Europäische Städte zogen im Jahr 2016 43 % neue Einzelhandelsmarken an

Europäische Städte sind die bevorzugte neue Destination für die internationale Expansion von Einzelhändlern mit 43 Prozent neuer Einzelhandelsmarken im Jahr 2016, gegenüber 36 Prozent im Vorjahr, so ein Bericht des CBRE.

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Dies sei darauf zurückzuführen, dass die europäischen Einzelhändler ihren Fokus auf die Expansion in ihrem Heimatkontinent und nicht auf Standorte mit teuren Währungen richten, so die Autoren des Berichts.

Auf Stadtebene konnte Hongkong seine Position als weltweit beliebtestes Ziel für die Expansion von Einzelhändlern im Jahr 2016 mit 87 neuen Einzelhändlern behaupten, so der CBRE-Jahresbericht "How Global is the Business of Retail?"

Hongkong ist dicht gefolgt von London, das mit insgesamt 65 internationalen Einzelhändlern, die 2016 zum ersten Mal Geschäfte in London eröffneten, die zweithöchste Präsenz von Neueinsteigern verzeichnet.

Nach London folgte Dubai mit 59 Neuzugängen. Doha verbesserte sich um sechs Plätze von der letztjährigen Rangliste der Neueinsteiger auf den vierten Platz mit 58 neuen Einzelhandelsmarken. Tokio stellte den fünftwichtigsten Markt mit 48 Neueinsteigern dar.

Paris ist auf Platz 7 (vom 20. des letzten Jahres) gesprungen und hat 36 neue Einzelhändler angezogen, da die französische Hauptstadt aufgrund ihres starken Tourismusmarktes und ihrer stabilen Wirtschaft weiterhin für internationale Einzelhändler sehr attraktiv ist.

Rund 33 Prozent der neuen Einzelhändler in Paris sind Bekleidungsfachgeschäfte wie Jordan, Rip Curl und Athlete's Foot, die sich an die Pariser Millennials richten. Auch Moskau und Wien gehörten mit 33 bzw. 29 Neueinsteigern zu den Top-10-Zielmärkten.

Der neueste CBRE-Bericht, der die Zielstädte für internationale Einzelhändler im Jahr 2016 verfolgt und identifiziert, besagt, dass die Mehrheit der neuen Einzelhandelsmarken, die in London eröffnet wurden, aus den USA stammen, was zeigt, dass London weiterhin ein Magnet für internationale Einzelhändler ist, die ihre Marke etablieren wollen, bevor sie nach Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA) expandieren.

Das Jahr 2016 markierte darüber hinaus einen Rekord für die Höhe der Investitionen in Einzelhandelsimmobilien in London mit 2 Milliarden Pfund bis zum Ende des letzten Jahres.

Inzwischen haben die internationalen Einzelhändler im Jahr 2016 eine Vielzahl neuer Märkte erschlossen. Von den von CBRE untersuchten Städten verzeichneten 89 Prozent mindestens eine neue internationale Marke.

Die Einzelhandelsaktivitäten stiegen im Jahr 2016 um 2 Prozent, ein Rückgang von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine leichte Verlangsamung der globalen Expansionspläne des Einzelhandels hindeutet.

Die überwiegende Mehrheit der 15 wichtigsten Städte waren reife Märkte – darunter nur ein aufstrebender Markt, die kroatische Stadt Split, die im vergangenen Jahr zu den begehrtesten Destinationen für die Expansion des Einzelhandels gehörte.

"Die globale Expansion hat sich verlangsamt, da die Einzelhändler die richtige Mischung aus physischen Geschäften und Online-Shops in Betracht ziehen und ihre Filialnetze strategischer gestalten. Wie in den Vorjahren waren die US-Einzelhändler weiterhin am aktivsten in ihrer Expansion. Allerdings bleiben für den Einzelhandel erhebliche branchenspezifische und makroökonomische Herausforderungen bestehen, die einige Marken dazu zwingen könnten, bei ihren Expansionsplänen vorsichtiger zu sein", erklärte Natasha Patel, Director, EMEA Research, CBRE.

Weltweit zeigte der Bericht, dass nach Cafés und Restaurants, Bekleidungsfachgeschäfte (18 Prozent) und mittlere Modehäuser (17 Prozent) am stärksten in neue Märkte expandieren.

Übersetzt von Felicia Enderes

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