Galeries Lafayette Straßburg: Es riecht nach Grand Boulevard

Kurz vor der Eröffnung des neuen großen Kaufhauses Printemps in Straßburg hat die Galeries Lafayette Anfang März das gesamte Erdgeschoss ihrer 5-stöckigen elsässischen Filiale neu gestaltet und eingeweiht. 3000 m² Verkaufsfläche (von insgesamt 13 280 m²) wurden damit unter Wegfall der Lebensmittelabteilung nicht nur renoviert sondern richtig gehend verwandelt. Die Neueröffnung markiert den Höhepunkt in der Modernisierung des Kaufhauses, die 2009 begonnen hatte.

Laut des Unternehmens will man mittels einer sich immer wieder erneuernden Auswahl der Marken – von erschwinglich bis luxuriös – vor allem Zeitgeist ausdrücken. Die Strategie, die die Leuchtturm-Filiale am Boulevard Haussmann in Paris seit einigen Jahren verfolgt, wird damit auf Straßburg übertragen, ebenso wie auf andere Filialen, die eine ausreichende Größe haben und sich in Ballungsräumen befinden. In Straßburg sieht man das am Verkauf von erschwinglichen Produkten der hauseigenen Marken Lafayette Accessoires und Lafayette Collection oder innerhalb der Aktion „Parti-Prix“ einerseits und an der ersten Prada-Boutique außerhalb Paris‘, die sich zusammen mit Marken wie Balenciaga, Céline, Chloé, Gucci, Saint Laurent Paris, Bottega Veneta, Valentino, etc. in der Lederwarenabteilung befindet, andererseits.

Die Schmuckabteilung vereint Boucheron, Chaumet, Chopard, Dinh Van, Dodo, Gucci, Messika, Poiray und Pomellato. Hier werden auch hochwertige Uhren von Baume et Mercier, Frédérique Constant oder Tag Heuer verkauft ebenso wie die Uhrenmarken die zum Galeries-Lafayette-Konzern gehören, nämlich Royal Quartz und erschwinglicher Louis Pion.

Das Erdgeschoss beherbergt auf 550 m² außerdem das Parfümkonzept des Konzerns. Hier werden Produkte von Acqua di Parma, Dior, Estée Lauder, Guerlain, Lancôme, Mac, Sisley, Yves Saint Laurent genauso angeboten wie preiswertere Produkte der Hausmarke Studio Makeup. Exklusiv hat das Kaufhaus einen „virtuellen Spiegel“ installiert, der Kosmetikprodukte auf das Foto eines Kunden auftragen und ihren Effekt testen kann – wie ein professioneller Maskenbildner.


Schließlich hat das neue Erdgeschoss auf 530 m² auch noch eine neue deutlich erweiterte Schuhabteilung, der vorher in den oberen Etagen des Kaufhauses untergebracht war. Damit folgt der Konzern dem Pariser Vorbild und investiert stark in den Ausbau dieses Bereichs, in Straßburg der größte nach dem im Mutterhaus Paris. Auf der Fläche der ehemaligen Lebensmittelabteilung finden sich jetzt Modelle von etwa 50 Schuhmarken darunter Minelli, Guess, Jonak, Michael Kors, Camper, Repetto, Jimmy Choo, Salvatore Ferragamo, Tod’s, Dolce & Gabbana, Givenchy, Sergio Rossi, etc.

Die neue Etage des Kaufhauses wurde vom Architekten Bruno Moinard gestaltet, der auch im Flagship am Boulevard Haussmann in Paris arbeitet. Damit und mit der Investition von 9 Millionen Euro für den Umbau unterstreicht der Konzern die Bedeutung seiner elsässischen Filiale. Ziel war es den historischen Charme des Kaufhauses - wie z.B. die alte Treppe - zu erhalten und gleichzeitig mit für die Galeries Lafayette typischen Elementen - wie der Kuppel - zu modernisieren.

Auch im Service soll es Neuerungen geben, wie den Personal Shopper oder den bereits in Lyon und Nizza getesteten Service „click & collect“, womit die Kunden ihre Produkte im Internet einkaufen und im Kaufhaus abholen können. Das Treueprogramm wird ebenfalls erweitert: Die derzeit 120 000 Inhaber der Galeries Lafayette-Karte werden zu Voraufführungen und Pre-Sales eingeladen, erhalten Ermäßigungsgutscheine über ein Punktesystem etc. Das Programm wird in Evry und Straßburg ausprobiert und ab Mai auf die gesamte Kette ausgeweitet. In Straßburg wurde außerdem die Sprachkompetenz der Mitarbeiter gefördert, um die internationale Kundschaft anzusprechen, die im Moment für 20% der Umsätze verantwortlich sind, 40% dieser internationalen Käufer sind natürlich die deutschen Nachbarn.

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