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Reuters API
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
19.06.2020
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Galeria Karstadt Kaufhof will 62 seiner 172 Warenhäuser schließen

Von
Reuters API
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
19.06.2020

Deutschlands führende Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof wird im Rahmen eines Restrukturierungsplans zur Rettung des angeschlagenen Unternehmens 62 ihrer 172 Filialen schließen, was rund 5.000 Arbeitsplätze gefährden könnte, wie Quellen gegenüber Reuters berichteten.

Reuters


Weltweit gerieten Kaufhäuser, die aufgrund des Aufschwungs des Online-Handels bereits mit Problemen zu kämpfen hatten, durch die Coronavirus-Pandemie weiter unter Druck. Die US-Kette J.C. Penney plant besipielsweise, etwa 200 Geschäfte zu schließen, nachdem sie im vergangenen Monat Konkurs angemeldet hatte.

Galeria Karstadt Kaufhof, das in den meisten deutschen Städten in erstklassigen Lagen vertreten ist, beantragte im April ein Schutzschirmverfahren, nachdem die Geschäfte während des Coronavirus-Lockdowns zwangsweise geschlossen wurden.

Unternehmensinsider kündigten an, dass den Gläubigern am Freitag detaillierte Pläne für die Restrukturierung vorgelegt werden sollen, darunter der mögliche Abbau von 5.000 der insgesamt 35.000 Arbeitsplätze. Das Unternehmen reagierte bislang nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Die Kette befindet sich im Besitz der Signa Holding des österreichischen Immobilieninvestors Rene Benko, der Karstadt 2014 kaufte und 2018 mit der Kaufhof-Kette fusionierte, die sich damals im Besitz des kanadischen Hudson's Bay befand.

Nach den bisherigen Plänen des gerichtlich bestellten Verwalters Frank Kebekus wurde sogar die Schließung von bis zu 80 Geschäften geprüft.

Der HDE hatte davor gewarnt, dass einem Drittel der Non-Food-Läden des Landes die Schließung drohen könnte, wenn die Regierung nicht mehr tut, um ihnen zu helfen.

Zwei Drittel der Deutschen gaben an, dass die Maskenpflicht in den Geschäften sie vom Einkaufen abhält – ausgenommen Lebensmitteleinkäufe –, so das Ergebnis einer Umfrage des Allensbach-Instituts, die in der "WirtschaftsWoche" veröffentlicht wurde.

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