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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
18.10.2021
Lesedauer
4 Minuten
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Festival de Hyères 2021: Ifeanyi Okwuadi aus Großbritannien gewinnt den Modepreis

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
18.10.2021

Die 36. Ausgabe des internationalen Mode- und Fotografiefestivals in Hyères gipfelte am Sonntag, 17. Oktober mit der Verkündung der Gewinner vor versammeltem Publikum auf dem Vorplatz der Villa Noailles. In diesem Jahr kam das besondere Augenmerk, das die jungen Designer der Umwelt widmen, besonders zum Tragen. Unter den Preisträgern befanden sich viele originelle Entwürfe und Ansätze. Der britische Designer Ifeanyi Okwuadi wurde von der Jury unter der Leitung von Louise Trotter für seine sehr durchdachte Herrenkollektion mit dem Grand Prix ausgezeichnet.


Ein Look des Preisträgers Ifeanyi Okwuadi - ph Etienne Tordoir/Catwalkpictures.com


Der 27-jährige Londoner, dessen Mutter aus Sierra Leone und Vater aus Nigeria stammen, überzeugte die Jury mit einer hochwertigen Kollektion, in der die Codes der traditionellen Herrengarderobe neu aufgegleist wurden. Dabei ließ er Entlehnungen aus der Kindermode einfließen, wie kurze Shorts, Strickpullover mit V-Ausschnitt aus leuchtgelben und pinken Kunststoffbändern und kleinen Spielzeugautos auf Broschen.

Für seine Kollektion ließ sich der Designer vom 1981 im Protest gegen Atomwaffen errichteten Frauen-Friedenslager in Greenham Common in der Grafschaft Berkshire inspirieren. So erweiterte er den Halsausschnitt vorne in Anspielung an die durch Polizisten am Kragen weggezerrten Demonstrantinnen. Eine Jacke weist vorne enge Strickmaschen auf, die an die Schranken vor Ort erinnern, während die Jacke innen sanft und weich ist.

Seine Looks sind auf der Vorderseite alle sehr detailliert und lassen im Rücken nur gerade das Futter und die Innenstruktur des Kleidungsstücks erkennen. "Ich will, dass man die Kulissen des Kleidungsstücks sieht, die Stoffe, die Nähte, de Qualität. Es ist eine Frage der Ehrlichkeit", erklärte er im Gespräch und betonte seine Leidenschaft für Nachforschungen und Erzählungen.

Nach seinem Studium an der Universität Ravensbourne in London arbeitete der junge Designer drei Jahre lang für den Schneider Cad and Dandy in der Savile Row, bevor er seine Ausbildung am Central Saint Martins College mit einem Master in Menswear-Design fortsetzte. "Ich habe mich auf Tailoring konzentriert", erklärte er. Er wolle sich "Gehör verschaffen, meine Arbeit über meine eigene Marke zum Publikum bringen und dabei für ein Modehaus arbeiten".

Den höchsten Preis für Modeaccessoires verlieh die Jury, die in diesem Jahr von Christian Louboutin geleitet wurde, an die 25-jährige Capucine Huguet. Ihre einfallsreiche Schmuckkollektion, orientiert sich am Klimawandel. Vor zwei Jahren brach sie mit Glaziologen in die Arktis auf und interessierte sich in nun in ihrer Kollektion für die Gletscherschmelze – mit Modellen in Eisberg- und Schneeflocken-Form.

Capucine Huguet besuchte die Schmuckhochschule Haute Ecole de Joaillerie in Paris und arbeitete unter Cartier und Van Cleef & Arpels, während sie einen Master an der Central Saint Martins School in London absolvierte. Für sie sind Schmuckstücke eine Art, ihre eigene Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen, und sie können auch einen Umweltwert darstellen.


