), Belgien (670), Spanien (572) und der Schweiz (438).

Dank des Japan-Themas wuchs der asiatische Besucherstrom noch an und macht 26 Prozent der gesamten Besucher aus. Die Käufer aus Japan sind um 13 Prozent zahlreicher erschienen und das Land war mit 2.162 Besuchern die größte ausländische Kraft. Auch China wächst um schöne 60 Prozent auf 550 Besucher. Aus Korea kamen 42 Prozent mehr Besucher, insgesamt waren es 204.

Aus Amerika kamen 1.136 Besucher, sie machen damit 8 Prozent der internationalen Eintritte aus. 1.004 Käufer kamen aus den Vereinigten Staaten, die USA landen damit mit einem Zuwachs von 59 Prozent auf Platz fünf der internationalen Kunden.

Bei den restlichen Pariser Veranstaltungen schneidet auch Memy Mode sehr positiv ab. Die Messe zog in den intimeren Pavillon Vendôme um, worüber sich Organisatorin Mariel Gamboa sehr zufrieden zeigt: „Wir hatten rund 2.000 Besucher, sehr gute Käufer, die sich sehr zufrieden mit dem neuen Veranstaltungsort zeigten. Es kamen sogar Käufer, die vorher noch nie da waren. Wir verfeinern mit dem neuen Ort unser Konzept, um uns von anderen Messen abzuheben – von denen es übrigens nicht, wie manche sagen, zu viele gibt. Um gute internationale Fashion Weeks zu machen, braucht es ein umfangreiches Angebot. Das ist die Stärke von Paris.“
Es war viel los bei Tranoï im Carrousel du Louvre. (Foto: PixelFormula)

Tranoï hat wieder viele internationale Käufer zu seinen drei Veranstaltungsorten gezogen. Und obwohl die Reservierungen dieses Mal zu bezahlen waren, stiegen sie entgegen der Erwartungen der Veranstalter um 8 Prozent. Besonders Besucher aus Russland und der ehemaligen Sowjetunion sowie dem Mittleren Osten waren zahlreich vertreten. Wie die Aussteller berichten, sind die Bestellungen gewachsen.
In den Gängen der Capsule Femme, die zum letzten Mal in der Cité de la Mode et du Design stattfand. (Foto: PixelFormula)

Auch bei Woman, der kleinen Schwester von Man, herrscht während ihrer dritten Auflage gute Stimmung. „Wir hatten viele Besucher, mehr als in der vergangenen Saison“, so Antoine Floch, einer der Gründer. „Manchmal war es etwas ruhiger, aber das ist ja normal, wenn eine Messe erst zum dritten Mal stattfindet. Für die Aussteller war es trotzdem eine positive Erfahrung, dank guter Käufer aus Japan, Südkorea und den Vereinigter Staaten.“

Capsule fand mit seiner Womenswear zum letzten Mal in der Cité de la Mode et du Design statt, da nicht genügend Besucher kamen. Die New Yorker Messe wird in den zentraleren aber auch kleineren Tapis Rouge umziehen – und daher ihre Ausstellerauswahl einschränken müssen. Dieses Jahr kamen die meisten Besucher aus Großbritannien und Frankreich. Die Aussteller haben bereits ihre Begeisterung für den neuen Ort kund getan.

Von Anaïs Lerévérend und Florent Gilles.

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