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Von
Fabeau
Veröffentlicht am
24.08.2012
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Fashion Week in Kopenhagen: Gut gelaufen!

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
24.08.2012

Die Kopenhagener Modewoche hat gezeigt, dass skandinavische Mode nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden kann. Auch wenn der heimische Textilhandel wie in anderen Euro-Ländern zuletzt wegen der Schuldenkrise leichte Einbußen hinnehmen muss, war die Stimmung auf den drei skandinavischen Leitmessen großartig. Vielleicht auch deswegen, weil zwei der drei großen Messen in dieser Saison mit völlig neuen Konzepten an den Start gingen. Die neuen Impulse schienen die gesamte Stadt zu beflügeln, alle Messen berichteten von steigenden Besucherzahlen.

1 Stadt - 4 Messen - 46 Shows - 2.706 Brands



Die Traditionsmesse CIFF lockte mit einem brandneuen Konzept zwischen dem 9. und 12. August über 30.000 Besucher -und damit deutlich mehr als im letzten Sommer- an. Die Veranstalter sprachen von einer „überwältigenden positiven Resonanz“ bei Besuchern, Marken, Einkäufern und internationaler Presse. Der Relaunch war nicht nur an der neuen Visual Identity absehbar, sondern auch der großzügigeren Raumgestaltung, nicht nur Womens- und Menswear, sondern auch die Segmente CIFF Jewellery und CIFF Shoes unter einem Dach zusammenbrachte. Das Brandportfolio wurde entsprechend mit neuen Brands erweitert. Die Neuerungen und ein verbesserter Service sorgten dafür, dass das Fachpublikum aus ganz Europa, sogar den Modemetropolen Paris und London, anreiste. „Wir freuen uns sehr, dass die Zahl der internationalen Einkäufer und Medienvertreter in dieser Saison gestiegen ist. Wir könnten nicht stolzer sein!“, so das Fazit von Kristian W. Andersen, der im letzten Jahr die Leitung der CIFF als Fashion & Design Director übernommen hatte. Er glaubt fest daran, dass die CIFF, die komprimierteste Fashion Plattform der Welt sein wird – „die ultimative one-stop-Destination für die europäische Modebranche“. Die CIFF Kids bleibt eine der größten und wichtigsten Kindermodemessen in Europa und zog auch in diesem Sommer eine steigende Zahl von Ausstellern an. Viele Hersteller nutzten die Messe für die Premiere ihre Kollektionen. Auch die CIFF Kids hat mit den neuen Strukturen das Potential über Europa hinauszuwachsen, meint Bettina Randazzo, CIFF KIDS Exhibition Manager.


Die Vision feierte in diesen Tagen in Kopenhagen ihrer Premiere. Die bisherigen Plattformen CPH Vision und Terminal-2 wurden zusammen in den Hallen der Lokomotivværkstedet vereinigt. In sechs Areas präsentierte die Vision 347 ausgewählte Marken aus den Bereichen Mens- und Womenswear, Accessoires und Footwear. Während der drei Messetage (9. bis 11. August) kamen 17.838 Fachbesucher, wobei der Andrang in den ersten beiden Tagen stärker war als am Samstag. Rund 84% der Händler kamen aus den skandinavischen Ländern. Das waren 28% mehr als in der Vorsaison, womit sich Peter Fenger Selchau, CEO der Vision, darin bestätigt sieht, verstärkt auf die nordeuropäische Klientel zu setzen. Gleichzeitig wurde aber auch ein Anstieg von 21% bei den internationalen Besuchern verzeichnet. Insbesondere aus Japan, China, Finnland und Russland kamen bedeutend mehr Händler. Die positive Resonanz des Vision-Konzepts zeigt nicht nur, dass die Zusammenlegung beider Messen nötig war, sondern auch die richtige Entscheidung war, fasste Selchau zusammen.


Die dritte im Bunde, die stark Design- und Avantgarde-Fashion orientierte Gallery, freute sich ebenfalls über neue Rekorde bei den Aussteller- und Besucherzahlen. Auf der Gallery zeigten 340 Aussteller ihre Kollektionen, darunter Neuzugänge wie Wood Wood, YMC, Levi's Made & Crafted, Liebeskind and French Connection. Insgesamt 12.045 Profashionals kamen, was einem Anstieg von 5% im Vergleich zur Februar-Ausgabe und 10% im Vergleich zur letzten Sommerausgabe entspricht. Rund drei Viertel der Einkäufer kam aus Skandinavien, der Rest überwiegend aus Mittel- und Westeuropa. Entscheidend waren für Exhibitor Director Christian Gregersen aber nicht nur die Zahlen, sondern insbesondere die Qualität der vertretenen Händler. Und über die konnte er sich freuen, denn die Besucherliste enthält hochkarätige Namen wie Galeries Lafayette, Liberty, Harvey Nichols, Barneys NYC, Luisaviaroma, NK, Stockmann, Yoox Group, Selfridges, Browns Fashion, Net-a-Porter oder mywardrobe.com.

Fotos: CIFF, Vision, Gallery

© Fabeau All rights reserved.