Gap muss sparen und schließt Filialen im Ausland



Gap wird sich mit seinen Old Navy Stores aus Japan zurückziehen
Dass die wirklich glorreichen Zeiten des US-Modekonzerns Gap Inc. vorbei sind, ist schon länger bekannt. Der immer noch milliardenschwere Konzern justiert hier und da, aber die europäische Konkurrenz mit vier und zwei Buchstaben macht den Amerikanern nicht nur im Heimatmarkt zu schaffen. Im ersten Quartal 2016 brachen die Umsätze auf gleicher Fläche um 5% auf 3,44 Mrd. US-Dollar ein. Schon vor einem Jahr war der Like-for-like-Umsatz um 4% zurückgegangen.
Um sich im Wettbewerb und den sich verändernden Bedingungen der Fast-Fashion-Industrie zu stellen, kündigte der kalifornische Konzern nun an, im Laufe des Jahres rund 75 Stores zu schließen. Gap will sich nur noch auf die Regionen konzentrieren, die das größte Potential für die Marken bergen. Etwa dort wo die Amerikaner, wie im Heimatmarkt USA, Mexiko oder der Boom-Region China, einen strukturellen Vorteil haben und mit weiterem Wachstum rechnen können. In Japan dagegen rechnet man mit weniger durchschlagendem Erfolg und beschloss dort die 53 Old-Navy-Filialen zu schließen. Mit rund 200 Gap- und Banana Republic-Stores will der Konzern aber weiter in Japan präsent bleiben. Über 20 internationale Banana Republic-Stores sollen ebenfalls im Jahresverlauf geschlossen werden. Gleichzeitig arbeitet Gap Inc. daran, sich operativ schlagkräftiger und effizienter aufzustellen. Die angekündigten Maßnahmen sollen zu Einsparungen in Höhe von jährlich 275 Mio. Dollar bzw. zu Verbesserungen um 2 Prozentpunkte bei der operative Marge führen. Demgegenüber stehen Kosten von 300 Mio. Dollar und geschätzte Umsatzausfälle von 250 Mio. Dollar.


Foto: Old Navy Japan

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