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DPA
Veröffentlicht am
11.02.2022
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Ernennung neuer CEOs in der ausklingenden Pandemie: Der Modesektor entscheidet sich für Branchenprofis

Von
DPA
Veröffentlicht am
11.02.2022

Zahlreiche Modeunternehmen haben sich 2021 für CEOs mit fundierten Branchenkenntnissen und Führungserfahrung entschieden, um eine gute Grundlage für ihr Wachstum und die digitale Transformation zu legen.

shutterstock


Der Nextail-Bericht "Fashion's Newest CEOs" hebt hervor, wie konservativ die Entscheidungen waren, die Unternehmen beim Führungswechsel im Jahr 2021 getroffen haben. Ernannt wurden überwiegend männliche Anwärter mit betrieblicher Erfahrung und kaum Spezialisten in den Bereichen Design oder Marketing.

Zu Beginn des Jahres 2021, wo noch Beschränkungen bestehen und die Störungen in der Lieferkette überall zu spüren sind, scheinen sich Modeunternehmen für erfahrene Führungskräfte entschieden zu haben, die einen unmittelbaren Einfluss haben können, da sie das Geschäft stabilisieren und die Grundlagen neu aufziehen.

Über 90 % der neuen CEOs haben Erfahrung im Modesektor und fast 75 % waren bereits auf der obersten Führungsebene tätig. Die am häufigsten genannte Antwort zu den Gründen für die Ernennung eines bestimmten Kandidaten war die Fähigkeit, für digitale Transformation und Wachstum zu sorgen.

Joaquín Villalba, CEO von Nextail, Produzent des Berichts: "Angehende CEOs mit fundierten Branchenkenntnissen und Erfahrungen können rasch die Grundlagen klären, bevor sie sich dem Rest des Unternehmens widmen. In Zeiten von Omnichannel, einer neuen Normalität und der dringenden Notwendigkeit, die Systeme zur Reduzierung von Verschwendung zu verbessern, müssen die Unternehmen die Digitalisierung in den Mittelpunkt ihrer Arbeit rücken."

Im Luxussektor wurden besonders viele neue CEOs eingestellt, hier sind die Neuernennungen im Jahresvergleich um 80 % angestiegen. Am bemerkenswertesten ist der Ersatz von zwei der langjährigsten Führungspersönlichkeiten – Andrea Panconesi bei LuisaViaRoma und Alain Wertheimer bei Chanel. Die Zunahme der Neuernennungen wird durch die Akzeptanz der digitalen Welt in der Luxusbranche vorangetrieben. Der Sektor visiert hier einen neuen Kundenstamm an und benötigt dazu Führungskräfte, die sich in diesem Bereich auskennen.

Die Verlangsamung bei den Ernennungen von Frauen ist bedauerlich, auch wenn es sich dabei wahrscheinlich eher um eine Pause als eine Umkehrung handeln dürfte, da die Unternehmen sich von ihrer konservativen Denkweise befreien und nach Innovation und einer neuen Dynamik streben.

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