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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
24.02.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Europäische Textilbranche fordert EU-Unterstützung für den Wiederaufschwung

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
24.02.2021

Anlässlich der "Industry Days" der Europäischen Union richtete der europäische Bekleidungs- und Textilverband Euratex einen Appell an die Kommission und die EU-Mitgliedstaaten. Ein Maßnahmenpaket mit fünf Initiativen soll die Branche in der Phase des Wiederaufschwungs unterstützen.


Shutterstock


Euratex bat die Behörden insbesondere darum, ein wachsames Auge für unlautere Wettbewerbspraktiken aus Niedriglohnländern zu haben und hielt die EU an, die zu den restriktivsten ihrer Art zählenden Sozial- und Umweltstandards zu betonen. Zu den weiteren Maßnahmen zählt eine Unterstützung für kleine Strukturen bei der Umstellung auf digitale und nachhaltige Innovationen, um eine regionale Alternative für Importe bieten zu können. Auch das Thema Kreislaufwirtschaft wird regelmäßig angestoßen und soll möglichst schnell von der EU gefördert werden. Euratex befürchtet, dass eine verspätete Reaktion bei den Verbrauchern dafür sorgen könnte, dass sie das Interesse für dieses zentrale Thema verlieren.

Kaum überraschend kommt die Forderung nach Unterstützung bei der Schulung von Nachwuchskräften. Die Alterung der Arbeitskräfte in der Textilbranche soll durch einen Anstieg der Fachschulungen im Bereich Textilien/Bekleidung begleitet werden. Dies insbesondere durch lebenslange Weiterbildungen, Erasmus+-Austauschprogramme und die Initiative Pact for Skills. Mit diesen Maßnahmen soll eine neue Generation an Textil- und Designfachkräften entstehen können.

Die europäischen Aufsichtsbehörden werden außerdem um mehr Kohärenz zwischen den verschiedenen EU-Vorschriften gebeten (Green Deal, Sustainable Chemicals-Strategie, EU-Strategie Industrial One zur Stärkung der europäischen Produktion).

"Die zukünftige 'Textile Strategy for Textile' stellt eine fabelhafte Chance für die Industrie und die politischen Entscheidungsträger dar, eine zukunftsgerichtete Vision zu erarbeiten. Wenn Europa diese Chance verpasst, könnte die EU eines ihrer entscheidenden Ökosysteme verlieren. Zu viele Branchen würden durch einen solchen Verlust in Mitleidenschaft gezogen, denn Textilien sind heute überall, von den Autos bis hin zu den Straßen, auf denen wir gehen", betonte Euratex-Generaldirektor Dirk Vantyghem in einer Pressemitteilung.


Shutterstock


Als Stimme der europäischen Textil- und Bekleidungsindustrie vertritt Euratex etwa 160.000 Unternehmen, hauptsächlich kleine Strukturen, die rund 1,5 Millionen Arbeitnehmer in allen Ländern der EU beschäftigen. Die Branche erwirtschaftet einen Umsatz von rund EUR 162 Milliarden. 38 Prozent der Produktion entfallen auf den Export, was einen Betrag von rund 61 Milliarden Euro ausmacht.
 

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