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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
23.09.2020
Lesedauer
5 Minuten
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Fashion Week: Mailand will positives Zeichen setzen

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
23.09.2020

Der Himmel über Mailand war grau, als am Dienstag die italienische Modewoche eröffnet wurde. Die Veranstaltung läuft noch bis am Montag, 28. September, dann richten sich die Scheinwerfer auf Paris. Wechselhaft wie das Wetter, das zwischen Regen und Aufhellungen abwechselte, war auch das Programm dieser Fashion Week, mit Änderungen bis zur letzten Sekunde. Alles in allem dürften die Schauen mit den Frühjahr-/Sommerkollektionen 2021 für Damen (aber auch für Herren) im Vergleich zu den herkömmlichen Modewochen einige Veränderungen bieten.


Die Mailänder Modewoche eröffnet mit einem gewissen Optimismus - CNMI Stefano Guindani


So ist das Treiben vor Ort weit weniger hektisch als üblich. Die Eröffnung der Nachwuchsplattform Fashion Hub der italienischen Modekammer hinterließ einen fast schon surrealen Eindruck. Kein Gedränge am Eingang wie im vergangenen Februar, sondern ein paar vereinzelte Gäste, die durch den Eingangsbereich inkl. Temperaturmessen huschten. Am Eingang füllten alle brav ein Formular mit Kontaktinformationen aus, und erhielten im Gegenzug eine Biotech-Gesichtsmaske des italienischen Unternehmens U-mask.

"Diese Modewoche muss ein Zeichen sein, das von unserer Anpassungsfähigkeit zeugt, davon, dass wir so intelligent wie möglich mit Covid-19 zusammenleben können. Wir wollen in dieser Woche beweisen, dass man trotz der Situation nach vorne sehen kann. Ich rechne mit einer positiven Energie", erklärte der Präsident der Camera della Moda Italiana (CNMI), Carlo Capasa.

Dann ging der CNMI-Chef auf die sehr strikten Sicherheitsregeln ein, die für alle teilnehmenden Modehäuser gelten. Im Backstage-Bereich gilt die Maskenpflicht für alle, bis zum Betreten des Laufstegs beispielsweise. Die Social-Distancing-Regeln sind ebenfalls einzuhalten. Die Schauen werden jeweils einer beschränkten Anzahl Journalisten und Käufer zugänglich sein, durchschnittlich maximal 150 Personen. Mehrere Häuser verlangen darüber hinaus eine Selbstzertifizierung, um zur Show zugelassen zu werden.

"Natürlich befinden wir uns in einer schwierigen Lage, mit Umsatzeinbußen um 25 bis 30 Prozent seit Jahresbeginn. Doch können wir nicht einfach die Hände in den Schoß legen und warten, bis ein Impfstoff gefunden oder bis alles besser wird. Wir müssen die Kraft und Mittel finden, sicher mit dem Virus zusammenleben. Wir können nicht einfach aufhören. Ganz im Gegenteil, jetzt müssen wir alles daransetzen, unsere KMU, unsere Kunsthandwerker und unsere Nachwuchstalente zu schützen", so Capasa weiter. Er verwies darauf, dass die Mode der zweitgrößte Wirtschaftszweig Italiens ist und das Land mit 41 Prozent des Umsatzes der wichtigste Bekleidungsexporteur in ganz Europa ist. Der Anteil Deutschlands liegt bei 11 Prozent, auf Frankreich entfallen 8 Prozent.
 

Der Fashion Hub der CNMI war am Dienstagabend nur halbvoll - ph Dominique Muret


Während die Fashion Week am Mittwoch mit den Schauen von Fendi sowie Dolce & Gabbana so richtig loslegte, wurde die Anzahl der Modeakteure in Mailand durch den erneuten Anstieg der Covid-19-Fälle in einigen Nachbarländern erneut verringert. Die Marken bekundeten sogar Schwierigkeiten damit, genügend Models für die Defilees zu finden …

Besorgnis hinsichtlich der Lage in Frankreich



Besonders Frankreich sorgte für Unruhe. Die italienische Regierung entschloss sich am Montag dazu, von Reisenden aus mehreren Regionen Frankreichs einen negativen Covid-19-Test zu fordern, bevor sie einreisen dürfen. Deshalb verzichteten zahlreiche Journalisten und Einkäufer auf die Reise.

