Esprit: CPO Rafael Pastor geht von Bord

Esprit verliert seinen Chefdesigner: Rafael Pastor hat beschlossen, von seinem bisherigen Posten als Chief Product Officer (CPO) der Modekette zum Ende dieser Woche (17. Mai) zurückzutreten. Pastor wolle neue berufliche Herausforderungen außerhalb des Konzerns wahrnehmen, heißt es in einer Mitteilung. Grund dürfte allerdings auch die vollständige Neuordnung der Führungsspitze innerhalb des nach wie vor kriselnden Unternehmens sein. 

Tritt als CPO ab: Rafael Pastor. - ESPRIT

Pastor war Ende 2013 von Inditex zu Esprit gekommen, nachdem Manuel Martinez, der damals ebenfalls vom spanischen Modekonzern kam, als CEO das Ruder bei Esprit übernommen hatte und im Juni von Anders Kristiansen abgelöst wird.

Pastor wollte vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis der Kollektionen optimieren und Teile der jungen Zielgruppe zurückgewinnen, wie er im Frühjahr 2015 im Interview mit FashionNetwork.com erklärte.

Als CPO hat er über fünf Jahre alle Produktbereiche von Esprit weltweit geleitet und dabei durch die Optimierung der Entwicklungsprozesse hin zu vertikalen Kollektionen, die Einführung zentraler Produktfunktionen und die Schaffung einer starken Category-Management-Struktur einen enormen Beitrag zum Comeback der Marke geleistet.

Vollständig gelungen ist dieses allerdings bis heute nicht. Pastors Fast-Fashion-Expertise konnte gegen die Herausforderungen des Marktes und das angeschlagene Image Esprits auf Produktseite offensichtlich kein ausreichendes Gegengewicht erzeugen. 

Die Ernennung eines neuen CPO werde in Zusammenarbeit mit CEO Kristiansen derzeit geplant, heißt es seitens des Unternehmens. Interimsweise werden Anja Schübeler-Dröse (Head of Womenswear), Daniel Mayer (Head of Menswear) und Maria Pambori (Head of Global Licence/Product) Pastors Aufgaben übernehmen und künftig direkt an Kristiansen berichten.

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