Fairtrade-Umsatz steigt auf 1,6 Milliarden

Verbraucher achten immer öfter darauf, wie Produkte hergestellt werden: 2018 stieg der Umsatz mit Fairtrade-Ware in Deutschland um 22 % auf gut 1,6 Milliarden Euro.

"Der faire Handel wächst, aber er wächst nicht schnell genug, Produzenten leiden massiv unter niedrigen Börsenpreisen", erklärte Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V., eine unabhängige Initiative zur Förderung des fairen Handels.

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Auch die Verkäufe von Textilien aus fairer Baumwolle legten um 14 % zu: Knapp 14 Millionen Kleidungsstücke und Accessoires kauften Verbraucher im vergangenen Jahr. Neben Baumwolltaschen und Freizeitkleidung spielt auch Berufskleidung eine immer wichtigere Rolle.

Trotz positiver Marktentwicklung verkaufen Kooperativen und Plantagen aber immer noch zu geringe Anteile ihrer Ernte unter Fairtrade-Bedingungen. Nachhaltige Entwicklung im globalen Süden braucht neben verbesserten Marktzugängen deshalb veränderte politische Rahmenbedingungen:

"Ganz am Anfang von globalen Lieferketten müssen ökologische und soziale Mindeststandards eingehalten werden, die in Europa längst selbstverständlich sind", forderte Bundesminister Gerd Müller. "Dafür tragen auch Unternehmen Verantwortung. Viele tun das bereits. Es geht aber darum, dass alle deutschen Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommen." TransFair unterstützt diese Forderung und vertritt sie aktiv; unter anderem in Bündnissen für nachhaltige Textilien, Kakao und Bananen.

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