"Wir sind enttäuscht, denn bis am Sonntagabend hatten wir von Seiten der französischen Besucher eine sehr hohe Anzahl Bestätigungen erhalten, viele davon sollten bereits am Dienstag anreisen. Da die Amerikaner und die asiatischen Delegationen in dieser Saison nicht kommen, rechneten wir vor allem mit europäischen Gästen, aus Deutschland, Spanien und Frankreich", so Carlo Capasa enttäuscht. Statt wie üblich mehrere Tausend Besucher werden in dieser Woche nur einige Hundert Personen in Mailand erwartet. Insgesamt finden 22 der 64 offiziellen Schauen auf dem Programm vor Publikum statt. Die Mehrheit der Kollektionen wir jedoch online enthüllt.

Darunter auch das Modehaus Versace, das zunächst eine physische Show organisieren wollte. Vor wenigen Tagen entschied sich das Label dafür, unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu defilieren. Auch Prada zieht es vor, ein digitales Event zu organisieren, obwohl erstmals das Ergebnis der Zusammenarbeit von Miuccia Prada und Raf Simons enthüllt wird. Die Giorgio Armani-Show findet ebenfalls ohne Publikum statt, wird jedoch live im Fernsehen übertragen.


Der Bereich für Nachwuchsdesigner - ph Dominique Muret


Gucci nimmt an dieser Modewoche nicht teil, doch kann Mailand mit der Präsenz von Valentino punkten. Nach mehreren Jahren in Paris macht das Label ein großes Comeback in der lombardischen Hauptstadt. Insgesamt umfasst das Programm auf der Plattform der Camera della Moda 159 Veranstaltungen, darunter Präsentationen, Defilees und Sonderprojekte in physischer oder digitaler Form.

"Zum Glück gibt es die digitale Alternative! Natürlich ersetzt diese die physischen Schauen nicht, doch war das Tool für unsere Branche eine große Hilfe, mit dem Onlinehandel, den virtuellen Showrooms und der Übertragung der Modewochen. Im Juli erreichte unsere Plattform während der Männermodewoche 15 Millionen Besucher aus aller Welt. Für diese Ausgabe rechnen wir mit 20 Millionen", erklärt Carlo Capasa. Er betont, wie wichtig es ist, die Scheinwerfer auf die zahlreichen parallel organisierten Nachwuchsförderungs-Events zu richten.

Zu diesen zählt das Projekt "Milano Moda Shoppable Project", das von der italienischen Modekammer in Zusammenarbeit mit dem Kaufhaus La Rinascente vorbereitet und am Dienstagmorgen enthüllt wurde. Die Marke zeigt in ihrem neuen Pop-up- und Contemporary-Bereich im vierten Stock bis am 11. Oktober die Kollektionen von 13 italienischen Nachwuchsmarken (Twins Florence, Drome, Nico Giani, Simona Marziali – MRZ, Iindaco, Vitelli, Blazé Milano, Act N°1, Marco de Vincenzo, Fantabody, Flapper | Genevieve Xhaet, Marco Rambaldi und Vìen). Die Entwürfe werden auch in den acht Schaufenstern der Marke im Stadtzentrum gezeigt.

Der Fashion Trust der Camera della Moda unterstützte über das während des Lockdowns gelaunchte Projekt TogetherForTomorrow mehrere italienische Nachwuchsdesigner und ermöglichte es ihnen, ihre Kollektion zu produzieren, eine Show zu organisieren oder ein Video zu drehen.


Ein Bereich für italienische Nachwuchstalente bei La Rinascente - CNMI

 
Zu den weiteren Nachwuchsprogrammen zählen der Showroom "Fashion Hub Market", unter dessen Dach sieben Newcomer ihre Entwürfe präsentieren (Gentile Catone, Salvatore Vignola, DassùYAmoroso, Daniele Carlotta, Roni Studios, C’est la V und Francesca Marchisio), wie auch die Kollektiv-Show Milano Moda Graduate mit den Werken der Schüler der wichtigsten italienischen Modeschulen. Außerdem werden sechs Marken gezeigt, die sich der Nachhaltigkeit widmen, und eine besondere Aufmerksamkeit gilt auch Nachwuchsdesignern aus Ungarn.

Doch damit nicht genug, erstmals organisiert die Mailänder Modewoche eine Veranstaltung, um Designer unterschiedlicher Identitätsgruppen zu unterstützen. In Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Black Lives Matter in Italian Fashion wird im Videoprojekt "We are made in Italy - The Fab Five Bridge Builders" die Arbeit von fünf Designern hervorgehoben. Das Projekt wird unter der Führung der Designer Stella Jean und Edward Buchanan durchgeführt.

Weiter zu erwähnen ist das Projekt "Spotlight on Lebanese Designers - CNMI in support of the new generation of Lebanese Talent" zur Unterstützung Libanons nach der verheerenden Explosion in Beirut im August. Im Rahmen dieses Projekts können sieben libanesische Designer mit digitalen Inhalten an der Modewoche teilnehmen.

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