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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
07.04.2022
Lesedauer
3 Minuten
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Ermenegildo Zegna: Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang führen zu Nettoverlust

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
07.04.2022

Ermenegildo Zegna, Eigentümer der Marken Zegna und Thom Browne, verkündet für 2021 "solide Ergebnisse". Nachdem der auf hochwertige Herrenbekleidung spezialisierte italienische Konzern im Februar einen Umsatz von 1,29 Milliarden Euro gemeldet hatte, was einem Anstieg von 27% gegenüber 2020 entspricht, berichtet er nun von einem Nettoverlust von 127,6 Millionen Euro im letzten Jahr, gegenüber einem Verlust von 46,5 Millionen Euro im Jahr 2020 und einem Gewinn von 25,4 Millionen Euro im Jahr 2019, dem Niveau vor der Pandemie. Dieses Ergebnis spiegelt jedoch nicht die tatsächliche Leistung des Unternehmens wider, da es stark durch die Kosten beeinflusst wird, die durch den Börsengang an der New Yorker Börse im Dezember entstanden sind, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Die Marke Zegna macht 66% des Konzernumsatzes aus - Ermenegildo Zegna

 
Unter Berücksichtigung der Kosten, die im letzten Jahr für den Prozess seiner Börsennotierung angefallen sind, u.a. im Zusammenhang mit "Unternehmenszusammenschlüssen, Abfindungen, Rückstellungen für Abfindungen, Abschreibungen" u.ä. sowie "Kosten im Zusammenhang mit Leasingverträgen", ergibt sich für Ermenegildo Zegna tatsächlich ein bereinigter Nettogewinn von 75,3 Millionen Euro, verglichen mit einem bereinigten Verlust von 4,7 Millionen im Jahr 2020 und einem bereinigten Gewinn von 43 Millionen im Jahr 2019.

"Die Anpassungen des ausgewiesenen Verlusts betreffen Nettoaufwendungen in Höhe von 203 Mio. Euro, vor allem nicht cash-wirksame Bilanzierungsanpassungen", so der Konzern.

Ermenegildo Zegna, das einen Cashflow-Überschuss von 145 Millionen Euro aufweist, erzielte im vergangenen Jahr ein bereinigtes Betriebsergebnis von 149 Millionen Euro und versiebenfachte damit sein Ebit von 20 Millionen aus dem Jahr 2020, das 2019 bei 107 Millionen lag. Es beläuft sich auf 11,5 % des Gesamtumsatzes. Der Konzern investierte bis 2021 u. a. 48 Mio. Euro in sein Ladennetz sowie in seine IT-Struktur und Produktionskette.

Für seine Hauptmarke Zegna belief sich das bereinigte Ebit auf 111 Mio. Euro bzw. 10,7 % bei einem Umsatz von 847,3 Mio. Euro (+33 % im Vergleich zu 2020, aber -8 % im Vergleich zu 2019), was auf "eine bessere Umsatzzusammensetzung, Kosteneinsparungen und eine positive operative Hebelwirkung" zurückzuführen ist.

Bei Thom Browne betrug das bereinigte Ebit 38 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie die 16 Millionen, die 2019 erwirtschaftet wurden. Das Label erzielte 2021 einen Umsatz von 263,3 Millionen Euro (+47 % im Vergleich zu 2020, +64 % im Vergleich zu 2019).

"2021 war ein episches Jahr für die Gruppe", resümiert Chairman und CEO Gildo Zegna, der stolz auf den Weg ist, den das Familienunternehmen, das vor 111 Jahren von seinem Großvater gegründet wurde, zurückgelegt hat. Er hob insbesondere den Fokus der Hauptmarke Zegna "auf Luxus-Freizeitbekleidung, die 50 Prozent des Umsatzes ausmacht", und "die große Anziehungskraft von Thom Browne auf junge Verbraucher weltweit" hervor. 

Er betonte, dass das Unternehmen "seinem (2020 eingeführten) Geschäftsplan voraus ist und hinsichtlich seines Wachstums bis 2022 positiv gestimmt ist". Dabei setze man neben China auch auf ein Wachstum in den USA und im Nahen Osten sowie auf einen Aufschwung in Europa.
 
"Ich bin zutiefst betrübt über die tragischen Ereignisse in der Ukraine, die wir alle sehr genau und mit großer Sorge verfolgen". Die Ermenegildo Zegna Group hat sich mit der Camera Nazionale della Moda Italiana zusammengetan und zu Beginn dieser Tragödie eine große Spende an das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen geleistet. "Wir haben uns außerdem verpflichtet, ab April 2022 bis zu 30 ukrainische Flüchtlinge in unsere Fabriken zu integrieren", merkte er abschließend an.

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