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Farfetch bestätigt Pelzstopp ab Ende des Jahres

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 04.02.2019
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Mit Farfetch verpflichtet sich ein weiteres Luxusmodehaus dazu, auf das Jahresende hin pelzfrei zu werden. Bislang bot das Unternehmen online zahlreiche Pelzartikel an und geriet deshalb in das Visier von Aktivisten, dieser Praktik ein Ende zu setzen.


Farfetch stellt den Verkauf von Pelz-Artikeln wie diesen ein



Nach der Börseneinführung der Marke im vergangenen Herbst stellte sich heraus, dass die Tierschutzorganisation PETA Aktien des Unternehmens gekauft hatte, um den Luxushändler unter Druck setzen zu können. Als Aktieninhaber habe PETA das Recht, an der Jahresversammlung teilzunehmen, und dabei "offiziell für ein Ende des Vertriebs von Fellprodukten einzustehen".

Die Tierschutzorganisation Humane Society International begrüßte die Information. Das Unternehmen hatte seit mehreren Jahren mit dem US-Ableger der Organisation zusammengearbeitet, um die Umstellung vorzubereiten.

Im vergangenen Jahr sind Pelze immer mehr zu einem Sperrgebiet für Luxusmarken geworden, die früher Produkte aus Tierfell im Angebot führten. Zahlreiche Händler und Label verpflichteten sich dazu, keine Pelzprodukte mehr anzubieten, darunter Yoox Net-a-Porter, Gucci, Michael Kors, Versace, Burberry, Donna Karan, Coach, Jean Paul Gautier und Jimmy Choo.

Die Geschäftsleiterin der britischen Humane Society International, Claire Bass, erklärte am Montag: "Mit jeder Pelzstopp-Ankündigung geht der Domino-Effekt weiter und mehr und mehr Designer und Händler erkennen, wie wichtig es ist, ihre Marken von der Grausamkeit der Pelzindustrie zu distanzieren. Die Pelzfrei-Bewegung zeigt keine Anzeichen der Ermüdung, ganz im Gegenteil: Sie trägt dazu bei, dass Modehäuser wie Fendi und Dolce und Gabbana, die noch immer [Pelzprodukte] verkaufen, immer unzeitgemäßer und einsamer dastehen".

Im britischen Heimmarkt von Farfetch ergaben öffentliche Umfragen, dass 80 Prozent der Verbraucher der Meinung sind, Pelzprodukte sollten verboten werden, so die Humane Society International.
 

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