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Reuters
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
09.03.2020
Lesedauer
2 Minuten
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EssilorLuxottica meldet Gewinnwachstum und prognostiziert Umsatzsteigerung für 2020

Von
Reuters
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
09.03.2020

EssilorLuxottica erwartet nach starken Ergebnissen 2019 ein anhaltendes Gewinnwachstum in diesem Jahr. Der Ausbruch des Coronavirus habe die Produktion in den italienischen Werken nicht beeinträchtigt, die Produktion in China normalisiere sich.

EssilorLuxottica, das ein Abklingen der Coronavirus-Epidemie erwartet, prognostiziert für 2020 einen Umsatzanstieg von 3 - 5% - Ray-Ban


Der Besitzer von Brillenmarken wie Ray-Ban und Oliver Peoples teilte jedoch mit, dass das Coronavirus sein Business in China, das etwa 5% seines Gesamtumsatzes ausmacht, beeinträchtigt habe.

Die Aktien von EssilorLuxottica gingen im frühen Handel um 3,24% zurück, was Befürchtungen widerspiegelt, dass das Coronavirus zu einer anhaltenden globalen Konjunkturabschwächung führen könnte.

"Was die Produktion betrifft, so arbeiten die Werke von EssilorLuxottica in China derzeit mit leicht reduzierter Kapazität, was sich allerdings schnell wieder normalisieren sollte, während die Werke in Italien und an allen anderen Standorten derzeit unter voller Auslastung laufen", heißt es.

Das Unternehmen, das 2018 aus der Fusion des französischen Brillenglasherstellers Essilor und des italienischen Brillenkonzerns Luxottica hervorgegangen ist, sagte, dass der bereinigte Nettogewinn – der Übernahmen und andere Kosten ausklammert – im vergangenen Jahr bei konstanten Wechselkursen um 4,8% auf 1,94 Milliarden Euro gestiegen sei und damit die Zielvorgaben übertroffen habe.

EssilorLuxottica, das ein Abklingen der Coronavirus-Epidemie erwartet, prognostizierte für 2020 einen Umsatzanstieg von 3 bis 5 Prozent und ein bereinigtes Nettogewinnwachstum in Höhe des 1,2-fachen des Umsatzwachstums.

Dennoch steht das Unternehmen in diesem Jahr vor einer Reihe von Herausforderungen, u.a. die Frage nach der Unternehmensführung.

Die Fusion wurde von Anfang an von Streitigkeiten darüber bestimmt, wer das Unternehmen leiten soll. Diese gipfelten im vergangenen Jahr, als Luxottica-Gründer und größter Aktionär der neuen Gesellschaft, Leonardo Del Vecchio, ein Schiedsverfahren einleitete.

Dieses wurde jedoch rasch abgebrochen, wobei die Parteien sich verpflichteten, bis spätestens Ende 2020 einen neuen Geschäftsführer zu finden.

In dieser Woche gab die Gruppe bekannt, dass Co-Finanzchefin Hilary Halper zurücktreten werde. Gründe für ihr Ausscheiden wurden nicht genannt. Sie wurde am Freitag durch David Wielemans ersetzt, der zuvor als CFO in der "Sun & Readers"-Division von Essilor tätig war.

Die Frage der Unternehmensführung veranlasste einige Investoren dazu, Bedenken über die Fähigkeit des Unternehmens, die Fusion und die versprochenen Kostensenkungen von bis zu 600 Millionen Euro pro Jahr ab 2022 zu äußern.

Hinzu kommt, dass ein US-Hedge-Fonds – von dem bekannt ist, dass er auf Veränderungen bei Unternehmen wie Nestle oder Campbell Soup gedrängt hat – EssilorLuxottica kürzlich dazu aufforderte, die Erträge zu steigern, und dazu mahnte, "den Führungswechsel zu beschleunigen".

Darüber hinaus muss EssilorLuxottica die Aufsichtsbehörden davon überzeugen, dass die geplante Übernahme der niederländischen Optikergruppe GrandVision für bis zu 7,2 Milliarden Euro in bar weder die Preise in die Höhe treibt noch die Auswahl für die Verbraucher verringert.

Die EU-Kartellbehörden untersuchen den Fall. Eine Entscheidung wird im Juli erwartet.

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