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Farfetch profitiert von der Krise

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
18.05.2020
Lesedauer
4 Minuten
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Eindämmungsmaßnahmen, Ladenschließungen... In den letzten Wochen hatten Luxuskunden keine andere Wahl, als auf E-Commerce-Plattformen zu shoppen. Davon profitierte auch Farfetch, das gerade seine Ergebnisse für das erste Quartal 2020 bekannt gegeben hat. Laut dem in London ansässigen Unternehmen zeigen diese "die Stärke unseres Modells auf dem Luxusmarkt" – in der Tat konnte Farfetch während des Quartals weiter Marktanteile gewinnen.

Dennoch blieb der Online-Riese in diesem Zeitraum verlustbringend, obwohl er nach eigenen Angaben "gut kapitalisiert" und richtig positioniert sei, um im Geschäftsjahr 2021 den Break-even-Punkt zu erreichen.

Farfetch


Was geschah also in den ersten drei Monaten des Finanzjahres? Während des Quartals stieg der Bruttowarenwert (GMV) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46% und erreichte 610,8 Millionen US-Dollar (564,7 Millionen Euro). Auf seiner digitalen Plattform stieg der Bruttowarenwert um 19% auf 494,9 Millionen US-Dollar (457,6 Millionen Euro). Der Bruttowert der Markenplattform erreichte 107 Millionen Dollar (98,9 Millionen Euro), dank der anhaltenden Stärke der neu ins Portfolio aufgenommenen Marken der New Guards Group (NGG).

Die Einnahmen von Farfetch stiegen um 90% auf 331 Millionen Dollar (305,9 Millionen Euro), während die Einnahmen in den Geschäften von 4,5 Millionen Dollar auf 8,5 Millionen Dollar (4,2 Millionen Euro auf 7,9 Millionen Euro) zunahmen. Dennoch musste Farfetch im ersten Quartal einen Nettoverlust von 79,1 Millionen Dollar (73,1 Millionen Euro) hinnehmen, und obwohl diese Zahl nach Angaben des Unternehmens im Vergleich zum ersten Quartal 2019 "relativ stabil" sei, ist sie immer noch höher als in den letzten 12 Monaten. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation verbesserte sich um 7,9 Millionen US-Dollar auf einen Verlust von 22,3 Millionen US-Dollar (20,6 Millionen Euro), die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich deutlich von -20,7% auf -7,4%.

Das Unternehmen erklärt außerdem, dass zwar viele der Marken, Boutiquen und Kaufhäuser, die es mit Luxusgütern beliefert, derzeit geschlossen sind, dies aber bisher keine wirklichen Auswirkungen auf den Bruttowarenwert hatte, da 85% der Produkte in seinem Katalog für die Frühjahr-/Sommer-Saison 2020 bei mehreren Vertriebspartnern erhältlich seien.

Die Nachfrage blieb während des Quartals auf einem guten Niveau – obwohl sie sich gegen Ende des Berichtszeitraums in einigen der wichtigsten Märkte, in Europa und Nordamerika, etwas verlangsamte, was auf die allmählich von den Regierungen eingeführten Eindämmungsmaßnahmen zurückzuführen ist.

Obwohl dies "keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ergebnisse des ersten Quartals 2020" hatte und es "ermutigende Anzeichen in der Region China" gab, wo es "eine deutliche Beschleunigung in den letzten beiden Monaten des Quartals" gab, verlangsamte sich das GMV-Wachstum der Gruppe in der zweiten Hälfte des Quartals insgesamt.

Farfetch "gewann auch weiterhin Marktanteile auf dem Online-Luxusgütermarkt" und behielt eine "außergewöhnlich große Auswahl" bei, mit einem saisonalen Lagerbestand von über 300.000 Modellen von mehr als 3.400 Marken im ersten Quartal.

Bemerkenswert ist zudem, dass die Partnermarken von Farfetch dank ihrer Zusammenarbeit mit der Plattform anscheinend gut abgeschnitten haben. So habe zum Beispiel der Start von Harrods.com durch Farfetch Platform Solutions im Februar 2020 "einen Aufschwung der internationalen E-Commerce-Aktivitäten von Harrods ermöglicht, auch während der vorübergehenden Schließung des Kaufhauses angesichts der Gesundheitskrise".

Die Zufriedenheit seiner Marken- und Einzelhandelspartner ist der Schlüssel zum Geschäft. In der Tat gab das Unternehmen bekannt, dass es in den letzten drei Jahren gelungen ist, alle seine Verträge mit den Top-100-Marken und den Top-100-Boutique-Partnern aufrechtzuerhalten.

Darüber hinaus spielt Kundenzufriedenheit natürlich eine wesentlich Rolle. Aus diesem Grund hat Farfetch die Entwicklung seines Treueprogramms "Access" vorangetrieben und zählte Ende März 1,4 Millionen Abonnenten.

Was die Übernahmen von New Guards betrifft, so übertraf der Bruttogesamtwarenwert der Marken der New Guards Group, die von Farfetch neu erworben wurden, im vierten Quartal in Folge den Wert der größten auf ihrer Plattform operierenden Marke.

Besonders stark blieb die Nachfrage nach der Marke Off-White, während "als Reaktion auf das gestiegene Interesse weiblicher Kunden Palm Angels seine erste Damenmodekollektion für Frühjahr/Sommer 2020 auf den Markt brachte".

CEO José Neves sagte über all dies: "Als ich Farfetch vor 12 Jahren gründete, hätte ich nie gedacht, dass die globale Plattform, die ich für die Luxusindustrie aufbaute, in einer so verheerenden Krise auf die Probe gestellt würde. [...] Unsere Teams haben ihre Grenzen überschritten und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells unter Beweis gestellt."

"Die Investitionen, die wir in den Aufbau unserer globalen Plattform getätigt haben, haben sich ausgezahlt. Dank unserer globalen Logistik, unseres diversifizierten Liefernetzwerks und der lokalisierten Dienstleistungen, die wir unserem weltweiten Kundenstamm anbieten, konnten wir die Kontinuität unserer Geschäftstätigkeit sicherstellen – und diese soliden Ergebnisse im ersten Quartal 2020 erzielen", fuhr er fort.

"Aber es ist jetzt klar, dass die Welt nicht wieder zu der gleichen 'Normalität' zurückkehren wird, wie sie vor Covid-19 war. Wir untersuchen derzeit die durch die Pandemie hervorgerufenen strukturellen Veränderungen, die wahrscheinlich Auswirkungen auf die Luxusindustrie haben werden, aber ich bin davon überzeugt, dass Farfetch dank unserer einzigartigen Fähigkeiten seine Position in den kommenden Jahren stärken kann. "

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