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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
28.01.2022
Lesedauer
2 Minuten
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Fendi: Römischer Rationalismus und komplizierte Couture

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
28.01.2022

Fendi organisierte seine jüngste Couture-Show am Donnerstag im ehemaligen Börsengebäude von Paris. Doch während das Mutterhaus LVMH an der Börse noch immer gedeiht, fiel die Saison für Fendi weniger erfolgreich aus.

 



Zur Betonung der Wurzeln des Modehauses ließ Womenswear-Kreativdirektor Kim Jones das Produktionshaus Bureau Betak ein faszinierendes Set entwerfen: Eine Reihe skelettartiger Formen in Anspielung an die rationalistische Architektur der Dreißigerjahre. Im selben Stil ist auch der beeindruckende Hauptsitz von Fendi am Palazzo della Civiltà Italiana im römischen Stadtviertel EUR gebaut, das aus faschistischen Zeiten stammt.

Dieser Stil war auch in mehreren grandiosen Satin-Kleidern der Kollektion zu spüren. Die mit skulpturalen Drucken von Zenturionen beim Ackerbau oder leidenden Heiligen oder Matronen gezierten Entwürfe waren manchmal erfolgreich, doch mehrheitlich verfehlten sie ihre Wirkung. Obwohl es mehrere brillante rationalistische Architekten gab, wie Terragni, Libera und De Reni, erinnerte Fendis Rationalismus mehr an die Ideen aus Mussolinis Italien. Das Ergebnis sind schwere, naive Figuren, die der Unterstützung eines autoritären Regimes dienen. Wer dies bezweifelt, kann die Statuen um den Foro Italico Sportkomplex herum begutachten, die als Propaganda für das Regime für die Olympischen Spiele 1930 erbaut wurden. Oder das Stadtviertel EUR besuchen.

Davon abgesehen schienen die Kleider nicht wahnsinnig neu und machten vielerorts einen eher schwerfälligen Eindruck. Nur selten schien sich das römische Supermodel Mariacarla Boscono – eines der wichtigsten Laufsteg-Models der Welt – in einem Look weniger wohl gefühlt zu haben. Sie ertrank fast in einem riesigen, zeltförmigen, saphirblauen Satinmantel.

Einige Entwürfe dürften an der Kasse dennoch Erfolg haben, so ein naturweißes Satin-Etuikleid mit Stoffblumen und ein brillanter gerippter Pelzbolero mit spitz zulaufenden Schultern. Doch zur Rettung der Kollektion reichte dies nicht aus.

Auch der Soundtrack war dem Ergebnis nicht zuträglich, mit dem melancholisch-lauten Industrial-Stück Emerald Rush von Jon Hopkins. Das Haus Fendi behauptet, sein Wachstum habe sich in den vergangenen Jahren beschleunigt. Doch obwohl LVMH ein börsennotiertes Unternehmen ist, weist es den Umsatz der einzelnen Tochterunternehmen nicht getrennt aus. So bleibt uns nichts anderes übrig, als dies einfach zu glauben.
 
Ironischerweise folgt die Show nur 10 Tage nach Jones’ wirklich herausragender Show und Kollektion für Dior Men, die ebenfalls in Paris organisiert wurde. Doch wo der britische Designer als unbestrittener Meister über Menswear herrscht, ist es ihm noch nicht gelungen, eine kohärente Vision für Fendi umzusetzen.

So schwer es auch zuzugeben ist: Wenn man gutinformierte Branchenakteure fragt, welches die beste Fendi-Kollektion war seit Karl Lagerfelds Tod im Februar 2019, würden sie wahrscheinlich sagen, diejenige von Silvia Fendi, die kurz vor der Pandemie im Forum der Ewigen Stadt organisiert wurde.

 

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