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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
23.05.2022
Lesedauer
2 Minuten
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Familie Mulliez will Pimkie verkaufen

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
23.05.2022

Seit mehreren Wochen warteten die Angestellten von Pimkie auf konkrete Angaben zur Zukunft der Modemarke, die zu FashionCube gehört. Im Januar trat mit Philippe Favre ein Turnaround-Spezialist an die Spitze des Unternehmens. Am 19. Mai informierte Favre nun die Gewerkschaftsvertreter, dass sich die Inhaberin des in Schwierigkeiten geratenen Labels, die Familie Mulliez, für die Veräußerung des Unternehmens ausgesprochen hat.


Pimkie


"Der gegenwärtig von den Aktionären bevorzugte Ansatz ist es, nach einer externen Aktionärslösung zu suchen. Hierfür geben sie sich mehrere Monate Zeit", so der Sprecher der Geschäftsleitung von Pimkie auf Anfrage von FashionNetwork.com.

Die Familie Mulliez ziehe diese Lösung in Betracht, da sie nicht mehr bereit sei, die für einen Relaunch des Unternehmens erforderlichen bedeutenden Investitionen zu tragen, so die Gewerkschaft UNSA. Deren Mitglieder verweisen darauf, dass Pimkie nach einem Übernehmer suche, der sich für den Fortbestand und Relaunch der Marke einsetzt. Die Übernahme soll bis Ende Jahr organisiert werden.

Die 1971 gegründete nordfranzösische Modekette verfügte einst über mehr als 600 Verkaufsstellen. Heute umfasst der Ladenpark noch 313 Stores, 81 davon werden von Partnern geführt. Pimkie beschäftigt 1500 Personen und erzielte 2020 unter dem Druck der Coronapandemie 194 Millionen Euro Umsatz.


Der Store in Nancy im Einkaufszentrum Centre commercial Saint Sébastien - Centre commercial Saint Sébastien


Bereits 2018 durchlief Pimkie eine Umstrukturierung, bei der mehr als 200 Arbeitsplätze (über einen Freiwilligenplan) und 37 Filialen in Frankreich verloren gingen. Auch damals wurde die Firma Prospheres von Eric Foucault mit dieser Aufgabe betraut.

In den vergangenen zwei Jahren trat Pimkie auch im Export auf die Bremse und schloss die Filialen in Belgien, Österreich und der Schweiz. In Deutschland, Spanien und Portugal wurden die Verkaufsstellen einem Franchisepartner anvertraut.

Vor einem Jahr entschloss sich die Marke, sich wieder verstärkt auf ihre historische Zielgruppe der 18- bis 25-jährigen Frauen zu konzentrieren. Doch machen Pimkie insbesondere die Veränderungen des Verbraucherverhaltens zu schaffen, mit Kundinnen, die vermehrt auf Pure-Player und Second-Hand-Anbieter setzen.

Innerhalb der FashionCube-Gruppe, zu der auch Jules, Grain de Malice, BZB und RougeGorge zählen, beteiligte sich Pimkie an gemeinsamen Projekten. Dazu zählen der unlängst in Tours eröffnete Megastore und die im vergangenen Jahr in Nordfrankreich in Betrieb genommene Denim-Fabrik. Offen steht, welcher Platz der Marke nach ihrer Übernahme in diesen gemeinsamen Projekten zukommt.

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