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Veröffentlicht am
15.09.2014
Lesedauer
3 Minuten
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Fashion Week Mailand: Kürzer, aber jünger

Veröffentlicht am
15.09.2014

Hinsichtlich der stärker werdenden Konkurrenz in Paris, London und New York, legt sich Mailand immer mehr ins Zeug. Es fällt der Stadt jedoch nicht leicht, ihr Image als Mode-Hauptstadt aufzupolieren.
 
Die Fahion Week für Damenkollektionen für Frühjahr/Sommer 2015 wartet vom 17. bis 22. September mit einem gut gefüllten Programm neuer Namen und Talente auf. Letztlich dauert die Modewoche jedoch im Prinzip nur fünf Tage statt wie im Februar noch sechs Tage.

Roberto Cavalli für Sommer 2014 (Foto: PixelFormula)


Die Mailänder Häuser haben sich wieder einmal nicht untereinander abgesprochen und lieber ihr eigenes Ding durchgezogen. Giorgio Armani, der normalerweise die Fashion Week mit seiner Show am Montag beendete, hat entschlossen, seine Modenschau auf den Samstag, 20. September, vorzuziehen, da zu dem Zeitpunkt mehr internationale Presse vor Ort sein wird. Sein Rückzug vom Montagstermin hat andere Marken veranlasst, es ihm gleich zu tun: Dann lieber an einem anderen, wenn auch schon vollen Tag als am Montag.
 
Im Zuge dieser Entwicklungen haben sich manche Designer dazu entschieden, ihre Kollektionen außerhalb des offiziellen zu Schauenkalenders zu zeigen. Letztlich heißt dass, dass an den ersten vier Tagen jeweils 13 Modenschauen geplant sind, am Sonntag immerhin noch 11 – und am letzten Tag lediglich noch vier Designer die Models auf den Laufsteg schicken. Zwar hatte die Camera della Moda also die Fashion Week von vier auf sechs volle Tage verlängert. Tatsächlich wird sie sich jedoch über die kürzere Laufzeit ärgern.

Giorgio Armani (Foto: Ansa)


Insgesamt werden auf der Fashion Week 138 Kollektionen auf 36 offiziellen Modenschauen (plus vier Schauen außerhalb des offiziellen Kalenders von beispielsweise Dolce&Gabbana am 21. September, das immer noch nicht der Camera della Mode beigetreten ist) und 78 Präsentationen im Vergleich zu 144 Kollektionen auf 64 Schauen und 81 Präsentationen im vergangenen Februar.

Am Schauenmarathon, auf dem sich ausgewogen große Marken und junge Designer vorstellen, nehmen dieses Mal viele neue und weniger bekannte Namen teil, die im Lauf der Saisons den Grundstein für ein neues Made in Italy legen.
 
Die Mailänder Chicca Lualdi beispielsweise eröffnet die Fashion Week am Mittwoch, 17. September, um 9 Uhr. Stella Jean, Andrea Incontri, Fausto Puglisi, Cristiano Burani, Uma Wang, Marco de Vincenzo, Musso, MSGM sowie Au jour le jour gehören ebenfalls zur Reihe neuer italienischer Designer.
 

Angelos Bratis, Frühjahr/Sommer 2014 (Foto: PixelFormula)


Auch dabei ist der Grieche Angelos Bratis, der vor zwei Jahren nach Mailand kam und dort zum ersten Mal im vergangenen Jahr seine Kollektion zeigte. Seine Schau befindet sich ebenfalls zu Beginn der Woche und findet im von Giorgi Armani zur Verfügung gestellten Theater statt.
 
Elisabetta Franchi ist am Samstag, 20. September, zum ersten Mal in Mailand dabei. Die Designerin aus Bologna hat ihre äußerst feminine, urban-elegante Marke 1998 gestartet und will sich international entwickeln.
 
Ein weiterer neuer Name ist der New Yorker Nicholas K., der am 17. September im Rahmen des Wettbewerbs DHL Exported an der Fashion Week teilnehmen wird. Ebenfalls Prämiere in Mailand feiert I’M Isola Marras, die junge Linie des Designers Antonio Marras am 17. September.

Look von Elisabetta Franchi


Giambattista Valli, der von jeher in Paris arbeitet, hat sich für seine zweite Linie namens Giamba ebenfalls für Mailand entschieden (19. September). Mit Sicherheit wird seine Schau ein Höhepunkt der Woche, genauso wie das Defilee von Jil Sanders neuem Designer Rodolfo Paglialunga.
 
Letztlich präsentieren zum ersten Mal alleine in Mailand die italienischen Designer Leitmotiv und Alberto Zambelli am Montag, dem 22. September – dem letzten Tag der Fashion Week.

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