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Galeria Karstadt Kaufhof beantragt Schutzschirmverfahren

Veröffentlicht am
01.04.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof und die Tochtergesellschaft Karstadt Sports haben infolge der durch die Corona-Krise bedingten Umsatzeinbrüche ein Schutzschirmverfahren beantragt. Der kürzlich von der Otto Group übernommene Sportfachhändler SportScheck sei nicht betroffen. Das Amtsgericht Essen habe dem Antrag bereits stattgegeben, wie das Unternehmen mitteilt.

Galeria Karstadt Kaufhof beantragt Schutzschirmverfahren - dpa/Ulrich Baumgarten


Die bestehende Geschäftsführung behält im Rahmen des Schutzschirmverfahrens die Kontrolle. Sie werde dabei durch den erfahrenen Restrukturierungsexperten Arndt Geiwitz als Generalbevollmächtigter unterstützt. Das Gericht habe außerdem dem Antrag des Unternehmens auf Einsetzung des Sachwalters Dr. Frank Kebekus entsprochen.

"Das Schutzschirmverfahren ist der richtige Schritt in die Zukunft. Aus Verantwortung für das Unternehmen, seine Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und auch für die deutschen Innenstädte", sagt Miguel Müllenbach, CFO von Galeria Karstadt Kaufhof.

Ziel des Schutzschirmverfahrens in Eigenverwaltung sei "die Nutzung bestehender rechtlicher Möglichkeiten, um die behördlich angeordneten Filialschließungen und die damit verbundenen hohen Umsatzausfälle ohne eine massive Neuverschuldung zu bewältigen."

Mit Beginn der Corona-Pandemie Anfang März sei der Umsatz des Unternehmens dramatisch zurückgegangen. Jede Woche verliere Galeria Karstadt Kaufhof mehr als 80 Millionen Euro Umsatz, während wesentliche Kosten weiterlaufen. Bis Ende April wird sich der Umsatzausfall auf mehr als eine halbe Milliarde Euro summieren.

Gesellschafter Signa hatte zur Neuausrichtung der innerstädtischen Warenhäuser von Galeria Karstadt Kaufhof in den letzten Monaten bereits mehr als 500 Millionen Euro investiert. Zusätzlich habe Signa in dieser Woche zur Unterstützung des Unternehmens noch einmal weitere 140 Millionen Euro überwiesen.

Signa werde weiterhin zu seiner Verantwortung stehen und zusätzliche Beträge in dreistelliger Millionenhöhe zur Verfügung stellen.

"Das Unternehmen hatte sich durch den Zusammenschluss von Karstadt und Galeria Kaufhof zukunftsfähig neu konstituiert. Für das laufende Geschäftsjahr rechneten wir wieder mit einem Ebitda von mehr als 100 Millionen Euro. Nun tun wir unter dem Schutzschirm alles dafür, dass wir diesen Weg weitergehen können. Das werden wir auch schaffen", so Miguel Müllenbach.

Das Unternehmen beschäftigt derzeit mehr als 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Erst kurz zuvor verkündete die Warenhauskette, alle Mietzahlungen für Warenhäuser, Sporthäuser, Reisebüros und Logistikimmobilien zu stoppen

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