Esprit: Kristiansen löst Martinez als CEO ab

Erwarteter Paukenschlag: Jose Manuel Martínez Gutiérrez muss nach einem halben Jahrzehnt den Chefposten bei Esprit räumen. Der CEO legt sein Amt zum 1. Juni nieder. Gerüchte hätten in jüngerer Vergangenheit bereits mehrfach darauf hingedeutet, heißt es aus unternehmensnahen Kreisen. Martinez' Nachfolger wird der Däne Anders Kristiansen – langjähriger CEO der britischen Modekette New Look. 

Der alte und der neue CEO: Martinez (links) wird zum 1. Juni von Kristiansen abgelöst. - ESPRIT

Bereits zum 1. April wechselt Dr. Raymond Or in eine aktivere Vorstandsrolle und wird vom bisher unabhängigen Non-Executive Director zum Executive Chairman und Executive Director des deutsch-chinesischen Modeunternehmens ernannt. Dahinter stecke laut des Unternehmens auch strategische Absichten rund um ein stärkeres Engagement auf dem chinesischen Markt. 

Anders Kristiansen war bis September 2017 CEO von New Look und zuvor u.a. für die dänische Bestseller-Gruppe in China tätig. Auch das dürfte ihn für seine kommende Rolle prädestinieren. Wachstum im Reich der Mitte steht für Esprit vor dem Hintergrund nicht erfüllter Umsatzerwartungen ganz oben auf der Agenda. 

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 (Stichtag: 31. Dezember) musste die Modekette einen hohen Verlust in Höhe von knapp 100 Mio. Euro verbuchen. Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um 3,4 Prozent auf 840 Mio. Euro. Auch in Deutschland war das Geschäft mit einem Minus von 4,4 Prozent rückläufig.

Dennoch darf man nicht übersehen, dass Martinez Esprit von 2013 auf einen erfolgreichen Transformationskurs gebracht hat. Dafür zollt man ihm auch Dank und Respekt. Martinze selbst spricht von einem "großen Privileg, Esprit in diesen Jahren geführt zu haben". 

Von seinem Nachfolger Kristiansen verspricht man sich vor allem neue und starke Impulse für Wachstum und Expansion der Marke. 

"Ich habe die Fortschritte des Unternehmens in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt und fühle mich geehrt, Esprit als CEO beizutreten", so der Däne. Aus seiner Sicht sei Esprit eine starke, globale Marke. "Ich werde mich darauf konzentrieren, das enorme Potential des Unternehmens zu nutzen, um langfristigen Shareholder Value zu liefern", so Kristiansen.

Sein Ziel sei es, Marktanteile zurückzugewinnen und letztlich das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu führen.

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