Estée Lauder: Starkes Quartalsergebnis dank Clinique und La Mer

Estée Lauder Cos Inc. hat die vierteljährlichen Gewinn- und Umsatzschätzungen am Montag, den 20. August, übertroffen. Grund ist die Kauffreudigkeit der Kunden in Duty-free-Geschäften, online sowie bei Kosmetik-Einzelhändlern, wo sie für einen starken Absatz von Make-up und Hautpflegeprodukten der Marken Clinique und La Mer sorgten.


Die Unternehmensaktien stiegen im frühen Handel um 6 Prozent.

Die starken Ergebnisse des Unternehmens standen im Kontrast zu den unerwartet niedrigen Quartalsumsätzen der Wettbewerber Revlon Inc und e.l.f Beauty Inc, die Anfang August aufgrund der schwachen Nachfrage in den USA gemeldet wurden.

Analysten gaben an, dass die Premium-Produkte von Estée und das breite Portfolio an Kosmetikprodukten dazu beigetragen haben, einen Großteil dieser Verlangsamung im US-Einzelhandel auszugleichen.

Der Umsatz der Hautpflegeprodukte von Estée stieg im Berichtsquartal um 29 Prozent und übertraf die durchschnittliche Schätzung der Analysten. Dies kompensierte die Verlangsamung des Umsatzes in seinem Make-up-Geschäft, das das geringste Wachstum seit fast zwei Jahren verzeichnete.

Der Make-up-Umsatz war aufgrund der schwachen Nachfrage von M.A.C. Kosmetik in den USA gesunken, wo der Absatz sowohl in den Einkaufszentren als auch im Einzelhandel weiter sinkt.

Der Absatz von Parfüms, insbesondere von Jo Malone London und Tom Ford, stieg aufgrund der hohen Nachfrage in Nordamerika und Europa um 11 Prozent.

Insgesamt stieg der Quartalsumsatz um 14 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar und übertraf laut Thomson Reuters I/B/E/S die durchschnittliche Analystenschätzung von 3,25 Milliarden US-Dollar.

Estée Lauders Strategie, mehr Geld für schnell wachsende Marken durch Kostensenkungen freizugeben, werde dem Konzern voraussichtlich helfen, zwischen 350 Million und 450 Million Dollar pro Jahr zu sparen – dies übertrifft die zuvor erwarteten 200 bis 300 Millionen Dollar.

Das 1946 gegründete Kosmetikunternehmen erwartet jedoch, dass ein stärkerer Dollar – ein Plus von 4,4 Prozent in diesem Jahr – seinen Gewinn und Umsatz im ersten Quartal beeinträchtigen wird.

Estée erwartet einen Gewinn von 1,18 bis 1,22 Dollar je Aktie, verglichen mit der durchschnittlichen Schätzung der Analysten von 1,32 Dollar laut Thomson Reuters I/B/E/S.

Das Nettoergebnis sank im Quartal zum 30. Juni um 19 Prozent auf 186 Millionen US-Dollar oder 49 Cent pro Aktie. Ohne Berücksichtigung von Posten verdiente das Unternehmen 61 Cent pro Aktie und übertraf damit die durchschnittliche Schätzung von 56 Cent.
 

Übersetzt von Eva Bolhoefer

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