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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
04.01.2021
Lesedauer
3 Minuten
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Fred Perry angesichts der Vorjahres-Ergebnisse optimistisch

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
04.01.2021

Fred Perry Limited verbuchte im verkürzten Geschäftsjahr 2019 (von März bis Dezember 2019) ein anhaltendes Umsatzwachstum. Dies ungeachtet dessen, dass Margen und Gewinn aufgrund des veränderten Berichtszeitraums rückläufig waren. Das Unternehmen verwies auch auf die Umstellung von saisonalen auf Quartals-Kollektionen, um einen stärkeren Fokus auf Neuheiten zu bieten.


Fred Perry/BuckleyGrayYeoman


Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr neue Stores in Mailand und in Madrid eröffnete, erzielte im Berichtszeitraum einen Nettoumsatz von GBP 88,2 Millionen (EUR 97,8 Mio.). Im Jahr davor verbuchte Fred Perry einen Nettoumsatz von GBP 122,2 Millionen (EUR 135,4 Mio.). Der Bruttogewinn belief sich auf GBP 44,8 Millionen (EUR 49,6 Mio.), im Vergleich zu GBP 66,1 Millionen (EUR 73,3 Mio.) im Vorjahr. Die Bruttomarge sank von 54,1 Prozent im Vorjahr auf 50,7 Prozent. Der Bilanzgewinn erreichte GBP 9,67 Millionen (EUR 10,7 Mio.), im Vorjahr waren es GBP 22,82 Millionen (EUR 25,3 Mio.).

Der Mutterkonzern Fred Perry (Holdings) Limited, zu dem die Marken Fred Perry und Lavenham in Großbritannien sowie in ausgewählten internationalen Märkten zählen, veröffentlichte vergleichbare Werte.

Der Nettoumsatz des Konzerns betrug in den ersten neun Monaten des Jahres GBP 91,2 Millionen (EUR 101,1 Mio.). Im Gesamtjahr 2018 erzielte er einen Umsatz von GBP 127 Millionen (EUR 140,7 Mio.). Der Bruttogewinn fiel von GBP 68,8 Millionen (EUR 76,2 Mio.) auf GBP 46,3 Millionen (EUR 51,3 Mio.) im verkürzten Geschäftsjahr. Der Vorsteuergewinn sank deutlich von GBP 31,5 Millionen (EUR 34,9 Mio.) auf GBP 12,5 Millionen (EUR 13,9 Mio.). Der Bilanzgewinn erreichte nach dem Vorjahreswert von GBP 25,2 Millionen (EUR 27,9 Mio.) nur GBP 9,7 Millionen (EUR 10,8 Mio.).

Gestützt auf eine vergleichbare Basis verbuchte die Marke Fred Perry in den 12 Monaten von Januar bis Dezember 2019 GBP 127 Millionen (EUR 140,1 Mio.) Umsatz und einen Vorsteuergewinn von GBP 25,3 Millionen (EUR 28,0 Mio.). Diese Werte liegen über den Vergleichswerten von Januar bis Dezember 2018.

Enttäuschenderweise veröffentlichte der Konzern keine aktuelleren Informationen für das Jahr 2020. Es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen (wie so gut wie alle anderen britischen Modeunternehmen) einen gewissen Umsatzrückgang hinnehmen musste. Die Marke habe "aggressive Kostenkontrollmaßnahmen ergriffen und nicht zentrale Projekte reduziert". Auch die Investitionsplanung wurde gestrafft, der Fokus liegt nun auf langfristigen strategischen Projekten. Weiter soll Social Commerce gefördert werden.

Mit Blick auf ein weiteres aktuelles Ereignis, das sich auf britische Unternehmen auswirkt – den Brexit – erklärte das Unternehmen, dass es trotz der damit verbundenen Unsicherheiten über eine breite Lieferantenbasis außerhalb der EU verfügt. Dies "verringert das Risiko, unter Handelsquerelen zwischen Großbritannien und der EU" zu leiden. Weiter soll das europäische Vertriebszentrum um neue Funktionalitäten erweitert werden, um alle Kunden innerhalb der EU beliefern zu können.

Die Net Cash-Position ist mit über GBP 100 Millionen (EUR 111 Mio.) gut, doch rechnet Fred Perry "für einige Zeit" mit wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Die Marke sei gut aufgestellt und ihre bedeutenden Liquiditätsreserven sollen ihr dabei helfen, Schwierigkeiten zu überkommen und Entscheidungen zu treffen, die sich auf "die langfristigen strategischen Interessen der Marke" stützen.

Teil dieser langfristigen Strategie ist der Fokus auf Kunden, die "global und hyper-verbunden" sind. Dabei stelle das Unternehmen von "einem überholten saisonalen Ansatz auf Quartals-Kollektionen um, um unseren Kunden ständige Neuheiten und markenzentrierte Stories zu bieten".
 
Der Konzern will seine Marken darüber hinaus durch die Kontrolle der Vertriebskanäle in jeder Phase fördern, "mit einem hybriden Ansatz mit Blick auf den Einzel- und Großhandel". Wie bereits erwähnt, legt er den Fokus auch auf Social Commerce und die "Vertiefung der Verschmelzung zwischen Produkt, Musik, Sport und Subkultur" sowie die soziale Verantwortung.

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