Ein Schmuckstück von Capucine Huguet - ph Margaux Salarino Villa Noailles


Der Hermès-Preis für Modeaccessoires, der seit vergangenem Jahr vom berühmten Sattler angeboten wird, ging an Yann Tosser-Roussey (30 Jahre). Der Ingenieur gelangte über das Studio Berçot zu großen Modehäusern wie Kenzo. Vor einem Jahr gründete er seine eigene Marke Roussey, ein interessantes 3D-Schmuckprojekt. Der Publikumspreis wurde von einer weiteren Schmuckdesignerin entgegengenommen: Rayna Amuro aus Japan wurde damit für ihre zarten Schöpfungen aus Silber und Korbweide ausgezeichnet.

Das von Jean-Pierre Blanc gegründete und unter dem Vorsitz von Pascale Mussard geführte Festival, ehrte in der Modesparte auch die 33-jährige Elina Silina mit dem Chloé-Preis. Die Designerin aus Riga (Lettland) zeichnete sich durch ihre gehäkelten Entwürfe aus, die das von ihrer Mutter und Großmutter überlieferte handwerkliche Know-how aufgriffen und mit der Spannung der Fäden und verschiedenen Größen spielten. Durch die Mischung verschiedener Garne fand sie zu einer neuen Art, zu Stricken.

Der 2019 eingeführte Preis "19M" der Métiers D’Art von Chanel wurde dem 31-jährigen thailändischen Designer Rukpong Raimaturapong überreicht. Er verzückte die Jury mit seiner virtuosen Arbeit mit Farben und Seide. Raimaturapong verfügt über eine erste Ausbildung in den bildenden Künsten sowie im Grafikdesign und verheimlichte seine Leidenschaft für die Mode zunächst. In Hyères ist ihm nun ein grandioses Debüt gelungen.

Darüber hinaus wurde in diesem Jahr im Rahmen des Festivals erstmals auch ein Nachhaltigkeitspreis organisiert, der "Prix de la Collection écoresponsable Mercedes-Benz". Er wurde der finnischen Designerin Sofia Ilmonen (34 Jahre) verliehen. Nach ihrem Studium an der Universität Aalto in Helsinki entwickelte Ilmonen ein zirkuläres Modekonzept. Ihre Entwürfe – lange romantische Kleider – werden aus Stoffquadraten gefertigt (Seidenorganza oder Baumwollpopeline), die sich je nach Bedürfnis zusammensetzen und auseinandernehmen lassen.

Die mit Knopfleisten gesäumten Quadrate werden durch winzige Knöpfe miteinander verbunden. Durch Kordelzüge lassen sich die Kleider je nach Wunsch enger oder lockerer tragen. Die Kunden können ihre Modelle mit Hilfe eines Schnittmusters und einer sehr genauen Anleitung gleich selbst kreieren.



Die Preisübergabe in der Villa Noailles am Sonntag - ph Dominique Muret


Der Publikumspreis der Stadt Hyères ging an die Schweizerin Adeline Rappas, die mit ihrer üppigen Kollektion mit Punk- und Barock-Einflüssen für Aufsehen sorgte. Ihre Kleider bestehen gänzlich aus Recycling-Stoffen, die über eine eigene Geschichte verfügen.

Die Fotografie-Jury unter der Leitung von Dominique Issermann zeichnete Emma Charrin & Olivier Muller aus, während Sergei Pavlov mit dem American Vintage-Preis sowie dem Publikumspreis gleich zwei Auszeichnungen entgegennahm.

In dieser 36. Ausgabe des Festival de Hyères war nach anderthalb Jahren Pandemie eine Rückkehr zur Normalität zu verspüren. Obwohl die Teilnehmerzahlen noch immer eingeschränkt werden mussten, nahmen die Öffentlichkeit und das Fachpublikum die Einladung an und beteiligten sich an den vielfältigen Events, die rund um die Veranstaltung organisiert wurden. Aufgrund der umfangreichen Renovationsarbeiten in der Villa Noailles im kommenden Jahr, findet das Festival auch 2022 erneut Mitte Oktober statt.

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