
Melanie Muller
06.03.2017
Esprit macht Dieter Messner zum Nachfolger von Deutschlandchef Arndt Brockmann

Melanie Muller
06.03.2017
Arndt Brockmann verlässt Modehersteller Esprit. Er kam im März 2013 zum Unternehmen. Dort verantwortete er als General Manager Deutschland bereits seit Juni 2013 das gesamte deutsche Retail- und Wholesalepartner-Geschäft. Bis zum 10. März übergibt er an Dieter Messner.

Die Entscheidung traf Brockmann im gegenseitigen Einvernehmen, teilte das Unternehmen mit. Bis Ende der Woche soll jetzt ein freundschaftliches Ausscheidenmit der Übergabe der Geschäfte stattfinden.
Dieter Messner wird sein Nachfolger. Der Manager leitet bereits den Retail und Wholesale des Gebiets Europe (ohne Deutschland), Middle East und Americas. Jetzt erhält er damit den wichtigsten Markt des Unternehmens: Deutschland. Sein Standort ist Ratingen bei Düsseldorf.

Brockmann kam von der S.Oliver Group und dem spanischen Inditex Konzern, für die er seit 2005 zunächst in Irland tätig war und von 2007 bis Anfang 2011 den deutschen Markt verantwortete. In dieser Funktion etablierte er hierzulande unter anderem die Konzepte Zara und Massimo Dutti. Der Rest seiner Vita steckt ebenfalls voller großer Namen: Vor 2005 arbeitete er zwei Jahre als Retail Manager bei Puma. Zuvor war er bei der Strenesse AG für den Aufbau des internationalen Retailgeschäfts verantwortlich. Seine Karriere begann er 1997 im Trade Marketing bei der Hugo Boss AG.
Esprit war in den vergangenen Jahren immer mehr in die roten Zahlen gerutscht. Um den Abwärtstrend zu stoppen und wieder an alte Erfolge anzuknüpfen und den Börsenkurs zu stabilisieren, arbeitete Esprit an zwei Fronten. Zum einen investiert das Unternehmen ins Produkt und den Auftritt, um den Umsatz zu erhöhen. Zum anderen hat der an der Hongkonger Börse notierte Modekonzern in den vergangenen Jahren extrem an der Kostenschraube gedreht, bei derunprofitable Läden geschlossen wurden.
Ende Februar 2017 meldete Esprit dann eine Verbesserung. Dank einer Steuergutschrift stand unter dem Strich in den sechs Monaten bis Ende Dezember sogar ein Plus von 61 Millionen HK-Dollar (7,4 Mio. Euro). Der Umsatz fiel unter anderem wegen der Schließung einiger Filialen um knapp elf Prozent auf 8,3 Milliarden HK-Dollar (1,01 Mrd. Euro). In den Läden, die noch geöffnet sind, ist der Erlös allerdings leicht gestiegen. Deutlich gesunken sind die Personalkosten und die Ausgaben für Miete.
Der H&M- und Zara-Konkurrent hatte zuletzt zahlreiche unrentable Filialen geschlossen, sein Design aufgefrischt, den Vertrieb verbessert und die Kollektionswechsel beschleunigt. Auch das Online-Geschäft soll gestärkt werden.
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