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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
03.07.2019
Lesedauer
3 Minuten
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Es ist aus zwischen Safilo und Dior

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
03.07.2019

An der Mailänder Börse ist der Aktienkurs des italienischen Brillenherstellers Safilo am Dienstag erneut gesunken und um über 2 % auf 0,84 Euro gefallen. Am Vortag verlor die Safilo-Aktie fast 6 %, nachdem bekannt wurde, dass der Lizenzvertrag zwischen Dior und der vom niederländischen Investmentfonds HAL kontrollierten Brillengruppe für die Kollektionen Dior und Dior Men Brillen und Sonnenbrillen am 31. Dezember 2020 ausläuft.

Nach 23 Jahren läuft der Lizenzvertrag von Safilo für Dior-Brillen Ende 2020 aus - Safilo


Das Ende des Lizenzvertrages wurde seit der Gründung von Thélios im Jahr 2017 erwartet, einem Joint Venture zwischen dem italienischen Brillenhersteller Marcolin und LVMH, das bestrebt ist, die Brillenlieferkette für seine zahlreichen Labels zu internalisieren. Dennoch ist die Ankündigung eine bemerkenswerte Nachricht. Safilo produziert seit 23 Jahren Brillen für Dior. In zwei Jahrzehnten verkaufte die Gruppe weltweit mehr als 30 Millionen Paar Dior-Brillen und -Sonnenbrillen. Im Jahr 2018 trug allein die Dior-Lizenz über 13 % zum Gesamtumsatz von Safilo bei.
 
"Unser Unternehmen hat eine 85-jährige Geschichte, ein Engagement und eine Leidenschaft für diese Branche, auf die wir stolz sind. Um Safilo auch in Zukunft zu stärken, werden wir weiterhin auf unser Humankapital, auf die Solidität eines attraktiven, ausgewogenen Lizenzportfolios und auf unsere eigenen Exklusivmarken setzen, die planmäßig wachsen", sagte Angelo Trocchia, CEO von Safilo, in einer Pressemitteilung und zeigte sich zuversichtlich, dass die Gruppe in der Lage ist, ihr Geschäft zu revitalisieren.

In den letzten Jahren sind Umsatz und Gewinn von Safilo zurückgegangen; 2018 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 962,9 Mio. Euro (zu aktuellen Wechselkursen -7 %) bei einem bereinigten Nettoverlust von 26,7 Mio. Euro. Erfreulich ist jedoch der Beginn des Jahres 2019 mit einem Umsatzplus von 3,4 % auf 247,3 Mio. Euro im ersten Quartal.

Angesichts des Aufstiegs der großen Luxuskonzerne und ihres Wunsches, das lukrative Brillengeschäft intern zu kontrollieren, hat der zweitgrößte Brillenhersteller der Welt in den letzten Jahren viele wichtige Aufträge verloren.

Am 1. Januar 2017 wurde die Gucci-Lizenz in einen vierjährigen Produktionsvertrag umgewandelt, der voraussichtlich im Jahr 2020 ausläuft. Sie machte 2016 rund 240-250 Millionen Euro bzw. 20 % des Nettoumsatzes aus. Die Brillenkollektionen von Gucci werden demnächst vollständig von Kering Eyewear produziert, das in den letzten drei Jahren auch die Kollektionen anderer Marken der französischen Luxusgruppe übernommen hat, die zuvor von Safilo produziert wurden (Bottega Veneta, Saint Laurent, Alexander McQueen und McQ).

Im Dezember 2017 versetzte LVMH Safilo einen harten Schlag, indem es die Celine-Lizenz kündigte. Die Brillenkollektionen von Celine werden nun von Thélios produziert, neben denen von Loewe, Fred, Kenzo und Berluti. Es wird erwartet, dass der globale Luxusriese, der 51 % der Anteile an Thelios hält, damit nicht aufhören wird. Nachdem LVMH im vergangenen Jahr eine erste Fabrik eröffnet hatte, gab das Unternehmen Anfang des Jahres bekannt, dass es mit seinem Partner Marcolin eine zweite Fabrik in Italien baut. Sobald diese neue Fabrik vollständig in Betrieb ist, kann LVMH über 4,5 Millionen Brillen pro Jahr produzieren.

Safilo hat noch drei LVMH-Labels im Portfolio: Givenchy, Fendi und Marc Jacobs. Trocchia bleibt jedoch optimistisch: "Wir werden uns ausschließlich auf unsere Kreativität, unser technologisches Know-how und unsere Mitarbeiter konzentrieren, um unser Markenportfolio weiter auszubauen, das bereits durch die Erneuerung von Lizenzvereinbarungen mit Schlüsselmarken wie Kate Spade New York, Tommy Hilfiger, Havaianas und Fossil sowie durch kürzlich unterzeichnete Verträge für Levi's, Missoni und David Beckham gestärkt wurde".

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